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«Kein Köpferollen veranstalten»

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Vorgestern wurde ein Bericht publik, der fordert, das Personal des Freiburger Spitals HFR solle nicht mehr dem Gesetz über das Staatspersonal unterstellt sein (die FN berichteten). Dies sorgte gestern bei Politikern aller Couleur für emotionale Reaktionen. «Es überraschte mich nicht, dass das zuständige Expertengremium zum Schluss kommt, das HFR solle im Personalbereich flexibler agieren», sagte der CVP-Vizepräsident, Grossrat Markus Bapst (Düdingen), der zusammen mit Grossrat Peter Wüthrich (FDP, Domdidier) letztes Jahr eine Motion zum über zweijährigen Warten auf den entsprechenden Staatsratsentscheid eingereicht hatte. «Dies bestätigt uns, dass wir mit unserer Motion auf dem richtigen Weg waren.» Nun sei Zeit für einen HFR-Gesamtarbeitsvertrag. «Seltsam» findet Bapst die Tatsache, dass der Bericht ausgerechnet jetzt publik geworden sei. «Das muss jemand gewesen sein, der relativ nahe an der Materie ist», mutmasste er. Er empfiehlt aber trotzdem, «wegen dieser Indiskretion kein Köpferollen zu veranstalten».

Auch Peter Wüthrich zeigte sich gestern nicht überrascht über den Bericht. «Dass das HFR-Personal zum Staats­personalgesetz gehört, steht im interkantonalen Vergleich quer in der Landschaft.» Wüthrich kritisiert die Doppelrolle von Anne-Claude Demierre (SP), die gleichzeitig Gesundheitsdirektorin und HFR-Verwaltungsratsmitglied ist. «Das ist absurd», so der FDP-Grossrat. Für den SVP-Kantonalpräsidenten und Grossrat Ruedi Schläfli (Posieux) ist die Situa­tion am HFR «eine Katastrophe». Anne-Claude Demierre habe die Situation schon länger nicht mehr im Griff. Auch er sei im Übrigen dafür, dass das HFR-Personal nicht mehr dem Staatspersonalgesetz unterstellt sein solle.

SP-Kantonalpräsident und Grossrat Benoît Piller (Avry-sur-Matran) zeigte sich überrascht darüber, dass die Medien den Bericht vor den Grossräten zu sehen bekamen. In der Sache sei es für ihn aber klar: Die Herauslösung des Spitalpersonals aus dem Staatspersonalgesetz ist «keine Lösung». Die Situation im Kanton Freiburg sei auch nicht mit jener im Kanton Bern mit seinen tieferen Steuern vergleichbar.

jcg

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