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«Jede Vorstellung ist magisch»

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Autor: Carole Schneuwly

Die Sache mit dem Lampenfieber höre nie auf, darin sind sich Urs Egger und Chloé Kunz einig: Egger, der vor 15 Jahren die Zirkusschule Toamême in Freiburg gründete, und Kunz, die damals als Zehnjährige zu den allerersten Schülerinnen gehörte und bis heute dabeigeblieben ist, inzwischen auch als Leiterin. «Jede Vorstellung ist etwas Magisches», sagt Kunz. Und nervös sei sie noch immer, egal, ob sie selber auftrete oder ihre Schüler.

An diesem und am kommenden Wochenende haben Chloé Kunz und Urs Egger Grund zum Lampenfieber: Zum dritten Mal organisiert der Zirkus Toamême das Zirkusfestival «Cirqu’ ô Jeunes» in Freiburg. Die jungen Toamême-Artisten zeigen dabei mehrmals ihre aktuellen Programme. Am zweiten Wochenende teilen sie sich die Manege mit sieben anderen Gruppen aus der Schweiz und aus dem Ausland: Zirkusschulen aus Delsberg, Nyon, Monthey, Lausanne und Corcelles sowie aus Florenz und aus St. Petersburg.

Wiedersehen mit Freunden

Mit Ausnahme des Zirkus Fun Zone aus Corcelles haben alle Gruppen bereits am Freiburger Festival teilgenommen. Das zeige, dass dieses einem Bedürfnis entspreche, sagt Direktor Urs Egger. Die meisten Schweizer Schulen seien es nicht gewohnt, ausserhalb ihres Herkunftsortes aufzutreten – im Gegensatz zum Zirkus Toamême, der jedes Jahr eine Tournée organisiert. «Unser Festival ist darum eine gute Gelegenheit für sie, einmal auswärts ihr Können zu zeigen.»

Mit Abstand am professionellsten organisiert ist der Zirkus Upsala aus St. Petersburg, der schon letztes Jahr das Freiburger Publikum begeisterte. Er ist gleichzeitig ein Sozialprojekt für Kinder und Jugendliche aus armen und zerrütteten Familien. Dieses Jahr sind die Russen mit einer kleinen Gruppe ehemaliger Schüler zu Gast in Freiburg. Urs Egger freut sich auf das Wiedersehen: «Als wir den Zirkus Upsala vor zehn Jahren an einem Festival kennenlernten, waren diese Artisten noch Kinder, jetzt sind es junge Erwachsene.» Dass solche Kontakte über Jahre bestünden und man sich gegenseitig besuche, gehöre dazu. Vom Besuch des Zirkus Toamême in St. Petersburg 2002 erzählen sowohl Egger als auch Chloé Kunz noch heute gern. «Wir haben da eine ganz neue Welt entdeckt», so Kunz. Zu sehen, aus welchen Verhältnissen die russischen Kinder stammten und wie sie lebten, habe sie sehr beeindruckt.

Für die 130 Kinder und Jugendlichen, die am kommenden Wochenende am Festival in Freiburg teilnehmen, ist die Reise zwar weniger weit, doch werden auch sie viele Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Jeder Auftritt sei etwas Besonderes, so Urs Egger, und an einem Festival wie dem «Cirqu’ ô Jeunes» bestehe zudem die Möglichkeit, sich von den anderen inspirieren und motivieren zu lassen. Chloé Kunz weiss seit 15 Jahren, was für sie die Faszination Zirkus ausmacht: «Die Zirkuskunst ist sehr vielfältig. Jeder findet eine Disziplin, die zu ihm passt.» Bei Toamême habe sie viel fürs Leben gelernt: «Ich war als Kind eher schüchtern und nicht besonders sportlich. Der Zirkus hat mich stark gemacht.» Und er hat sie zu ihrem heutigen Beruf gebracht: Als Psychomotorik-Therapeutin kann Chloé Kunz viel von dem brauchen, was sie beim Zirkus gelernt hat.

Altes Gaswerk,Untere Matte, Freiburg. Fr., 17. Juni, bis So., 19. Juni, und Fr., 24. Juni, bis So., 26. Juni. Informationen und Programm: www.toameme.ch.

Vielfältige Zirkuskunst: Am diesjährigen Programm des Zirkus Toamême sind 21 Jugendliche beteiligt.Bild Burchard Kaup

Zahlen und Fakten

15 Jahre Toamême

Am «Cirqu’ ô Jeunes» feiert der Zirkus Toamême das 15-jährige Bestehen. Hervorgegangen ist die Zirkusschule aus einer Zirkuswoche für Kinder, die Urs Egger 1995 im Schönbergquartier durchführte. Heute hat die Schule rund 220 Schüler, Kinder und Erwachsene. Am aktuellen Tournéeprogramm «Ça déménage» sind 21 Jugendliche beteiligt. cs

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