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Kooperation im Freiburger Tourismus

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Kooperation im Freiburger Tourismus

Berge, Städte, Seen: Jede Region braucht eine eigene Marketing-Kampagne

Seit rund drei Jahren strebt der Freiburger Tourismusverband eine Reorganisation an, die dereinst auch gesetzlich verankert werden soll. Die Zusammenarbeit der regionalen Tourismusverbände und
-büros trägt bereits erste Früchte und wird laufend verstärkt.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Ein Gesetzesakt mache keinen Sinn, wenn er nicht den tatsächlichen Gegebenheiten und der Überzeugung der Beteiligten entspreche. Das betonten gestern sowohl Hubert Lauper, Präsident, als auch Jacques Dumoulin, Direktor des Freiburger Tourismusverbandes FTV, gegenüber den Medien.

Die angestrebte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen regionalen Tourismusanbietern einerseits sowie mit dem FTV als Dachorganisation andererseits sei gut angelaufen. «Kooperation», so lautet für Dumoulin der Kernbegriff der so genannten strategischen Allianz der Tourismusorganisationen.

Freizeit- und Businesstourismus

Worin diese Kooperation im Einzelnen besteht, erläuterte Marketing-Leiter Erich Bapst. Ziel sei, dass das Freiburgerland den Anschluss an die grösseren touristischen Regionen der Schweiz schaffe. Seine landschaftliche Vielfalt erweise sich hierbei marketingtechnisch als Problem. Eine Strategie aus verschiedenen Kampagnen für die verschiedenen Regionen dränge sich auf.

Drei Produktgruppen, die sich gegenseitig ergänzten, seien zu unterscheiden: erstens die Voralpen und Alpen, zweitens das Seeland und drittens die Stadt Freiburg und weitere Städte respektive Städtchen. Für die ersten beiden Gruppen habe das Hauptaugenmerk auf dem Freizeittourismus zu liegen, für die dritte auf dem so genannten Businesstourismus.
Dass gerade im Businesstourismus ein grosses Potenzial schlummert, bestätigte Nicolas Zapf, Direktor von Freiburg Tourismus. Man wolle den Ruf Freiburgs als Kongressstadt weiter fördern. Schon im vergangenen Jahr ist man zu diesem Zweck zwei Mal mit Workshops in Zürich aufgetreten. Bereits im kommenden Februar soll die Aktion in Zürich und in Genf wiederholt werden.

Eine wichtige Neuerung besteht laut Erich Bapst darin, dass die einzelnen Orte künftig primär über ihre Destinationsbezeichnungen, etwa «Murten» oder «Gruyère», beworben werden sollen, während der Begriff «Freiburgerland» zur Dachmarke wird.

Es gehe darum, dem eigenen Angebot Markencharakter zu verschaffen, indem man sich klar positioniere und von anderen abhebe: «Man soll nicht anbieten, was alle anderen auch machen.» Gelungen sei zum Beispiel das Konzept der «Auberge aux 4 vents», die man nicht zuletzt aus diesem Grund für die Medienorientierung gewählt habe.

Zu aufwändig für den Alleingang

Der mit Abstand wichtigste Zielmarkt ist gemäss Bapst die Schweiz, die man bisher vernachlässigt habe. Daneben will man sich neu auf Deutschland konzentrieren und in Frankreich die im vergangenen Jahr lancierte Kampagne fortführen.

«Die Hauptkampagnen sind Millionenkampagnen», heisst es in der Strategiepräsentation – unterstrichen und mit Ausrufungszeichen versehen. Im Alleingang seien solche Auftritte für keinen Anbieter realisierbar, so Bapst. Die Zusammenarbeit geht denn auch über die Kantonsgrenzen hinaus: Für den deutschen und den französischen Markt arbeitet der FTV mit der Waadt, für den französischen ausserdem mit dem Wallis zusammen. Bei der Vermarktung der Berge besteht eine Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus.
Das Netto-Marketing-Budget der Allianz beläuft sich für das Jahr 2004 auf 1 050 000 Franken, wovon 830 000 Franken zu Lasten des FTV gehen, der Rest zu Lasten der regionalen Anbieter.

www.freiburgerland.ch
Weniger
Übernachtungen

Gemäss provisorischen Zahlen hat die Freiburger Hotellerie im Jahr 2003 270 249 Übernachtungen verbucht. Im Vergleich zum Expo-Jahr 2002 (340 079 Übernachtungen) ist dies ein Rückgang um über 20 Prozent. Um dem Ausnahmecharakter des Jahres 2002 gerecht zu werden, präsentierte FTV-Direktor Jacques Dumoulin am Freitag gewissermassen «expo-bereinigte» Zahlen. Wenn man den Expo-Effekt statis-tisch ausblende, komme man für 2002 auf 287 000 Übernachtungen. Der Rückgang 2003 belaufe sich dann noch auf 5,8 Prozent (schweizerisches Mittel: -2,4 Prozent).

Gegenüber 2001 hatte man im Freiburgerland 2002 fast 13 Prozent mehr Übernachtungen verbucht. Auch diese Zahl wird durch die hypothetische «Ohne-Expo-Statistik» relativiert: Sie weist einen theoretischen Rückgang um 4,6 Prozent aus, der fast genau dem eidgenössischen Durchschnitt (4,8 Prozent) entspricht. cs

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