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Kauf des Cardinal-Areals unbestritten, aber wer bestimmt in Zukunft?

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Autor: urs Haenni

Die Botschaft des Grossen Rates ist klar: Mit 93 zu 1 stimmte er dem Dekret über den Kauf des Cardinal-Geländes zu. Er genehmigte so eine Summe von 12,5 Millionen Franken, welche der Kanton zu gleichen Teilen wie die Stadt Freiburg an Feldschlösschen bezahlen wird. Sollte der Generalrat am 27. Juni dem Anteil der Stadt Freiburg nicht zustimmen, würde der Kanton gar den gesamten Kaufpreis von 25 Millionen Franken bezahlen. Die eine Gegenstimme ist überdies nicht als Opposition zu deuten, Grossrat Xavier Ganioz (SP) hatte bei der Abstimmung schlicht und einfach falsch gedrückt.

Eine einfache Gesellschaft

Der Kauf war grundsätzlich von keiner Fraktion in Frage gestellt worden. Allerdings hatte die SVP-Fraktion einen Änderungsantrag über einen Artikel eingereicht, den sie aber anschliessend wieder zurücknahm. Das Dekret sieht als Basis für den Kauf die Form einer einfachen Gesellschaft zwischen dem Kanton und der Stadt Freiburg vor, und in einer solchen Form muss bei Entscheidungen zwingend Einstimmigkeit herrschen. Dies insbesondere wenn es um die zukünftige Nutzung als Technologiepark geht.

Michel Losey (SVP) äusserte die Ansicht, dass die Führung einer solchen Gesellschaft immer einer Instanz übertragen sein muss. Wenn es nämlich zwischen Stadt und Kanton zu Meinungsunterschieden kommen sollte, dann würde vieles blockiert. Auch sein Fraktionskollege Stéphane Peiry hatte zuvor gefordert, die Verantwortlichkeiten zwischen den beiden Partnern müssten erst geklärt sein. Markus Ith (FDP) stellte die Frage, welcher der beiden Partner den Lead innehaben würde. «Unterschiedliche Ideen können die Realisierung verzögern», so Ith. «Ich würde sogar ein noch stärkeres Engagement des Kantons begrüssen.»

Jacques Vial (CVP) antwortete als Sprecher der parlamentarischen Kommission, dass es eine Vereinbarung zwischen Stadt und Kanton geben wird und dass man sicher gemeinsame Lösungen findet.

Staatsrat Georges Godel sagte, auch andere Gesellschaftsformen seien studiert worden, dass man aber die Form der einfachen Gesellschaft als die geeignetste gewählt habe. «Wenn es Probleme gibt, muss man die ausdiskutieren. Es wird aber keine Blockaden geben, weil das Projekt im Interesse beider ist.»

Pierre-Alain Clément (SP) sagte als Ammann der Stadt Freiburg, dass er die Bedenken verstehe. Er präzisierte, dass es erst einmal um den Kauf des Geländes gehe, bevor man über die zukünftige Nutzung bestimmen könne. «Wir werden sicher mit privaten Partnern zusammenarbeiten. Auch die Stadt hat alles Interesse, ihre Attraktivität zu vergrössern.» Gemäss Clément sieht die Vereinbarung zwischen den beiden Partnern eine Prozedur vor, wie man im Falle einer Blockade vorgehen muss.

In der Parlamentsdebatte kamen einzelne Punkte zur Sprache, welche aber den Kauf des Geländes nie in Frage stellten. Diese betrafen beispielsweise die Auflagen des Kulturgüterschutzes, die Sanierung von Altlasten oder die strengen Vorschriften von Feldschlösschen zum Gebrauch der Marke «Cardinal».

Der Grosse Rat des Kantons Freiburg leistete gestern seinen Beitrag, dass das Cardinal-Areal von Feldschlösschen-Carlsberg wieder in Freiburger Besitz übergeht.Bild Aldo Ellena/a

Unia:Neues Projekt für Cardinal-Brauer

Mitarbeiter der Cardinal-Brauerei werden in der Stadt Freiburg eine neue Brauerei auf die Beine stellen. Dies verkündete SP-Grossrat und Unia-Gewerkschaftssekretär Xavier Ganioz an der gestrigen Grossrats-Sitzung. Den FN sagte Ganioz, dass das Projekt in vier Wochen reif zur Präsentation sei. Es werde keine Mikro-Brauerei als Hobby-Betrieb, sondern ein gewerbliches Projekt auch mit Lehrlingsplätzen geben. uh

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