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Kosmisches Theater und Trommel-Ekstase

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Wer die Bad-Bonn-Kilbi in Düdingen kennt, der weiss: Hier wird kein musikalisches Fast Food serviert. Denn während andere Festivals auf leicht bekömmliche Kost in Form von möglichst massentauglicher Popmusik setzen, servieren die Veranstalter des Festivals am Schif­fenen­see Jahr für Jahr ein musikalisches Feinschmecker-Menü der Extraklasse. Am Donnerstag ist das Festival für Musik-Gourmets in die nächste Runde gestartet.

Amuse-Bouche im Surround-Sound

Ein erstes musikalisches Amuse-Bouche erwartet die Besucher bereits am frühen Nachmittag auf dem Kilbi-Gelände: Von allen Seiten dröhnt das Lautsprecher-Orchester Freiburg auf die Besucher ein und entfacht so ein Surround-Sound-Erlebnis der besonderen Art. Mit den unzähligen auf dem Festivalgelände verteilten Lautsprechern befreit der Freiburger Tontüftler Bernhard Zitz die Gehörgänge der Besucher und bereitet sie so auf das Kommende vor.

«Wir haben für Euch die Sonne mitgebracht.»

Topaz McGarrigle

Frontmann Golden Dawn Arkestra

Audiovisuelle Vorspeise

Eine audiovisuelle Vorspeise bietet kurz darauf das Golden Dawn Arkestra aus Austin. Die Texaner kochen aus Funk, Jazz und afrikanischen Rhythmen ihr ganz eigenes Kilbi-Süppchen. Mit extravaganten Kostümen und viel Theatralik huldigt die 10-köpfige Combo ihrem grossen Vorbild: der mythischen Jazz-Legende Sun Ra, der mit seinem «Arkestra» einst die Welt der musikalischen Avantgarde auf den Kopf stellte. Wie ihr Idol bewegen sich auch die jungen Jazzer aus den USA zwischen tanzbarem Funk und Free-Jazz und zwischen Irdischem und Kosmischen.

«Wir haben für Euch die Sonne nach Düdingen mitgebracht», predigt Frontmann Topaz McGarrigle von der Bühne. Und als sich just in diesem Moment der verhangene Himmel öffnet und ein klein wenig Sonne freigibt, glauben auch die grössten Skeptiker plötzlich an die mystische Kraft der Sonnenanbeter auf der Bühne.

Exzentrischer Hauptgang

Den Hauptgang serviert schliesslich der exzentrische John Maus. Der Amerikaner ist zurzeit in aller Munde und wird deshalb als einer der Headliner des Abends gehandelt. Ganz adrett in ein graues Hemd gekleidet, kombiniert Maus ins absurde neigende Texte mit barocken Synthie-Pop-Kompositionen – immer mit einem Hang zum Kitsch und zur exzessiven Selbstdarstellung.

Der Mann mit dem irren Blick spaltet die Kilbi-Gemeinde. Nach dem Auftritt geht am Lagerfeuer vor der Bühne das Diskutieren los: Die einen sind hingerissen von der komplexen 1980er-Nostalgie, für die anderen ist das Spektakel nur Schall und Rauch.

Ekstatisches Dessert

Zum Dessert gibt es in dieser ersten Kilbi-Nacht die elektrifizierenden Rhythmen von Nihiloxica. Das Kollektiv setzt sich aus Perkussionisten aus Uganda und England zusammen und garniert auf der Hauptbühne ekstatische Trommelklänge mit minimalistischen Electro-Beats. Während von draussen der kalte Wind der Gewitternacht hereinweht, entflammt sich die Tanzfläche vor der Bühne und zieht die Kilbi-Besucher in eine wohlige Trance.

 

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