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Kinder müssensich nicht mehr verstecken

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Kinder müssensich nicht mehr verstecken

Heilpädagogische Schule «Aluna» in Cartagena, Kolumbien

In einem von Armut, Bürgerkrieg und Drogenhandel gebeutelten Land wie Kolumbien leiden behinderte und arme Kinder besonders unter der aussichtslosen Zukunft. Willkommene Hilfe bieten Projekte wie die Heilpädagogische Schule «Aluna» in Cartagena.

Von ANDREA ZOSSO
(Texte und Bilder)

Seit 1985 ist die «Grupo Colombo Suizo de Pedagogía Especial» im heilpädagogischen Wesen in Kolumbien tätig. Sie unterstützt zusammen mit lokalen Partnerorganisationen, politischen Behörden und einheimischem Fachpersonal die Entwicklung einer den kolumbianischen Verhältnissen entsprechenden «Pedagogía Especial» (Heilpädagogik) und fördert behinderte Kinder und Jugendliche gemäss ihren besonderen Bedürfnissen.

Gegründet wurde die Grupo Colombo Suizo von zwei Schweizer Heilpädagogen und zwei kolumbianischen Ärzten, darunter der bekannte Zürcher Heilpädagoge und Philosoph Prof. Dr. Hermann Siegenthaler. Seit Mai 2002 ist die «Grupo Colombo Suizo de Pedagogía Especial» ein Verein mit Sitz in Forch (ZH) und verfügt über die Zewo-Anerkennung. Unterstützt wird die Arbeit in Kolumbien unter anderem mit Deza-Geldern und Spenden aus der Schweiz.

Ehrgeizige Ziele

Die Grupo Colombo Suizo verfolgt seit ihrer Gründung ehrgeizige Ziele: Behinderte und von Randständigkeit bedrohte Kinder und Jugendliche mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen sollen geschult und gefördert, ihre Familien unterstützt und die Gesellschaft bezüglich Behinderung sensibilisiert werden. Das ist nicht einfach in einem Land, welches mit grossen Problemen wie Bürgerkrieg, Armut und Drogenhandel zu kämpfen hat.

Um diese hoch gesteckten Ziele zu erreichen, engagierte sich die Grupo Colombo Suizo in erster Linie in der Ausbildung von kolumbianischen Heilpädagoginnen und -pädagogen mittels Seminarien und berufsbegleitenden Kursen. Seit 1987 fanden unter der Leitung der Grupo Colombo Suizo sechs Internationale Heilpädagogische Kongresse in Cartagena, an der Karibikküste im Norden des Landes, statt. Des Weiteren wurden verschiedene Nachdiplomkurse für Lehrkräfte in Heilpädagogik angeboten.

Kontakte zu lokalen
und nationalen Behörden

Seit 1996 vertritt Pascal Affolter, Sekundarlehrer mit heilpädagogischer Zusatzausbildung und ehemaliger Schüler von Prof. Dr. Siegenthaler, die Gesamtleitung der Projekte. Es ist ihm gelungen, ein stabiles Netz von Kontakten zu lokalen und nationalen Behörden zu knüpfen.

Von der Schweizer Botschaft in Bogotá mit regem Interesse unterstüzt, ist er für die Anliegen der Grupo Colombo Suizo in allen Belangen zuständig.

Behinderte Kinder wurden versteckt

Nach einer intensiven Bedürfnisabklärung in Bezug auf Schulungs- und Fördermöglichkeiten in Cartagena (historische Stadt an der Karibikküste Kolumbiens) wurde klar, dass es für geistig behinderte und zum Teil körperlich behinderte Kinder praktisch keine Fördermöglichkeiten gab.

Viele Kinder und Jugendliche blieben zuhause und wurden darüber hinaus sogar versteckt. Für Familien aus armen Verhältnissen ist die Situation in einem Land wie Kolumbien besonders schwierig, weil sie nicht nur von der Armut, sondern auch von der Behinderung ihres Kindes betroffen sind.
1999 konnte in Zusammenarbeit mit betroffenen Eltern und unter der Leitung von Pascal Affolter die heilpädagogische Schule «Aluna» eröffnet werden. Mit anfänglich 32 Kindern und Jugendlichen, ist sie bis 2001 zu einer Schule mit über 100 Schülerinnen und Schülern im «Aluna» und 60 Schulkindern im Satellitenprojekt Policarpa, einem Armenviertel von Cartagena, gewachsen.

Platzmangel und der schlechte Zustand des Gebäudes führten dazu, dass bald ein neuer Standort für «Aluna» gesucht werden musste (siehe Text weiter unten).

Das neue Schulhaus steht, der Unterricht und die Therapien werden mit viel Engagement durchgeführt – und trotzdem bleibt man weder in Cartagena noch im Vorstand hier in der Schweiz stehen.

Ausblick in die Zukunft

Das Team von «Aluna» gibt zweimal jährlich eine Fachzeitschrift heraus, es werden heilpädagogische Kurse angeboten, und mit Marianne Willen aus Biel (Vorstandsmitglied der Grupo Colombo Suizo) konnte eine Ergotherapeutin für sechs Monate engagiert werden, die zusammem mit dem einheimischen Team eine Ergotherapiestelle aufbauen wird. Es ist bereits das dritte Engagement einer therapeutischen Fachkraft aus der Schweiz für «Aluna».

Für alle Beteiligten waren diese Fachkurse bisher eine reiche und nachhaltige Erfahrung. Zudem ist die Planung für den Ausbau des Schulhauses und der Satellitenprojekte in vollem Gange. In einer weiteren Bauphase sollen unter anderem Werkstätten angegliedert werden, wo Jugendliche eine praktische Ausbildung und Beschäftigungsprogramme geniessen können.

Grosse Solidarität

Kolumbien ist – wie erwähnt – ein Land, das mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Dank dem unermüdlichem Einsatz von Personen mit einer festen Überzeugung, einem Glauben, einer grossen Portion Durchhaltevermögen und nicht zuletzt einer grossen lokalen, nationalen und internationalen Solidarität ist es auch in diesem Land möglich, solche Projekte zu realisieren.

Die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien danken dafür und hoffen, dass die Solidarität und Spendenfreudigkeit anhält, damit die anfallenden Kosten für Unterricht, Unterhalt und Weiterausbau gedeckt werden können.

Weitere Informationen: www.grupocs.org oder www.centroaluna.org; Spendenkonto: UBS AG Zürich, Kontonummer 251-816897.40T

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