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Kontinuität ist wichtig für die Sprachentwicklung

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«Mein Mann und ich haben beide nicht Deutsch als Muttersprache. Uns wurde nun empfohlen, mit unserem Kind in unserer Muttersprache und nicht Deutsch zu sprechen. Wir verstehen nicht ganz, wieso wir kein Deutsch mit dem Kind sprechen sollen. Wir machen uns Sorgen, dass es dann Probleme in der Schule bekommt.» R. M.

Kinder lernen jede Sprache gleich. Sie sind auf uns Erwachsene als Vorbilder angewiesen. Wir beschreiben für sie die Welt. Bereits mit Babys spricht man viel und erzählt zum Beispiel, was man gerade macht. Die Kinder imitieren das, und mit der Zeit entwickelt sich das kindliche Gebrabbel zur Sprache. Das Gesprochene ist zu Beginn nicht immer korrekt. Wir Erwachsenen korrigieren Fehler instinktiv. Wenn das Kind sagt: «Eine Hund da», antworten wir dem Kind: «Ja, dort ist ein Hund.» Diese Rückmeldungen helfen ihm, die Sprache korrekt weiterzuentwickeln.

Für die kindliche Sprachentwicklung ist zudem Kontinuität wichtig. Das heisst, dieselbe Person sollte wenn möglich mit dem Kleinkind immer dieselbe Sprache sprechen. Entscheidet man sich für die eigene Muttersprache, so kann man in der Regel alles richtig benennen und das Kind auch korrigieren. Es gibt zudem einen emotionalen Bezug zu der Sprache, und man kann dem Kind etwa durch typische Kinderlieder die eigene Kultur näherbringen. Ist die Muttersprache der Eltern nicht dieselbe, sollte jeder konsequent in seiner Muttersprache mit dem Kind sprechen. Es kann eine gemeinsame Familiensprache gewählt werden für Situationen, in denen alle zusammen sind, zum Beispiel während des Essens.

Es macht also durchaus Sinn, mit dem Kind die eigene Muttersprache zu sprechen. Diese ist dann der Grundstein für das Lernen weiterer Sprachen.

Sie können bereits im Vorschulalter mit den Kindern gemeinsame Aktivitäten in einer deutschen Umgebung unternehmen und ihnen so deutschsprachige Vorbilder und korrekte Rückmeldungen anbieten. In verschiedenen Gemeinden gibt es Krabbelgruppen oder das Eltern-Kind-Turnen. Der Kontakt mit deutschsprachigen Nachbarn ist auch eine Möglichkeit. In diesen Situationen können Sie Ihr Kind beim Entdecken der deutschen Sprache unterstützen. Um es auf den Schuleintritt vorzubereiten, können Sie es auch in eine deutschsprachige Spielgruppe schicken.

Carole Bertschy, Mitarbeiterin beim Verein Familienbegleitung. Der Verein bietet Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Telefon: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

Ratgeber Erziehung

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