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Kino, Konzert und Sport für alle: Freiburg will eine Kulturlegi einführen

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Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg35 000 Franken hat der Freiburger Gemeinderat im November gesprochen, wie er im Heft «1700» bekannt gab: Damit soll das Projekt der Kulturlegi aufgegleist werden. Die Städte Bern, Thun, Zürich, Winterthur, Luzern und Chur kennen dieses Angebot bereits. Die Legi gibt Menschen in finanziellen Schwierigkeiten die Möglichkeit, Kultur-, Sport- und Bildungsangebote zu vergünstigten Preisen zu buchen. Die Gemeinden arbeiten mit dem Hilfswerk Caritas zusammen, welches die Kulturlegi ausgibt.

«Wir sind die erste Stadt in der Westschweiz, welche die Kulturlegi anbieten will», sagt Markus Baumer, Kulturdelegierter der Stadt Freiburg. Der Ausweis diene der Kulturvermittlung, einem Legislaturschwerpunkt des Gemeinderats. «Rund zehn Prozent der Stadtbevölkerung haben kein Geld, um sich einen Kinoeintritt oder ein Konzertbillet zu kaufen», sagt Baumer. Diese Menschen sollen mit der Kulturlegi Zugang zu Kultur, Sport und Bildung erhalten.

Details aushandeln

Im nächsten Jahr müssen nun Stadt und Caritas die Details ihrer Zusammenarbeit aushandeln. Dabei geht es auch um die Frage, welche Personen die Kulturlegi beziehen können. Denn nicht nur Sozialhilfebezüger sollen einen solchen Ausweis erhalten: «Vielfach geht es den Leuten, die gerade knapp keine Sozialhilfe erhalten, finanziell am schlechtesten», sagt Baumer. Also muss die Stadt zusammen mit Caritas aushandeln, wer eine Legi erhält und mit welchen Dokumenten die Personen belegen müssen, dass sie in einer finanziell schwierigen Situation stecken. Das kann beispielsweise die Steuererklärung sein.

Haben Caritas und Freiburg solche Details einmal geregelt, gehen sie auf die Suche nach Partnern: Sie werden Kultur-, Sport- und Bildungsorganisationen kontaktieren und versuchen, mit ihnen Verträge auszuhandeln. «Die Veranstalter gewähren Rabatte – sie gewähren die Rabatte aber einer Gruppe von Personen, die heute ihr Lokal nie besucht», sagt Baumer: «Mit dem Mitmachen bei der Kulturlegi verlieren die Veranstalter also kein Geld, sondern gewinnen ein neues Publikum.»

Nur wenn genügend Veranstalter mitmachen, kann die Kulturlegi angeboten werden. Das ist vielleicht schon im nächsten Herbst der Fall, vielleicht erst im Jahr 2010 – je nachdem, wie schnell Caritas und die Stadt Veranstalter finden, die sich beteiligen.

In der Rechnung 2008

Das neue Angebot der Stadt Freiburg wird zu einem Zeitpunkt bekannt, da der Generalrat das Budget 2009 zurückgewiesen hat und bürgerliche Parteien harte Sparmassnahmen verlangen. Baumer betont, dass die 35 000 Franken für die Kulturlegi noch über die Rechnung 2008 laufen und dass es eine Anstossfinanzierung ist: «Dieser Betrag wird nicht regelmässig wiederkommen; später sollte die Kulturlegi ohne Beitrag der Stadt funktionieren.»

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