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Kerzers soll ein Fernwärmenetz erhalten

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In Kerzers möchte Groupe E Celsius, zusammen mit der Gemeinde und Gemüseproduzenten, ein Fernwärmenetz errichten. Gemeinderat Martin Maeder und Roland ­Bürgy, Leiter Verkauf und Marketing von Groupe E Celsius, stellten am Dienstag an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung die Pläne für einen Wärmeverbund Kerzers vor.

Bürgy nannte als Investitionsvolumen einen Betrag zwischen 12 und 20 Millionen Franken. Herzstück ist die Heizzen­trale zwischen der Indus­triezone Stöckenteilen und den Gewächshäusern von Ried. Letztere gehörten Gemüseproduzenten, welche die Initiative für den Wärmeverbund ergriffen hätten, sagte Maeder. Denn die Grossverteiler wollen ab 2025 nur noch Gemüse aus Gewächshäusern abnehmen, die mit erneuerbaren Energien beheizt werden (die FN berichteten).

Holzschnitzel aus der Region

Die Wärme des Verbunds werde zu mindestens 80 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region erzeugt werden, sagte Bürgy. Zusätzlich gebe es einen Gaskessel. Dieser komme im Sommer zum Einsatz, wenn die Holzkessel während der jährlichen Revision ausser Betrieb seien. Im Winter werde auf den Gaskessel zurückgegriffen, um eine erhöhte Nachfrage nach Wärme bei kurzfristigen Kälteperioden von -10 bis -15  Grad Celsius zu befriedigen.

Das Fernwärmeprojekt sei aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, erläuterte Maeder. Weil Holz aus der Region importiertes Gas und Erdöl ersetze, nähmen die CO2-Emissionen ab und die Abhängigkeit vom Ausland sinke. Mit einer Holzschnitzelverbrennung «wird auch minderwertiges Holz einer guten Nutzung zugeführt».

Gemäss Bürgys Zeitplan werde sich die Gemeindeversammlung von Kerzers im Dezember mit dem Wärmeverbund befassen. Im Frühling könnte die Projektierung abgeschlossen sein. Ein Baubeginn sei im Herbst 2020 denkbar und die Inbetriebnahme der ersten Leitungen im Frühjahr 2021.

Der Gemeinderat führe derzeit Verhandlungen mit Groupe E Celsius, sagte Gemeinderat Maeder den FN. Damit das Geschäft tatsächlich an der nächsten Gemeindeversammlung traktandiert werden könne, müssten diese rechtzeitig abgeschlossen werden.

Rahmenkredit

Klares Ja der Kerzerser zur längeren Wasserrutschbahn

Der Ersatz und die Verlängerung der Wasserrutschbahn in der Badi Kerzers war am Dienstagabend unbestritten: An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung sprachen sich fast alle 108 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für den Rahmenkredit von 575 000 Franken aus; nur etwas mehr als ein Dutzend Personen waren dagegen. Eine genaue Zählung erübrigte sich. Wortmeldungen aus der Versammlung gab es zu diesem Traktandum nicht.

Zuvor hatte Gemeinderat René Stüssi den Kredit und seine Notwendigkeit erläutert. Die 1997 erstellte Rutschbahn habe eine Restlebensdauer von zwei bis drei Jahren. Würde der Austausch jetzt stattfinden, seien Synergien mit der derzeit stattfindenden Gesamtsanierung des Freibades möglich.

«Wenn wir erst in zwei bis drei Jahren die Rutschbahn ersetzen, drohen Zusatzkosten von 90 000 Franken», sagte Stüssi. Dann müssten neu gemachte Wege wieder aufgerissen werden. Der Ersatz und die Verlängerung der Rutschbahn auf neu 129 Meter steigere die Attraktivität der Badi für Jüngere, war ein weiteres Argument von Stüssi für den Rahmenkredit.

Kommission war dagegen

Die Finanzkommission empfahl den Stimmbürgern, den Kredit abzulehnen. Die Einnahmen der Badi deckten nicht die Kosten, so dass die Gemeinde den Betrieb der Badi subventioniere. Deshalb sollten Investitionen in einem gesunden Rahmen bleiben. Die Kommission schlug vor, den Ersatz der Rutschbahn ohne Verlängerung zu prüfen.

Die Stimmbürger folgten der Kommission jedoch nicht. Stüssi zeigte sich nach der Versammlung überrascht, dass der Kredit so schnell angenommen wurde. Auch die Bevölkerung habe das Bedürfnis nach der neuen Rutsche gesehen.

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