Archiv 07.07.2012

Stellensuchende melden sich neu beim RAV an

Für Stellensuchende im Kanton Freiburg gilt bald eine neue Regelung: Sie melden sich nicht mehr bei der Gemeinde, sondern beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum an.

FreiburgDas Freiburger Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) hat sich darauf vorbereitet, die Betreuung stellensuchender Personen bereits ab der Anmeldung zur Arbeitslosigkeit zu übernehmen. Stellensuchende werden sich also schon bald nicht mehr bei ihrer Wohngemeinde, sondern beim nächsten Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) anmelden. Diese Neuerung basiert auf dem Gesetz über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt und hat gemäss einer Mitteilung des AMA folgenden Vorteil: Das RAV kann sich schneller um die stellensuchende Person kümmern. Wie das AMA mitteilt, werden in Zukunft nur noch drei Gemeinden die Anmeldung der Stellensuchenden selber vornehmen: Freiburg, Villars-sur-Glâne und Tafers.

Gemäss dem eben erschienenen Jahresbericht hat das AMA 2001 erfolgreich gearbeitet. Die Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent und lag somit deutlich unter dem nationalen Schnitt. Gemäss Jahresbericht haben Aktivitäten der AMA-Stellen dazu beigetragen; beispielsweise die RAV, welche 10000 Personen betreuten.

Erfolgreich seien aber auch zwei im letzten Jahr eingeführte Massnahmen. Das AMA hat unter dem Namen «Tri-care-Jobs» Jugendlichen mit Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung geholfen. 30 Jugendliche ohne Lösung nach der Orientierungsschule haben so seit September eine Beschäftigung gefunden. Sie arbeiten in drei Ateliers bei Freiburger Unternehmen.

Auch Massnahmen für ältere Personen haben gegriffen. Das Konzept «55+» fördert die Anstellung von Stellensuchenden über 55 Jahren, indem sich der Staat mit maximal 500 Franken monatlich am Beitrag beteiligt, den das Unternehmen an die Pensionskasse des Mitarbeiters überweist. 16 Anstellungen sind so geglückt.

Schliesslich hat das AMA auch 350 Arbeitskontrollen in Betrieben durchgeführt. 92 Prozent der kontrollierten Firmen halten die Gesetze ein; 152 Firmen wurden im Rahmen der Bekämpfung der Schwarzarbeit gemeldet. uh