Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Keiner zu klein, im Orchester zu sein

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Schülerorchester des Konservatoriums Freiburg spielt Antonio Vivaldi

«La musique doit passer» – das ist der grösste Wunsch des Orchesterchefs und Cellisten Pierre-Bernard Sudan. Wie diese Musik in den Herzen der Konzertbesucher ankommen wird, weiss er noch nicht, am Engagement der Musiker wird es sicher nicht fehlen. Ist das Werk Vivaldis nicht zu anspruchsvoll für die Musikschüler des Konservatoriums? Einige der Musiker sind erst 12-, viele 15- und 16-jährig. Thierry, 17, Alto: «Vivaldi ist für die Geiger schon anspruchsvoll, für dieses Konzert muss ich eine halbe Stunde täglich üben. Es macht aber viel Spass, wir haben es im Orchester eben sehr lustig zusammen.»

Laurence, 14, Cellistin: «Schwierig ist es manchmal schon, aber wir arbeiten ja viel daran. Wir hatten schon kompliziertere Stücke. Die vier Jahreszeiten machen Spass.» Olivier, 19, Cellist: «Ich finde Vivaldi nicht schwieriger als andere Komponisten. Bei den schnellen Passagen müssen wir aufpassen, dass wir im Tempo bleiben. Manchmal braucht es etwas Geduld mit den viel Kleineren im Orchester.» Pierre-Bernard Sudan weiss, was er seinen Orchestermitgliedern zutrauen kann. Mit den Minis, den etwa 8- bis 12-jährigen Schülern arbeitet er in der Vorbereitungsklasse. Sobald sie musikalisch sicherer sind, wechseln sie ins Schülerorchester über.
Meistens werden sie aber von ihren Lehrern vorgeschlagen. Simon Zeller, Cellolehrer, Ursula Romanato und Irmgard Fischli, Geigenlehrerinnen, sind die drei «Hauptlieferanten» des Schülerorchesters.

Argumente der Musiklehrer

Für Simon Zeller gibt es mehrere Argumente, die für ein Mitmachen im Orchester sprechen: «Jeder Musiker muss seinen Platz finden in der Musiklandschaft», der soziale Aspekt, das Arbeiten mit Gleichgesinnten, die manchmal auch Probleme haben mit schwierigen Stücken, gehöre dazu. Auch Motivationsprobleme können besprochen werden, jedem fehle einmal die Lust zum Üben. Ursula Romanato sieht im Mitmachen ihrer Geigenschüler im Orchester nicht eine zusätzliche Belastung. Wer sich für den Geigenunterricht entscheide, der steuere fast automatisch hin zum Spielen im Orchester: «Der Musikunterricht beschränkt sich nicht aufs Notenlesen und das Erlernen einer guten Technik, es braucht auch den Austausch mit anderen Musikern,
das Teilen von schönen Erlebnissen
mit Kollegen», erklärt Ursula Romanato.

Bei den Proben mit seinem Orchester muss Pierre-Bernard Sudan meistens nur zweimal in die Hände klatschen: «Mes amis, on commence», dann sitzen die jungen Musiker ruhig und konzentriert da und spielen. Am Konzert vom kommenden Sonntag, 20. Februar, muss der Einsatz auf das Zeichen des Taktstockes hin erfolgen.
Zusätzlich zur Musik wird der Originaltext von Verdis «Le quattro staggioni» von Daniele Dell’Agnola und Jacqueline Sudan gelesen und auch während des ganzen Konzertes auf eine Grossleinwand projiziert. «Es ist eine sehr beschreibende Musik», erklärt Pierre-Bernard Sudan.

Le printemps est là,
salué par de joyeux chants d’oiseaux,
sous le souffle des zéphirs,
l’eau ruisselle dans un doux murmure.

Erste Strophe des Werkes

Mehr zum Thema