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«Landwirte kaufen immer noch bei uns ein»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

Ernst Hunkeler, die heutigen Landi-Läden gleichen den Verkaufsstellen der Grossverteiler. Ist die Landi heute ein Detailhändler wie Coop oder Migros?

Einerseits ja. Wie die anderen Detailhändler bieten auch wir in unseren Läden eine gesamtschweizerische Sortimentspalette an. Dort wo sich unser Sortiment mit den Grossverteilern überschneidet, stehen wir auch in direkter Konkurrenz zu ihnen. Andererseits beinhaltet unser Sortiment eine Mischung, die sonst niemand anbietet. Durch die historische Entstehung der Landi als Genossenschaft lokaler Landwirte sind wir zudem regional stärker verankert als die Grossverteiler.

Trotzdem spricht das Sortiment nicht mehr in erster Linie Landwirte an. Kaufen diese heute überhaupt noch in der Landi ein?

Ja, Landwirte sind für uns nach wie vor eine wichtige Kundengruppe. Wir führen im Durchschnitt in unseren Läden rund 6500 Artikel, wovon rund 1000 Artikel für die Landwirtschaft sind. Daneben möchten wir aber auch andere Kundensegmente in unsere Läden locken.

Was sind die Gründe für die Erweiterung auf neue Kundengruppen?

Da Landwirte heute nur noch einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen, sind sie als alleinige Zielgruppe zu klein. Um genügend Umsatz zu generieren, müssen wir grössere Kundengruppen ansprechen. Aus diesem Grund haben wir unsere Ausrichtung und unser Sortiment erweitert. Früher stand die Landwirtschaft klar im Fokus und es gab nur wenige nicht-landwirtschaftliche Produkte. Heute nehmen diese eine viel wichtigere Rolle im Angebot ein.

Wurde diese Neuausrichtung von den meist aus der Landwirtschaft stammenden Betreibern problemlos akzeptiert?

Die Umsetzung unserer neuen Strategie ging zu Beginn nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne. Die grossen Veränderungen wurden im landwirtschaftlichen Umfeld, in dem wir uns bewegen, sehr kritisch beobachtet und aufgenommen.

Wie konnten die Betroffenen von der neuen Strategie überzeugt werden?

Einerseits konnten Unstimmigkeiten im gemeinsamen Dialog ausgeräumt werden und andererseits verschwand die Skepsis, als die Umsetzung des Konzeptes zeigte, dass es funktioniert. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften als Betreiber der Läden sind Unternehmer, sie wollen rentabel wirtschaften und ihre Läden aufrechterhalten. Heute gibt es genügend Beispiele, die den Erfolg des Konzeptes belegen und den Genossenschaften zeigen, was möglich ist. Die Landi-Läden sind eine Erfolgsstory, seit Beginn der Umsetzung der neuen Strategie vor rund zehn Jahren liegt unser jährliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich.

Sind im Kanton Freiburg weitere neue Filialen geplant?

Ja, die nächste neue Filiale wird in Marly entstehen. Ich rechne damit, dass die Baubewilligung in den nächsten Monaten vorliegen wird. In Murten haben wir ebenfalls ein Projekt, das weit fortgeschritten ist; es sind aber noch Einsprachen hängig. Zudem führen wir derzeit in Romont Gespräche und auch Bulle kommt als Standort in Frage.

Mit Kerzers und Courtepin gibt es im Seebezirk bereits zwei Filialen. In Murten soll eine weitere entstehen. Konkurrenzieren sich diese nicht gegenseitig?

Grundsätzlich gehen wir beim Abdeckungsnetz davon aus, dass die Kunden nicht mehr als 10 Minuten Autofahrt in Kauf nehmen. Mögliche Standorte werden jeweils mit einer Marktanalyse geprüft. Wenn sich daraus eine Konkurrenzsituation zweier Filialen ergibt, sehen wir von einer Umsetzung ab. In Murten hat die Analyse aber trotz der Läden in Kerzers und Courtepin gezeigt, dass ein Markt vorhanden ist.

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