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Keine Lust auf Leistung

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Studie der Universität Freiburg

In Frankreich avancierte ein Buch mit Ratschlägen, wie man bei der Arbeit möglichst wenig tut, ohne dabei aufzufliegen, letztes Jahr auf Anhieb zum Bestseller. Dass das Phänomen der innerlichen Kündigung auch in der Schweiz nicht unbekannt ist, zeigt eine Befragung, die von Freiburger Wirtschaftswissenschaftlern bei 109 Personalverantwortlichen in der Deutschschweiz durchgeführt worden ist.Von einer innerlichen Kündigung spricht man, wenn ein Mitarbeiter zwar seine Stelle behalten will, sich jedoch in keiner Weise mehr engagiert und gleichzeitig versucht, seine Leistungsverweigerung zu tarnen. Im Schnitt gehen die Befragten davon aus, dass das auf rund 14 Prozent ihrer Angestellten zutrifft.

Kleine Firmen weniger betroffen

Auffallend ist, dass kleinere Unternehmen (bis zu 50 Angestellte) mit einem Anteil von 7,1 Prozent deutlich weniger betroffen sind als mittlere (bis 500 Angestellte) und grosse (mehr als 500 Angestellte) Unternehmen mit Anteilen von 15,5 beziehungsweise 14,2 Prozent. «Es kann sein, dass in Kleinbetrieben eine Reduzierung der erwarteten Pflichterfüllung schneller erkannt wird als in der Anonymität eines Mittel- und Grossbetriebes», meint der Freiburger Wirtschaftsprofessor Bernd Helmig.Unterschiede sind auch zwischen den verschiedenen Branchen festzustellen. Während Banken, Versicherungen und öffentliche Verwaltungen weit über dem Durchschnitt liegen, weisen Pharma- und Chemiefirmen sowie Beratungsunternehmen die tiefsten Werte auf.

Zwischenmenschliches ist wichtig

Die Hauptursachen der inneren Kündigungen liegen nach Meinung der Personalverantwortlichen in der Mitarbeiterführung durch den direkten Vorgesetzten sowie im Klima innerhalb des Teams. «Dieses Ergebnis zeigt, dass zwischenmenschliche Beziehungen im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle spielen», erklärt der Projektleiter der Studie, Pascal Schumacher.Der Grossteil der Unternehmen weiss nicht, wie Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, enttarnt werden können. Nur gerade vierzig Prozent der Befragten gaben an, die Instrumente dafür zu besitzen. «Angesichts der hohen Kosten, welche innere Kündigungen verursachen, liegt dieser Wert unerwartet tief», so der Freiburger Projektmitarbeiter Lukas Bucheli, für den die Studie Teil seiner Bachelor-Arbeit war. Als häufigstes Mittel wurde das Mitarbeitergespräch aufgeführt.Besser für alle Beteiligten ist aber, wenn dem Motivationsschwund vorgebeugt werden kann. Deshalb sind für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen die Weiterbildung und das Coaching von Führungskräften von grosser Bedeutung. fm/Comm.

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