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Klirrende Kälte beeinträchtigt das Gewerbe

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Klirrende Kälte beeinträchtigt das Gewerbe

Wie das Baugewerbe, der Gartenbau und die Modebranche auf eisige Temperaturen reagieren

Die Nachfrage nach Heizöl ist drastisch gestiegen. Im Baugewerbe hingegen geht praktisch nichts und von der Frühlingsmode will auch niemand etwas wissen: Eine Umfrage der FN zu den ungewöhnlich tiefen Temperaturen.

Von IRMGARD LEHMANN

Eine sibirische Kälte und die Landi Düdingen hat Hochbetrieb. Bereits um sieben Uhr morgens wird dringend nach Heizöl verlangt, sagt Franz Jeckelmann, verantwortlich für den Landimarkt. «Gestern Morgen mussten wir sechs Mal ausrücken, um leere Tanks zu füllen.» Durch die anhaltende Kälte in den letzten Wochen sei der Heizölverbrauch stark gestiegen und somit auch die Nachfrage, bemerkt Jeckelmann.

Der hohe Literpreis habe die Kunden aber auch davon abgehalten vor Jahresbeginn ihre Tanks zu füllen. «Alle hofften, dass die Ölpreise wieder sinken werden.» Doch das war nicht der Fall – im Gegenteil. Anfang Januar lag der Literpreis bei 54 Rappen und gestern bei 64 Rappen (seit den Krisenjahren 1974 nie mehr so hoch) «Fast doppelt so hoch wie im Februar 2004 mit 38 Rappen», bemerkt Jeckelmann.

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Lahm gelegt ist hingegen das Baugewerbe. Von der rund 25-köpfigen Belegschaft der Bauunternehmung Zumwald Otto AG in Schmitten ziehen bis zu 20 Personen Arbeitslosengelder. «Die Bautätigkeit ist quasi eingestellt», sagt Bauführer Pascal Egger. Bei diesen eisigen Temperaturen sei das Betonieren unmöglich. «Betonieren bei frostigem Grund würde das Risiko von späteren Rissen erheblich erhöhen.»

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Mit Einbussen konfrontiert ist ebenfalls das Gartencenter Aeby-Kaderli in Düdingen. Ein Frühlingsverkauf habe praktisch nicht stattgefunden, hiess es von Seiten der Geschäftsleitung. Eingekaufte Frühlingsblumen verwelken. Und das Personal? Ein Grossteil mache «Zwangsferien».

Mit Schäden rechnet auch die Baumschule Brülhart Marcel AG. «Frostempfindliches Gehölz wie etwa der Kirschlorbeer wird die eisigen Temperaturen nicht überstehen», sagt Marcel Brülhart. Etwas weniger Sorgen machen ihm aber die Nadelhölzer. Eine Blautanne halte Temperaturen bis zu minus 35 Grad aus. «Allgemein sind Pflanzen in feuchtem Boden vor Frost besser geschützt als solche in Trögen.»

Dem Team sind allerdings die Hände gebunden bezüglich Vorbereitungsarbeiten. «Die Arbeit staut sich zusehends und der Verkauf stagniert», sagt Brülhart.

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Etwas verloren auf ihren Posten sind die Verkäuferinnen in den Modehäusern. Im Schaufenster die Frühlingsmode und keiner will sie. «Wir haben minus 15 Grad und keinen einzigen Wollmantel mehr im Sortiment», sagt Albert Angéloz vom gleichnamigen Modehaus in Freiburg.

Die Strategie der Modebranche sei einfach falsch. Im November beginne der Ausverkauf und im Februar sei bereits die Sommermode in den Regalen. Angéloz fordert Umdenken und erhofft sich mehr Flexibilität durch die sich abzeichnende Tendenz, nicht mehr saisonal beliefert zu werden, sondern wöchentlich.

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Frostige Temperaturen auch in Rom. Angesichts dieser Tatsache haben die Affen im römischen Zoo Pullover und Wäremflaschen bekommen. Auch erhielten sie warmen Tee und zusätzliche Futterrationen. Ob das Wild in unserer Region auch speziell versorgt werde? «Nein», sagt Wildhüter Erich Pessard. «Das Wild ist ausgerüstet und legt sich Winterwolle zu». Was aber den Gämsen, Rehen und Kleintieren wie etwa den Schneehasen zusetze, sei der Schnee, der wegen der Kälte auf der Bergkuppe liegen bleibt. «Bei normalen Wintertemperaturen finden die Tiere auf dem Berggrat immer wieder Futter.» Gefahr drohe den Tieren aber auch von Tourenfahrern, die Kleintiere vielfach aufschrecken und aus ihren Höhlen vertreiben. Bei minus 20 Grad auf einem Baum oder sonstwo überlebe das Tier kaum. Wildhüter Peissard empfiehlt den Wintersportlern gutes Beobachten, um allenfalls das Gehege grossräumig zu umgehen.

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