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Judith Giovannelli-Blocher las vor

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Kindheit eines Mädchens in einem puritanischen Pfarrhaus

Judith Giovannelli-Blocher, Sozialarbeiterin, Organisationsberaterin, Supervisorin und Dozentin, Verfasserin zahlreicher Fachpublikationen und einer Biografie über die Arbeiterfrau Hanni Schilt hat, mit Unterbrüchen, geplagt von Ängsten und Selbstzweifeln, 14 Jahre an ihrem autobiografischen Roman geschrieben.

Es ist keine Enthüllungsgeschichte, keine Auseinandersetzung mit ihrem berühmten Bruder, von dem sie heute Welten trennen. Es geht um das emotionelle Klima eines Elternhauses, in dem elf Kinder mit unerbittlicher Strenge zu Gehorsam und Bescheidenheit, zu einem gottgefälligen Leben und zum Dienst am Nächsten erzogen werden. Es geht um unterdrückte Gefühle und Angst vor Nähe, um einen Vater, der von Glaubenszweifeln geplagt wird und in Depressionen verfällt, der selbst unter seiner Strenge leidet; um eine überforderte Mutter, die nur in gelegentlichen Tobsuchtanfällen aus ihrer demütigen Haltung ausbrechen kann. Lore, so nennt sich die Autorin, das widerspenstige und fantasiebegabte Mädchen, rebelliert. Sie lügt, sie stiehlt, um zu prüfen, ob Gott wirklich alles sieht. Die Erwachsenen erscheinen dem Mädchen als in Kisten oder Röhren eingeschlossene Wesen, umschlossen von undurchdringlichen Hüllen, unter denen die Menschen nicht zu erreichen und unberührbar sind. Lores Geschwister bleiben im Buch schemenhaft, obwohl sie als älteste Tochter öfter die Mutterrolle übernehmen musste.
Die Kindheit in den dreissiger und vierziger Jahren wird ganz aus dem Erleben des Mädchens geschildert, aber mit dem Ausdrucksvermögen der sich Jahrzehnte später erinnernden Autorin..

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