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Kunst unter freiem Himmel

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kunst unter freiem Himmel

Autor: irmgard Lehmann

Die letzte Ausstellung «Bad Ragartz» fand vor drei Jahren statt. Nun ist es wieder so weit. Bis zum 1. November ist das alte Bad Pfäfers in der Taminschlucht grossartiger Schauplatz von Kleinskulpturen. Und für Interessierte aus der Westschweiz ideales Ziel eines Sommerausfluges.

Über 400 Skulpturen machen die Schau unter freiem Himmel zur grössten ihrer Art in Europa: Die 80 Kunstschaffenden aus 15 Ländern sind Teil einer einzigartigen Konfrontation mit der Natur.

Verwandelte Landschaft

Die 4. Triennale der Skulptur steht unter dem Motto «Spuren legen – Spuren lesen». Einen Eintrittspreis gibt es nicht, Berührungsängste ebenso wenig. Farbe und Licht entfalten inmitten der Bergwelt plötzlich eine ganz andere Wirkung der Skulptur.

Das Flanieren durch die mit Kunst verwandelte Landschaft ist einzigartig.

Sich Zeit lassen

Zehn Kilometer lang ist der Rundgang des Kunstsommers Bad Ragaz und Vaduz. Doch ist es nicht zwingend, alles gesehen zu haben. Besser man nimmt sich Zeit, entspannt durch Pärke, Strassen und Plätze zu schreiten, ab und zu im Schatten der Bäume die Ruhe zu suchen oder sich in einer der vielen schönen Beizen niederzulassen.

Ein Bedürfnis

«Der grosse Erfolg der ersten drei ?Bad Ragartz?-Triennalen beweist, dass die Menschen ein elementares Bedürfnis nach Schönheit und Harmonie haben», schreiben die Initianten Esther und Rolf Hohmeister aus Bad Ragaz im Vorwort des Ausstellungskataloges.

Kunst führe dazu, die Welt zu begreifen. Ein Kunstwerk sei eine Brücke, eine Botschaft, die Künstlerinnen und Künstler an den unbekannten Betrachter richte. Die Botschaften in Bad Ragaz könnten denn auch nicht unterschiedlicher sein.

Blick schärfen

Da hat man bereits eine Stunde Weg hinter sich und plötzlich – noch weiss man nicht warum – hält einem eine Bronzegruppe am Strassenrand gefangen: Zwei Männer, die ihre herben Gesichter einander zuwenden, eine stämmige Frau, die sich mit eiligem Schritt davonmacht. «Drei Geschwindigkeiten» hat der deutsche Bildhauer Karl-Henning Seemann die Gruppe bezeichnet. Doch damit kann man wenig anfangen. Die Fantasie kreiert ganz andere Bilder. So gucken doch Männer drein, die sich einen nicht ganz so salonfähigen Witz erzählen? Frau lässt sich nicht beirren. Es gibt Skulpturen, die auf Anhieb faszinieren und die man am liebsten in den eigenen Garten stellen möchte. Wie etwa die graziösen Frauenfiguren «homo det natura» der Vietnamesin Dao Droste im Park des renommierten Hotels «Grand Resort Bad Ragaz» (kürzlich für 230 Millionen renoviert) – mal abgesehen vom stolzen Preis von rund 30 000 Franken.

Doch in der einzigartigen Kunstlandschaft haben auch Künstler Platz gefunden mit Objekten, die allenfalls bezahlbar sind.

Die Kunstschau in Bad Ragaz bietet viel Skurriles, Überraschendes, Betörendes und auch Banales: Gleichgültig lässt sie keinen.

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