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Klänge, Massagen und Psychologie

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In der Schweiz nehmen rund 30 Prozent der Bevölkerung Komplementärmedizin in Anspruch. Vor zwanzig Jahren waren es erst rund 15 Prozent. Diesem Trend folgt auch das Gesundheitszentrum in Schwarzsee, das anfangs September eröffnet (siehe Kasten). Die FN haben beim Professor für Hausarztmedizin der Universität Freiburg, Pierre-Yves Rodondi, nachgefragt, weshalb die Komplementärmedizin immer beliebter wird.

Pierree-Yves Rodondi, vertrauen die Menschen der Schulmedizin nicht mehr?

Nur weil immer mehr Menschen Komplementärmedizin brauchen, heisst das nicht, dass sie nicht auch konventionelle Therapien beanspruchen. Wir wissen nicht, wie viele Personen für dieselbe Krankheit beide Formen berücksichtigen.

Alternativmedizin ist ein weiter Begriff. Können Sie pauschal beurteilen, wie nützlich sie ist?

Es gibt über hundert komplementäre Heilmethoden. Bei einigen, beispielsweise der Akupunktur oder der Osteopathie, gibt es wissenschaftliche Belege für ihre Wirkung. Diese beiden Therapien wirken bei chronischen Schmerzen nachweislich sogar besser als herkömmliche Medikamente. Bei anderen Formen gibt es keine Belege, und so kann auch nicht gesagt werden, wie nützlich sie sind und ob sie überhaupt nützen.

Kritiker sagen, dass Komplementärmedizin höchstens einen Placeboeffekt habe. Stimmt das?

Wir können nicht sagen, dass alle Formen auf dem Placebo­effekt basieren. Einige haben einen Placeboeffekt, andere wiederum, wie eben auch die Osteopathie, wirken besser als ein Placebo.

Also sorgen sie teilweise auch einfach nur für ein besseres Wohlbefinden?

Für einen Arzt ist es wichtig, dass Therapieformen gegen ein Gesundheitsproblem genutzt werden und nicht um – plakativ gesagt – zu wellnessen. Natürlich ist Letzteres auch wichtig, aber nicht im medizinischen Kontext. Wenn sie beispielsweise Schmerzen lindert, dann ist die Komplementärmedizin eine gute Sache. Wichtig ist, dass die Patientinnen wissen, warum sie eine Therapie machen und wie lange sie diese machen. Wenn nach 30 Akupunktursitzungen keine Linderung eintritt, sollte man sich fragen, ob es einem hilft.

Was ist Ihre Meinung zum Beiziehen von alternativen Methoden bei schwerwiegenden Krankheiten wie beispielsweise Krebs?

Wenn der Therapeut eine gute onkologische Ausbildung hat, ist es unterstützenswert. Wenn ein Patient zum Beispiel Rückenmetastasen hat, gibt es ein Risiko für Frakturen, und der Therapeut muss sich dessen bewusst sein. Es gibt immer mehr wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Komplementärmedizin Krebspatienten helfen kann gegen Schmerzen, Fatigue, Schlafprobleme oder Depressionen.

Weshalb steigt die Anzahl der Personen, die alternative Medizin beanspruchen?

Wenn die Franchise von Patientinnen und Patienten hoch ist, sind die Kosten für alternative Behandlungsmethoden tiefer. Ich habe in der Praxis erlebt, dass Patientinnen und Patienten auch wegen der tieferen Kosten Komplementärmedizin beanspruchen möchten. Wir stellen neu aber auch den Trend fest, dass sich die Menschen mehr um ihren Einfluss auf die Umwelt sorgen. Viele Patientinnen und Patienten fragen nach natürlichen pflanzlichen Medikamenten.

Eröffnung

Zentrum für Gesundheit, Geschäftliches und den Gaumen

Vor dem Gebäude des neuen Bildungs- und Gesundheitszentrums in Schwarzsee laufen die letzten Bauarbeiten. Im Innern riecht es nach frischer Farbe, doch ist vieles schon bereit für die Öffentlichkeit. Am 5. September eröffnet das Zentrum, das sich dem Wohlergehen verschrieben hat. In der Mitte befinden sich Seminarräume für Weiterbildungen oder private Anlässe, im linken Teil ein Restaurant, das von Raphaela und Roland Hammer aus St. Antoni geführt wird.

Besonders ins Auge sticht aber das breite Angebot des Zentrums. Es umfasst vieles, was unter Komplementärmedizin zusammengefasst werden kann: vom sogenannten bewussten Haareschneiden über Energiearbeit hin zu Logopädie oder psychologischer Unterstützung. Wer im Gesundheitszentrum Räucherstäbchen erwartet, lieg jedoch daneben. Nur Details wie ein Kristall auf einer Kommode weisen darauf hin, dass hier andere Behandlungsmethoden als in herkömmlichen Arztpraxen angewandt werden. Vor der Schulmedizin möchten sich die Initianten des Zentrums aber nicht verschliessen. «Uns ist die Zusammenarbeit mit der klassischen Medizin wichtig», sagt Alexander Vonlanthen, während er und seine Frau Susan durch das neue Gebäude führen. Das Zentrum wolle die Menschen gesamtheitlich unterstützen und den Besucherinnen und Besuchern einen Ort für eine Auszeit bieten – daher auch der Standort in der Natur. «Bei den Behandlungen geht es nicht primär ums Heilen, sondern darum, den Heilungsprozesse zu begleiten», so Alexander Vonlanthen.

sf

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