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Karotten schälen mit «Zeit»-Redaktor

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

Beim Kartoffeln- und Karottenschälen auf der Terrasse des Restaurants Seepark in Schiffenen sammelte Peer Teuwsen, Ausland-Korrespondent der «Zeit», gestern seine ersten Eindrücke des Sensebezirks. Im Rahmen des 65. Geburtstags der deutschen Wochenzeitung (siehe Kasten) stattete der schweizerisch-deutsche Journalist der Region gestern seinen ersten Besuch ab. 68-mal reisen die Redaktorinnen und Redaktoren der «Zeit» zu ihren Lesern – zweimal auch in die Schweiz. Peer Teuwsens Reise führte in den Kanton Freiburg, weil sich der Gemeindeverband Region Sense gegen 30 Mitbewerber durchgesetzt hatte. Das Thema des Tages: die Integration der Deutschen im Sensebezirk.

Seit 2006 eingebürgert

«Ich behaupte, dass die Deutschen bei uns gut integriert sind», sagte Nicolas Bürgisser, Präsident von Region Sense. Als lebendiges Beispiel hatte er auch den 70-jährigen Helmut Geissler, einen in der Schweiz eingebürgerten Deutschen aus Giffers, zum Kartoffelnschälen und -essen nach Schiffenen eingeladen. «Ich hatte keine Probleme und wurde überall gut aufgenommen», erinnert sich dieser an seine erste Zeit in der Schweiz. Seit 1992 lebt er in Giffers, 2006 ist er eingebürgert worden. Er sei ein Franke aus Bayern und demnach gar nicht so viel anders als die Schweizer. «Die Franken reden auch nicht gleich drauflos, sondern tasten sich erst einmal ab.» Die Integration der Deutschen stelle vor allem in Zürich ein Problem dar, sagte Peer Teuwsen. Dies habe damit zu tun, dass die Zuwanderung nach Zürich in den letzten Jahren exponentiell zugenommen hat. «Das Problem ist nicht, dass die Deutschen kommen, sondern dass sie in dieser Geschwindigkeit kommen», so der 44-Jährige. Heute leben 300000 Deutsche in der Schweiz.

Peer Teuwsen wurde in Deutschland geboren und lebt bereits seit 36 Jahren in der Schweiz. «Ich fühle mich unterdessen mehr als Schweizer.» Er halte sich jedoch immer noch sehr gerne in Deutschland auf. Vor allem die norddeutsche Art – zurückhaltend und doch schlagfertig – behage ihm.

Unterschiede bei der Arbeit

Vergleicht der Gifferser Helmut Geissler das Arbeitsleben in der Schweiz mit dem in Deutschland, fällt der Vergleich zugunsten der Schweiz aus. Es sei positiv, dass die Hierarchien zwar da, jedoch nicht so stark ausgeprägt seien. Auch Peer Teuwsen hat festgestellt, dass die deutschen Redaktionen sehr viel hierarchischer aufgebaut sind als jene in der Schweiz. Unter den Journalisten herrsche ein stärkerer Ideenwettbewerb. «Sie müssen mehr kämpfen, um ins Blatt zu kommen.»

Seit 2008 leitet Teuwsen das Schweizer Büro der «Zeit». Er arbeitete auch für den Tages-Anzeiger, das Magazin und die Weltwoche.

Nicolas Bürgisser, Peer Teuwsen und Grossrat Ruedi Vonlanthen (v.l.) mussten für ihr Mittagessen schuften.Bilder Aldo Ellena

Helmut Geissler (Dritter v.r.) wuchs in Bayern auf. ASS-AG-Direktor Stefan Schoen (r.) stammt aus Ostfriesland.

«Die Zeit»: Mit der deutschen Wochenzeitung verheiratet

Die Zeit» erscheint jeden Donnerstag. «Es gibt ‹Zeit›-Leser, die mit dieser Zeitung verheiratet sind», sagt Peer Teuwsen, Schweiz-Korrespondent der überregionalen deutschen Wochenzeitung. Sie würden «Die Zeit» wöchentlich wie ein Buch lesen.

Der Schweiz-Teil Teuwsens umfasst pro Ausgabe drei Seiten. Darin schreibt er beispielsweise über die Stellung der Schweiz in der Welt, das Verhältnis der Schweiz zur EU oder hinterfragt die «Lebenslügen» der Schweiz, wie er gegenüber den FN erklärt.

50 Prozent Schweizer

Die Hälfte der Leserinnen und Leser dieser Schweiz-Seiten seien Deutsche, die in der Schweiz leben, die andere Hälfte Schweizerinnen und Schweizer. Insgesamt liegt die Auflage der «Zeit» bei rund 505000 Exemplaren. Erscheinungsort ist Hamburg. Herausgeber sind gegenwärtig der Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Josef Joffe.ak

«Die Franken reden auch nicht gleich drauflos, sondern tasten sich erst einmal ab.»

Autor: Helmut Geissler

Autor: In der Schweiz eingebürgerter Deutscher

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