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Konkrete Ziele vor Begleitmassnahmen

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Informationsabend in Freiburg über die Poyabrücke

Autor: Von CHRISTIAN SCHMUTZ

Auf ihrer Pilgerreise durch den Kanton Freiburg verkünden Staatsrat Beat Vonlanthen und Kantonsingenieur Claude Morzier in diesen Tagen die frohe Botschaft von der Poyabrücke. Am Montagabend haben sie in Freiburg angehalten und den rund 70 Anwesenden politische, technische und finanzielle Aspekte aufgezeigt.«Es ist eine Brücke des Dialogs und eine Brücke für die Zukunft», zeigte sich Vonlanthen überzeugt. Alles sei gut durchdacht, und es sei «das richtige Projekt zur richtigen Zeit und am richtigen Ort». Mit den 58 Millionen Franken, die zur Abstimmung kämen, würden Brücke, Anschlusstunnel und Ausbau der Murtenstrasse zwischen St. Leonhard und Autobahn auf vier Spuren bewerkstelligt. Der Bund übernehme weitere 60 Mio. Franken.Ausserdem würden laut Vonlanthen bis zu 15 Mio. Franken für Begleitmassnahmen bereitgestellt – 7,5 Millionen vom Bund sowie bereits fürs Budget 2007 vom Gemeinderat vorgesehene 3,5 Millionen von der Stadt Freiburg. Hier nun kamen die kritischen Stimmen aus der Zuhörerschaft: Fürs Schönbergquartier, das bis zu 20 Prozent mehr Verkehr bekäme, werde nichts getan, die Autofahrer würden sowieso durch die Unterstadt und andere Quartiere ausweichen, und schliesslich sei auch Granges-Paccot massiv betroffen.Gemäss Kantonsingenieur Morzier stehen viele Optionen bereit, aber im Mittelpunkt seien die Ergebnisse und nicht die Massnahmen. «Vor der Eröffnung der Poyabrücke wird auf allen Quartierstrassen der Verkehr gemessen und auf dieser Stufe plafoniert. Falls dann die Brücke Mehrverkehr zur Folge hat, setzt die Stadt konkrete Massnahmen um. Massnahmen sind ja nur da, um Ziele zu erreichen», sagte Morzier. Er versprach, dass die Quartiere keine Negativfolgen der Brücke zu spüren bekämen, auch wenn heute noch keine Massnahmen vorgestellt würden. Auch im Schönberg würden bei erhöhten Lärmbelastungen Lärmschutzwände aufgestellt sowie Fenster ausgetauscht.Nach dem Bau der Poyabrücke wird die Zähringerbrücke nur noch für Busse und den Langsamverkehr befahrbar sein. Warum man nicht beides für Autos offen lasse, wollte ein Bürger wissen. «Mit einer Umlagerung der Autos gibt es in Freiburg keine Mobilitätslösung», sagte Morzier. Eine solche sei nur mit Einbezug des öffentlichen Verkehrs möglich. Und die Leute würden nur umsteigen, wenn das Burgquartier entlastet und der öffentliche Verkehr hier leistungsfähiger und schneller sei.Kritisiert wurde auch der Oberamtmann des Broyebezirks, bei dem schon bald zwei Jahre das Dossier der Begleitmassnahmen rund um die Einbahn-Bahnhofstrasse blockiert ist. Deshalb konnten z. B. die geplanten Umsteige-Parkplätze vor der Stadt (P+R) noch nicht umgesetzt werden.Kritik an die Referenten kam von Architektenseite. Diese hatten im Vorfeld ein Moratorium gefordert, da das Projekt nicht genügend ausgearbeitet sei. Dies sei unmöglich, sagte Vonlanthen. So würde es keine Bundessubventionen geben. Auch wenn ein Anwesender das «nicht sehr gute Projekt zum nicht sehr guten Zeitpunkt und am nicht sehr guten Ort» kritisierte, war die Opposition gegen das Projekt eher gering. Auch die Bevölkerung der Stadt steht offenbar hinter dem Projekt.

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