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Kunst zwischen Speicher und Acker

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Die Galerie de La Schürra ist in einem Gutshof untergebracht

Eines gleich vorweg: Der landwirtschaftliche Betrieb des Gutshofs wird immer noch bewirtschaftet. Es handelt sich also nicht um eine Umnutzung, sondern um eine besonders reizvolle Ergänzung von Landwirtschaft und Kultur. Die Galerie ist in den oberen Räumlichkeiten – die früher traditionell von der Besitzerfamilie bewohnt wurden – eingerichtet. Im Erdgeschoss lebt der Landwirt. Mit zur Galerie gehört auch noch eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Nach und nach will Nicolas de Diesbach auch noch weitere Gebäude – beispielsweise einen Speicher, der sowieso wiederhergerichtet werden muss – in den Galeriebetrieb miteinbinden.

Nach 25 Jahren im Dienst der Eidgenossenschaft, insbesondere des Kulturgüterschutzes, wollte sich Nicolas de Diesbach neu orientieren. Er beschloss, sich auf Kunst und Künstler zu konzentrieren. «Ich habe schon seit langem immer wieder Bilder gekauft und hatte durch meinen Beruf auch immer wieder mit Künstlern zu tun», führt er weiter aus. Er findet auch, dass es in Freiburg einen Mangel an Galerien oder Ausstellungsmöglichkeiten gibt.

Ausstellungsräume mit Herz

Die fünf Räume der Galerie sind so eingerichtet, als würde der Besitzer nach wie vor darin leben – mit Stühlen, Kommoden, Tischen usw. Das ganze Interieur zeugt von einer grossen Stilsicherheit und viel Geschmack für edle, auserlesene Stücke. «Ich will die Kunstwerke nicht in einem nüchternen, leeren Raum zeigen. Die Besucher sollen sehen, wie die Bilder in einer Wohnung wirken könnten», erklärt der Galerist gegenüber den Freiburger Nachrichten. Manche Künstler hätten anfangs schon Mühe damit gehabt, aber die erfolgreichen Ausstellungen des ersten Betriebsjahres hätten dem Konzept recht gegeben. «Wir hatten Fotos, Modernes und Figürliches – und alles hat sich ausgesprochen gut gemacht in diesen Räumen», führt er weiter aus.

Austausch zwischen den Regionen

Nicolas de Diesbach betonte im Gespräch mit den FN, dass der Austausch zwischen verschiedenen Regionen zuwenig gepflegt werde. Es würden ja meist immer nur Freiburger in Freiburg ausgestellt. In der Schürra werden in der kommenden Saison Künstler aus Autigny, Chapelle-sur-Oron, St-Paul de Vence, St-Rémy-de-Provence, Domdidier und Les Cullayes präsentiert.

Nicolas de Diesbach und seine Frau haben für ihre Galerie keine bestimmte Linie oder Stilrichtung vorgegeben. Der Entscheid, ob ein Künstler aufgenommen wird oder nicht, erfolge meist aus dem Bauch heraus. «Es muss natürlich die künstlerische Qualität gegeben sein, aber darüber hinaus muss ich mit dem Künstler auch eine gemeinsame Gesprächsbasis finden können.» Für das erste Jahr hatte Nicolas de Diesbach alle Künstler, die er kannte – entweder hatte er ein Bild von ihnen gekauft, oder er kannte sie von seiner beruflichen Tätigkeit her – angeschrieben und auf die neue Galerie aufmerksam gemacht.
Ein wichtiger Aspekt seines Galeriekonzepts ist auch, dass die Künstler im Lauf der Zeit wiederkommen sollen. Das hiesige Publikum soll die Möglichkeit erhalten, die Entwicklung eines Künstlers selber nachzuvollziehen. Nicolas de Diesbach möchte so auf eine Gruppe von rund 20 Künstlern kommen, die immer wieder in der Schürra ausstellen wollen.

Erfolgreicher Start

Das erste Jahr der Galerie de La Schürra wertet Nicolas de Diesbach positiv. «Wir hatten pro Ausstellung rund 500 Besucher.» Und das, obwohl die Galerie jeweils nur am Wochenende geöffnet ist. Unter der Woche würden wohl nur vereinzelt Spaziergänger herfinden. So scheint also die idyllische Lage, auf einem Hügel zwischen Bürglen und Marly, den etwas umständlichen Anfahrtsweg – es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel – auszugleichen.

Auch aus finanzieller Sicht ist der Start geglückt, konnten die Kosten doch in etwa durch die Einnahmen gedeckt werden. Nicolas de Diesbach betont, dass er nur eine kleine Provision für die Galerie zurückbehält, damit die Künstler die Preise der Werke nicht schon von Anfang an zu hoch ansetzen. «Ich will, dass sich auch junge Leute die Bilder leisten können. Und das geht nicht, wenn auf der Liste horrende Preise aufgelistet sind. Die Käuferschicht, die sich so hohe Preise leisten könnte, ist meist schon genügend mit Kunst eingedeckt. Wir müssen nun gezielt ein jüngeres Publikum ansprechen», erklärt er seine Beweggründe.

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