Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kühe auf der Alp und in den Köpfen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Frederic Auderset

FreiburgDas Freiburgerland ist auch eine grosse Freiluft-Galerie: An etwa 500 Bauernhöfen im Greyerz-, Vivisbach-, Glane- und Saanebezirk finden achtsame Passanten traditionelle Malereien von Alpaufzügen, sogenannte Poyas. Diese haben den Freiburger Filmemacher und früheren Galeristen Jean-Théo Aeby inspiriert, sich auf die Spur der Kühe im Kanton zu begeben.

Fast 4000 Kilometer habe er im Auto zurückgelegt, um die unterschiedlichsten Menschen zu treffen und abgelegene Alpen zu besuchen, sagt Jean-Théo Aeby. Aus dem vielen Material ist der anderthalbstündige Dokumentarfilm «Der Pfad der Kühe» entstanden. Im Zentrum stehen weniger die Tiere als die Menschen, die mit ihnen zu tun haben. «Ich wollte eine Geschichte erzählen, die Grenzen überwindet und das Herz anspricht», beschreibt Aeby sein Ziel als Regisseur und Produzent.

Zurückhaltend und zärtlich

Obwohl in «Der Pfad der Kühe» ausschliesslich der welsche Kantonsteil zu Wort kommt, dokumentiert der Film exemplarisch und facettenreich die Lebensweise der Landwirte im ganzen Kanton. Von praktischen Dingen wie dem richtigen Futter und der kontroversen Frage der Hörner über politische Probleme wie den tiefen Milchpreis bis hin zu ästhetischen Fragen an Schönheitswettbewerben wird die Viehwirtschaft mit all ihren Aspekten vorgestellt. Aeby lässt dabei stets die Menschen erzählen; sein eigenes Urteil hält er zurück. Die Unvoreingenommenheit und Zärtlichkeit, mit denen Aeby seinen Protagonisten begegnet, ist eine grosse Stärke des Films.

Interessiert hat den Filmemacher allerdings nicht nur die landwirtschaftliche Nutzung des Rinds, sondern auch die Bedeutung der Kuh in der Denkweise und Kultur der Einheimischen. Da fabuliert dann der Erzähler Dominique Pasquier über die Domestizierung der Kuh und die Entwicklung der Alpwirtschaft, und der Spitzenkoch Pierre-André Ayer beschreibt den Einfluss seiner Alpbesuche auf seine Küche. Zu Wort kommen viele weitere Kulturschaffende, besonders die Malerinnen und Maler, welche zwischen Art brut und Comic die Tradition der Poya-Kunst aufrechterhalten.

Diesmal auch auf Deutsch

Mit «Ruelle des Bolzes» – einer Dokumentation über die Freiburger Unterstadt – hat Aeby den besucherstärksten Westschweizer Film 2009 gedreht. Der Erfolg führte zu höheren Beiträgen des Bundesamtes für Kultur für die nächste Produktion, weshalb «Der Pfad der Kühe» ins Deutsche übersetzt werden konnte. Die Version mit den von Karl Ehrler auf Deutsch gesprochenen Kommentaren sowie deutschen Untertiteln läuft ab diesem Wochenende im Kino Düdingen.

Mehr zum Thema