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Lage der Pensionskasse spitzt sich zu

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«Mit diesem Ergebnis ist niemand zufrieden.» Syndic Pierre-Alain Clément hatte gestern die wenig erfreuliche Aufgabe, den Medien die Rechnung der stadtfreiburgischen Pensionskasse für das vergangene Jahr vorzustellen. Am Montag wird der Generalrat die Zahlen zur Kenntnis nehmen.

 Tatsächlich sehen die Zahlen alles andere als rosig aus. Gegenüber 2010 hat der Deckungsgrad der Pensionskasse zwei Prozentpunkte verloren. Ende 2011 wies dieser 47,2 Prozent auf, 2010 waren es 49,3, 2009 noch 50,4 Prozent. Konkret heisst das: Nicht einmal die Hälfte aller Leistungen, die den Gemeindeangestellten zustehen, könnten heute auch bezahlt werden. Die Stadt Freiburg müsste als Garantin rund 102 Millionen Franken drauflegen.

Strategie verteidigt

Die Gründe für diesen Rückschlag sind laut dem Gemeinderat klar: Der Finanzmarkt hat sich im vergangenen Jahr weiter verschlechtert, die Anlagen warfen weniger Gewinn ab. Trotzdem verteidigten Clément und Finanzchef Jacques Pollet die Finanzstrategie. «Diese wurde 2007 gemeinsam mit aussenstehenden Experten entworfen–andere Städte handeln genauso», betonte Pollet. Im Gegensatz zu Freiburg hätten diese während guter Jahre allerdings Reserven anlegen können, aus denen sie heute schöpften. Neben der Finanzkrise hätten sich auch die geringeren Einnahmen im Immobilienbereich und die ungewöhnlich hohe Zahl neuer Rentner auf das Ergebnis ausgewirkt.

Die Massnahmen, mit denen die städtische Pensionskasse saniert werden soll, waren bis Ende letzter Woche in der Vernehmlassung. Zur Diskussion stehen unter anderem höhere Beiträge, Abstriche bei vorgezogenen Renten und eine fixe Gehaltsindexierung (die FN berichteten). «Der Gemeinderat wird sich in den kommenden zwei Wochen dazu äussern», erklärte Pierre-Alain Clément, ohne auf inhaltliche Fragen eingehen zu wollen. Das letzte Wort werde der Generalrat haben–voraussichtlich erst im Januar.

Der Syndic betonte, man wolle «die bestehenden Leistungen beibehalten». Eine Rekapitalisierung «auf einen Schlag» wie jene von 2006 will er aber wenn möglich vermeiden. «Besser wäre, regelmässig und über einen Kredit Geld in die Kasse zu speisen.»

 

Generalrat: Entscheid über Tempo-20-Zone

A m Montag kann der Generalrat die Rechnung der Pensionskassen nur zur Kenntnis nehmen. Hingegen hat er über einen Baukredit von 372 500 Franken zu entscheiden. Mit dem Geld soll am Monséjourweg im Beauregard ein neuer Platz entstehen.

Dass aus der vernachlässigten Gasse eine Begegnungszone wird, verdankt das Quartier nicht zuletzt dem Bau neuer Gebäude, sagte Vize-Syndic Jean Bourgknecht gestern vor den Medien. Deren Erbauerin, die Suva, beteiligt sich ebenfalls mit rund 350 000 Franken an der Umgestaltung. «Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert», so Bourgknecht erfreut.

Stimmt der Generalrat dem Gesuch zu, könnte der Platz im Frühling 2013 eingerichtet werden. Gegen das Projekt hatten zunächst zwei Anwohner Einsprache erhoben. Eine davon wurde unterdessen zurückgezogen. «Wir sind daran, die zweite zu klären», so Bourgknecht. cf

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