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«Keine einzige Art wird besser geschützt»

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An der Medienkonferenz des Freiburger Komitees des Vereins Jagdgesetz Nein von gestern hat der Präsident der SP Schweiz, der Freiburger Ständerat Christian Levrat, seine Argumente gegen die Änderung des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wild lebender Säugetiere und Vögel dargelegt. Am 27. September entscheidet das Volk über das revidierte Gesetz. Für Levrat öffnet dieses den Kantonen Tür und Tor, damit sie Wildtiere zum Abschuss freigeben können. Es sei aber klar die Aufgabe des Bundes, Wildtiere zu schützen. «Die Kantone haben in der Vergangenheit schliesslich nicht immer eine gute Figur gemacht», fügte Levrat hinzu. Den Wolf prophylaktisch abschiessen zu dürfen, ist für den Freiburger Ständerat ein komplett falscher Weg. Im Parlament sei der Biber bis kurz vor Ende der Debatte auf der Liste der regulierbaren geschützten Wildtiere aufgeführt gewesen. Aus rein taktischen Gründen habe man den Biber wieder entfernt und die Kompetenzen so verlagert, «dass der Bundesrat die Liste erweitern kann». Das Gesetz sei zudem eine verpasste Chance, «Arten in die Liste der geschützten Wildtiere aufzunehmen, die den Schutz benötigen». Er hoffe auf eine zweite Chance, das Gesetz zu überarbeiten, «wir können es besser machen». Ein Nein biete die Chance, eine pragmatische Lösung zum Wolf und zum Höckerschwan umzusetzen.

«Mit dem neuen Gesetz wird keine einzige Art besser geschützt», sagte der Biologe Jérôme Gremaud an der Medienkonferenz. Die Jagd auf Waldschnepfen sei nicht gerechtfertigt. Die Waldschnepfe, der Birkhahn und das Alpenschneehuhn richteten keinen Schaden an und würden vom Bund auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten aufgeführt. Die Wildtiere stünden wegen des Klimawandels und des Verlusts von Lebensraum zunehmend unter Druck. «Indem das neue Jagdgesetz diese Arten trotz ihres prekären Status als jagbar beibehält, respektiert es das Prinzip der Nachhaltigkeit nicht, das in seiner Präambel aufgeführt wird.» Es gebe zwischen 1000 und 4000 männliche Waldschnepfen in der Schweiz, die Gesamtzahl inklusive Weibchen belaufe sich also auf ungefähr das Doppelte. «Es werden jedes Jahr rund 2000 Waldschnepfen abgeschossen, 100 bis 140 im Kanton Freiburg.» Bei einigen Arten trage die Schweiz eine grosse Verantwortung, weil sie ihren Lebensraum in den Alpen fänden.

Auch die CVP-Grossrätin Madeleine Hayoz sprach sich an der Medienkonferenz für die Wildtiere aus: «Ich liebe den Biber und er tut keinem Menschen etwas.»

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