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Kicker und Lamas

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Offenbar kam ich ihm zu nahe, es fühlte sich von mir bedroht, ärgerte sich. Als ich mich umdrehte, spuckte es mir eine Ladung in den Nacken: das Lama. Nun werden ja Kamele – Lamas sind eine Kamelart – als nicht besonders intelligent angesehen. Und wenn ein Lama spuckt, so tut es dies aus Trieb.

Was aber, wenn ein Fussballer seinem Gegenspieler in den Nacken spuckt? Nun, es wäre ungerecht, die Intelligenz eines Profikickers mit derjenigen eines Lamas zu vergleichen. Trotzdem: Kürzlich habe ich gelesen, dass ein Fussballprofi pro Jahr zirka 1000 «Köpfler» erhält. Das sind immerhin fast 20 Knaller pro Woche resp. vier Erschütterungen des Gehirnträgers pro Wochentag.
Angesichts des Verhaltens des Schweizer Stars in Portugal ist die Frage sicherlich berechtigt, ob am Ende diese 1000 Schläge auf den Kopf nicht doch Spuren hinterlassen haben. Zumindest ist es vorstellbar, dass sie gewisse Hirnwindungen dermassen beschädigt haben, dass der arme Betroffene, der sich gerne in der Rolle eines Vorbildes und Idols sieht, die Wahrheit nicht mehr zu erkennen vermag.
Das könnte doch eine mögliche Erklärung für sein Verhalten ergeben, oder nicht? Nicht erklärbar ist das Tamtam, welches Funktionäre und Presse aus dieser Primitivität gemacht haben. Seit Wochen beschäftigen sich die Medien mit dieser Geschichte. Und jetzt wurde sogar eine Untersuchungskommission unter Leitung eines ehemaligen Politikers eingesetzt, was sogar eine Meldung im Fernsehen wert ist.
Wohin treibt ein Land, wenn die Spuckerei und Lügen eines Kickers und einiger Verbandsfunktionäre über Wochen die Zeitungen füllen? Man kann es allerdings auch positiv sehen: Glücklich ein Land, das keine anderen Fragen beschäftigt als diejenige, ob ein völlig unbedeutender Kicker gespuckt hat oder nicht und ob Funktionäre einer völlig unbedeutenden Fussballmannschaft gelogen haben oder nicht.

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