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Kreationen aus der Ecole de Couture

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Alle drei Jahre hat die Ecole de Couture – das Lehr­atelier – ihren grossen Auftritt. Die Lernenden defilieren auf dem Laufsteg und zeigen ihre Kleider, die sie eigens für die Modeschau kreiert haben. Der gekonnte Auftritt, das perfekte Make-up, die aparten Frisuren machen aus ihnen Stars.

Am Schaulaufen präsentieren die 35 Lernenden – darunter sechs Männer – zwölf Klassiker nach Machart der Ecole de Couture. Die Bühne ist mit Schnittmustern dekoriert. Überall stehen Boxen. Nach jedem Auftritt wird ein anderer Klassiker in die Hauptbox gestellt: das Chanel-Kostüm, das kleine Schwarze, das Korsett.

Acht Lernende, begleitet von Musik, treten jeweils auf die Bühne und zeigen ihre Version. Die jungen Frauen und Männer defilieren mit rassigem Schritt, schauen keck ins Publikum, ohne die Mine zu verziehen. Gekonnt eben, so wie es auf dem Laufsteg sein muss. Sie steigen in die Boxen, rekeln sich, werfen sich in Pose. Die einen selbstbewusst und sexy, andere noch etwas scheu und verhalten.

Kommentierte Modeklassiker

Zwölf Modeklassiker stellt die «Ecole de Couture» vor und legt dabei ihre modegeschichtliche Bedeutung kurz dar. Jeder Lernende durfte zwei Themen auswählen und die eigenen Kleider vorführen.

Über das kleine Schwarze erfährt man so: Seit über 80 Jahren ist es der unangefochtene Champion im Kleiderschrank. Entworfen hat es Coco Chanel wie auch das Chanel-Kostüm, mit dem die berühmte Modeschöpferin nach dem Ersten Weltkrieg die Mode revolutionierte.

Zu den Jeans heisst es: Das robuste Kleidungsstück begleitet die Modewelt seit ihrer Erfindung vor rund 140 Jahren. In den 1950er-Jahren hielt die blaue Hose Einzug in die Modewelt. Die Baumwollhose kam aus Genua in die USA; aus Gênes wurde in Amerika Jeans. Levi Strauss, der in Franken geboren wurde und als Auswanderer nach San Francisco ging, fertigte 1870 für die Goldgräber die robuste Arbeitsbekleidung aus dem Stoff «Serge de Nîmes» (Gewebe aus der Stadt Nîmes), kurz Denim-Jeans genannt.

Zum Hosenanzug steht: Durch den Ersten Weltkrieg waren viele Frauen gezwungen, in Fabriken schwere körperliche Arbeit zu leisten. Dadurch fand die Hose ihren Weg in die Kleiderschränke der Frauen. 1911 entwarf der französische Modeschöpfer Paul Poiret den ersten Hosenanzug. Yves Saint Laurent machte ihn salonfähig. Notabene: Als Marlene Dietrich 1931 in Hosen durch Paris spazierte, wurde sie vom Bürgermeister aufgefordert, die Strasse zu verlassen.

Präsentiert werden noch weitere Kleiderikonen: der gestreifte Seemannspulli, der Mini­rock aus den 1960er-Jahren, der Burberry-Trenchcoat, der Militärlook, das Korsett, das Abendkleid, der Punklook von Vivienne Westwood aus den 1970er-Jahren.

Defilee vor vollem Haus

Vier Mal findet das Modedefilee in der Aula statt, heute Abend zum letzten Mal. Das Publikumsecho ist enorm, was vorab die Leitung freut: «Seit Herbst haben wir daran gearbeitet und die Schau mit einem professionellen Choreografen vorbereitet», sagt Marianne Rothenbühler, die die Schule seit über 20 Jahre leitet. Der Auftritt sei für die Lernenden ein Höhepunkt. «Stoff und Material müssen sie zwar selber bezahlen, sie dürfen die Kleider aber auch behalten.»

Zahlen und Fakten

Was es braucht zur Kleidungsgestalterin

Das Couture-Lehratelier im Altquartier Freiburg bietet zwei gemischtsprachige Ateliers an mit einer dreijährigen Lehre. Die Lernenden schneidern für Kundinnen und Kunden Kleidungsstücke. Bekleidungsgestalter brauchen Sinn für Farben und Formen, Vorstellungsvermögen, Fantasie und handwerkliches Geschick, aber auch Sozial-, Sprach- und Führungskompetenzen. Eine Schülerin der Abschlussklasse ist Leona Zahner aus Kerzers. Nach der Lehre will sie sich zur Theater-Kostümiere weiterbilden lassen. Sie fasst aber auch Modedesign und Management ins Auge. «Mit einem Couture-Atelier hat man leider wenig Gewähr, über die Runden zu kommen», sagt die 19-Jährige, die das Gymnasium abgebrochen hat, um «kreativ zu sein und mit den Händen arbeiten zu können».

il

 

Infos: www.ecolecouture.ch

Modeschau, Aula der Universität Freiburg. Heute Samstag, 20 Uhr. Eintritt frei.

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