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Kanton hilft Kindern suchtkranker Eltern

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Rund 100 000 Kinder in der Schweiz wachsen in einem Elternhaus auf, das von Alkohol oder anderen Substanzen schwer belastet ist. Dies geht aus einer Schätzung der Stiftung Sucht Schweiz hervor. Diese Kinder wachsen in einem angespannten, konfliktbeladenen und unberechenbaren Umfeld auf. Und sie haben ein erhöhtes Risiko, später selber eine Sucht zu entwickeln oder psychisch zu erkranken.

Geld für Institutionen

Die beiden Grossrätinnen Bernadette Hänni (SP, Murten) und Madeleine Hayoz (CVP, Cressier) zeigen sich ob dieser Situation alarmiert. In einer Anfrage an den Staatsrat wollten sie wissen, was der Kanton in dieser Problematik tut oder zu tun gedenkt.

In seiner Antwort versichert der Staatsrat, dass er sich der Bedeutung des Problems bewusst sei. Der Kanton engagiere sich bei verschiedenen Themen und plane koordinierte Aktionen.

Er verweist auf den Kantonalen Alkohol-Aktionsplan 2018 bis 2021. Darin werden die ­negativen Auswirkungen von problematischem Alkohol­konsum auch auf Kinder erwähnt. Ein früher Kontakt mit Alkohol sei ein anerkannter Gefährdungsfaktor. Deshalb zielt der Aktionsplan darauf hin, dass betroffene Personen und Angehörige die Auswirkungen der Sucht kennen und dass sie unterstützt werden, um dieser entgegenzutreten. Er sehe zwar keine spezifischen Massnahmen für Kinder vor, aber die vorgesehenen Aktivitäten würden indirekt Wirkung auf die genannte Problematik haben.

Die Gesundheits- und Sozialdirektion liefere finanzielle Unterstützung auf verschiedenen Ebenen, heisst es in der Antwort. So unterstütze sie die Stiftung Sucht Schweiz mit einem Beitrag von 12 500 Franken. Auch das kantonale Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit sieht Massnahmen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen abhängiger Eltern vor. Darin inbegriffen ist ein jährlicher Betrag von 10 000 Franken für ein Interventionsprogramm des Netzwerks für psychische Gesundheit.

Mit 10 000 Franken unterstützt die Direktion die Plattform www.ciao.ch, auf der sich Jugendliche über Suchtprobleme und Familie austauschen können. Schliesslich erhält die Stiftung Le Torry einen jährlichen Betrag von 5000 Franken für die Leistung «Alkohol und Familie.» Dieses Programm solle noch ausgebaut werden.

Mehrere Aktionen setzen beim Alkoholkonsum von Jugendlichen an. So soll auf der Notfallstation des Freiburger Spitals HFR eine Massnahme eingeführt werden, bei der Jugendliche mit Alkoholvergiftungen – rund 80 Fälle pro Jahr – systematisch befragt werden. Mit ihrer Zustimmung nimmt die Fachstelle Reper danach Kontakt auf, um die Episode zu besprechen.

Als Pilotkanton dabei

Als interdisziplinäre Massnahme will der Kanton Freiburg zudem als Pilotkanton im nationalen Projekt «Prävention mit Evidenz in der Praxis» mitmachen, schreibt der Staatsrat. Dabei soll ein koordiniertes Gesamtpaket für evidenzbasierte Prävention in der Arztpraxis geschaffen werden.

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