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Krise im Kartoffelanbau gestoppt

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Die Speise- und Saatkartoffelzentrale Düdingen feiert ihr 25-jähriges Bestehen

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Die Gründung der Spesag am 8. Juli 1974 passt gut in die Reihe der landwirtschaftlichen Selbsthilfeorganisationen, mit denen es die Landwirte des Sensebezirks immer wieder verstanden haben, ihre Position auf dem Agrarmarkt zu halten. Erwähnt sei die Gründung der Landwirtschaftlichen Genossenschaft und des Ökonomischen Vereins (beide in Düdingen 1882) sowie der Saatzucht Genossenschaft (1917). Es waren diese drei Organisationen und zusätzlich der Verband der Freiburgischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften, die die Spesag gründeten und das Aktienkapital von 1,2 Millionen Franken unter sich aufteilten.

Ehrenpräsident Fritz Trachsel, Überstorf, erinnerte an der Jubiläumsversammlung vom Dienstagabend daran, dass der Kartoffelanbau zwischen 1965 und 1973 um 33 Prozent zurückgegangen war. Auch der Sensebezirk, ein klassisches Kartoffelanbaugebiet, wurde von diesem Trend erfasst. Für die erwähnte Zeitspanne war ein Rückgang von 25 Prozent zu verzeichnen. 1973 wurden noch auf 900 Hektaren Kartoffeln angepflanzt. Ein wichtiger Grund für den Rückgang war vor allem die aufwendige Arbeit, die mit dem Kartoffelanbau verbunden ist.

Die Arbeit der Bauern erleichtern

Die Spesag setzte sich zum Ziel, Anlagen zu erstellen, die die Übernahme, Aufbereitung, Lagerung und Absackung von Speise- und Saatkartoffeln erleichtern sollten. Die Investitionen für die entsprechenden Installationen in einem Neubau am Hägliweg in Düdingen beliefen sich auf rund 6,5 Millionen Franken. Am 29. August 1975 konnte die Kartoffelzentrale in Düdingen eingeweiht und offiziell in Betrieb genommen werden.

1975 wurden 6080 Tonnen Kartoffeln übernommen und weiterverarbeitet. Im Rekordjahr 1996 waren es 14755 Tonnen und 1999 – einem sehr schlechten Kartoffeljahr – 9916 Tonnen. Die Anlage wurde in den letzten Jahren immer wieder technisch ausgebaut. Sie erfuhr aber, entsprechend den Bedürfnissen auf dem Kartoffelmarkt, auch Veränderungen. So wurde der Abpackbetrieb für Speisekartoffeln 1998 nach Zollikofen verlegt.

Nicht mehr wegzudenken

Die Spesag sei heute aus der Landwirtschaft des Sensebezirks nicht mehr wegzudenken, meinte Fritz Trachsel, und er ist überzeugt, dass der Kartoffelanbau in unserer Gegend kaum mehr die heutige grosse Bedeutung hätte.

Ein Name ist mit der Spesag besonders eng verbunden. Seit ihrer Inbetriebnahme steht sie unter der Leitung von Albin Lehmann. Gleichzeitig mit dem 25-Jahr-Jubiläum seines Betriebs wird er diesen Sommer in Pension gehen. Albin Lehmann, gleichnamiger Präsident der Spesag, dankte ihm für sein grosses Engagement in dieser schwierigen und anspruchsvollen Aufgabe. Galt es doch immer wieder, sowohl auf die Besonderheiten des Naturprodukts Kartoffel Rücksicht zu nehmen, aber auch die vielseitigen Wünsche der Produzenten zu berücksichtigen. Neu wird Hans Bucheli die Verantwortung für den Betrieb übernehmen.

Auch die Kartoffel folgt neuen Trends

Wie Geschäftsführer Fritz Marschall an der Generalversammlung der Spesag erklärte, führten die nasse Witterung, aber auch die Hagelzüge 1999 bei den Speisekartoffeln zu einer Ertragsverminderung. Mehrere Posten genügten den hohen Qualitätsanforderungen nicht mehr und mussten der Verfütterung oder der Flockenfabrik zugeführt werden. Die Spesag hat total 9916 Tonnen Speise- und Pflanzkartoffeln übernommen und weiterverarbeitet.

Die Gesellschaft erzielte bei einem Aufwand und Ertrag von rund 1,2 Millionen Franken einen Cash-Flow von 334 000 Franken. Das Betriebsergebnis ist damit um 68 000 Franken besser ausgefallen als im Vorjahr. Hauptgrund für das bessere Ergebnis sind die guten Erträge bei den Pflanzkartoffeln.
Im Anschluss an die Generalversammlung liessen sich die Kartoffelproduzenten über die Zukunftsaussichten auf dem Kartoffelmarkt informieren. Toni Seiler, Direktor der Frigemo, wies darauf hin, dass auch die Kartoffel modernen Nahrungstrends unterliegt. In seiner Firma werden jährlich 60 000 Tonnen Kartoffeln zu Fertigprodukten verarbeitet; alle im Bereich Convenience Food, also zu Fertigprodukten, die schnell und einfach zubereitet werden können.
Fritz Stucki, Geschäftsleiter des Bereichs Kartoffeln bei der Fenaco, beobachtet am Markt die Tendenz, dass die Kartoffel immer häufiger als spezieller Markenartikel verkauft wird. Damit verbunden sind hohe Qualitätsansprüche an das Produkt, welche zu erreichen die Produzenten herausgefordert sind.

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