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Käsermeister mit Mut zu Neuem

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Untertitel: Neuer Laden und Lagerkeller bei der Käserei in Jaun

Autor: Von ANTON JUNGO

1998 übernahm der junge Käsermeister Stephan Küttel mit seiner Frau Mireille die Pacht der Käserei Oberbach in Jaun. Überzeugt von seinem Produkt, meldete er sich zwei Jahre später mit seinem Greyerzer für die fünfte internationale Käsiade in Hopfgarten im Tirol an. Und prompt wurde sein Käse mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Zudem erhielt er den Spezialpreis für den besten Käse des Wettbewerbs überhaupt. 2002 holte er sich am weltweit bedeutendsten Käsewettbewerb in den USA die Bronzemedaille. Der Greyerzer aus Jaun war in seiner Kategorie am besten klassiert.

Mit Qualitätsprodukten
neue Kundschaft gewonnen

«Diese Auszeichnungen haben unsere Produkte bekannt gemacht und brachten uns viel zusätzliche Kundschaft», betonte am Freitagabend Mireille Küttel bei der Einweihung eines neuen Gebäudekomplexes in Oberbach. Der an die Käserei angegliederte Verkaufsraum und die Lagerungsmöglichkeiten waren zu eng geworden. Das Ehepaar Küttel entschied sich deshalb für einen Neubau, den es auf eigene Rechnung und ohne öffentliche Gelder erstellen liess. Der Neubau wurde vom Architekturbüro Beat Spicher AG aus Heitenried projektiert.

Der neue Gebäudekomplex, der gegenüber der bestehenden Käserei liegt, umfasst einen grosszügigen Laden, einen Lagerkeller sowie eine Wohnung. Die Lagerräume sind eingerichtet für die Reifung von 3700 Laib Greyerzer. Die Hauptarbeit leis-tet ein Roboter, der die Laibe dreht, wäscht und salzt. Der Laden öffnet sich gegen die Jaunpassstrasse hin. Das Ehepaar Küttel hofft, dass vor allem auch Touristen einen Kaufstopp einschalten.
Alt Ständerat Anton Cottier lobte den Unternehmergeist und das Gottvertrauen des Ehepaars Küttel, das auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit Neues wagt. Er ist überzeugt, dass der Neubau nicht nur dem Jauntal neue Impulse gibt, sondern beispielhaft für die ganze Käsereibranche ist. Er bedauerte, dass die Branchenorganisationen, statt Hilfe zu leisten, dem Tüchtigen noch Steine in den Weg legen. Ortspfarrer Alfons Zahnd empfahl das Bauwerk in einem Segensgebet dem Schutz Gottes.

Alles stimmt zusammen

Die Käserei in Oberbach verfügt über ein Milchkontingent von 1,2 Millionen Liter. Wie Stephan Küttel betonte, stimmt einfach alles. «Die 20 Milchproduzenten liefern Milch von sehr guter Qualität. Das macht es auch möglich, dass ich Qualitätsprodukte herstellen kann», meinte er. Fabriziert wird vor allem Greyerzer. Die Branchenorganisation gesteht der Käserei Jaun ein Kontingent von 102 Tonnen pro Jahr zu. Pro Tag werden zwischen fünf und zwölf Laib hergestellt. Stephan Küttel stellt aber zahlreiche weitere Spezialitäten her wie Bergkäse, Mutschli, Jauntaler usw.

Die Familie Küttel stammt ursprünglich aus dem schwyzerischen Gersau. Aufgewachsen ist Stephan Küttel in Mamishaus bei Schwarzenburg; die Käserlehre hat er in Guggisberg absolviert. Nach verschiedenen Zwischenstationen im Waadtland kam er 1998 nach Jaun.

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