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Lärmdetektoren sollen sensibilisieren

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«Seit Jahren gibt es immer mehr Beschwerden wegen Verkehrslärm. Das ist ein grosses Problem», sagte Staatsrat Maurice Ropraz (FDP) an der gestrigen Medienkonferenz. Dort stellte Ropraz die neue Präventionskampagne in Bulle vor, mit der Verkehrsteilnehmer mit einer Lärmanzeige dafür sensibilisiert werden sollen, wie laut sie fahren.

Rücksichtsloses Fahrverhalten

Ein grosses Problem seien das rücksichtslose Fahrverhalten und die frisierten Fahrzeuge einiger Verkehrsteilnehmer, sagte Ropraz. Dieses Phänomen habe in den letzten Jahren zugenommen. Sowohl in den Städten als auch in weniger dicht besiedelten Gebieten gingen wegen Verkehrslärm seit einigen Jahren immer mehr Beschwerden ein. Sensibilisierung sei deshalb sehr wichtig und solle den Fahrzeugführern mit der einmonatigen Präventionskampagne nähergebracht werden. Zusätzlich dazu wurden die technischen Fahrzeugkontrollen im Kanton intensiviert. Auch der Chef der Freiburger Verkehrs- und Schifffahrtspolizei, Jean-Marc Rotzetter, sieht eine dringende Notwendigkeit in dieser Kampagne.

Geschwindigkeit und Lärm

Seit letzter Woche steht in Bulle an der Rue de Vevey auf der Höhe des Quartiers Jardin de la Pâla nun ein solcher Lärmdetektor und misst den Verkehrslärm. «Die Rue de Vevey ist eine stark von Lärm betroffene Strasse, die deshalb für die Kampagne ausgewählt wurde», so Rotzetter. 50 000 Fahrzeuge sind in den letzten zehn Tagen bereits durchgefahren, sagte Sascha Grunder vom TCS.

Seit dieser Woche ist auch die Präventionsanzeige eingeschaltet – sie wird den Verkehrsteilnehmern zwei Wochen lang anzeigen, ob ihr Fahrzeug übermässigen Lärm verursacht oder nicht. Dabei wurde die Lärmgrenze auf 83 Dezibel gesetzt, was dem Lärmpegel einer stark befahrener Strasse entspricht. «Fünf Dezibel mehr, und es würde bereits wie ein Presslufthammer klingen», so der Polizeichef.

Der Lärmdetektor misst sowohl die Geschwindigkeit der Fahrzeuge als auch den Verkehrslärm. Dafür sind zwei Messstationen an unterschiedlichen Stellen installiert worden. «Eines ist ein Radar, der die Geschwindigkeit misst, das andere ein Lärmmesser, um die Dezibel zu messen», so Sascha Grunder.

Der Lärmdetektor funktioniert wie die präventiven Geschwindigkeitsanzeigen. Fährt ein Fahrzeugführer nicht zu schnell und verursacht er keinen übermässigen Lärm, so wird auf der Anzeige «Merci» stehen. Fährt der Fahrer schneller als erlaubt, so wird «Danger» angezeigt. Verursacht der Verkehrsteilnehmer zu viel Lärm, so steht «Bruit» auf der Anzeige.

Was geschieht danach?

Nach Ablauf der zwei Wochen wird der Lärmdetektor erneut eine Woche lang den Verkehrslärm messen, ohne dass die Präventionsanzeigen eingeschaltet ist. Das soll dazu beitragen, dass am Ende der Kampagne geprüft werden kann, ob der Lärmdetektor Wirkung gezeigt hat und die Verkehrsteilnehmer tatsächlich sensibilisiert wurden oder nicht. Schliesst die Präventionskampagne erfolgreich ab, kann sich Staatsrat Jean-François Steiert (SP) den Einsatz solcher Lärmdetektoren in mehreren Regionen des Kantons vorstellen.

Nicht nur sensibilisieren

Doch nicht nur Sensibilisierung ist Teil der Politik des Kantons zur Verkehrslärmprävention. Ein weiterer Teil sind die Infrastrukturmassnahmen. «Bei einem Verkehrslärmproblem muss immer direkt an der Quelle gehandelt werden», so Steiert. Lärmarme Strassenbeläge, Lärmschutzwände und durchgehende Temporeduktionen seien Möglichkeiten, um dieser Problematik entgegenzuwirken. Für lärmarme Strassenbeläge gibt der Kanton jährlich durchschnittlich 8,9 Millionen Franken aus. «Das reicht jedoch nicht aus, um den Verkehrslärm zu reduzieren.» Es müsse jeweils situativ entschieden werden.

Verkehrslärm

Gesundheitskosten belaufen sich auf 800 Millionen Franken

Am Tag ist jede siebte Person und in der Nacht sogar jede achte Person in der Schweiz von übermässigem Verkehrslärm betroffen. «Das sind circa eine Million Menschen, die darunter leiden und deswegen gesundheitliche Probleme entwickeln können», sagte Staatsrat Jean-François Steiert (SP) an der gestrigen Medienkonferenz zur Verkehrslärm-Präventionskampagne in Bulle. Laut dem Bund belaufen sich die Gesundheitskosten, die der Verkehrslärm und hier vor allem der Strassenverkehr nach sich zieht, auf rund 800 Millionen Franken pro Jahr. Um die Lärmbelastung in der Schweiz zu senken, haben der Bund und die Kantone bereits einen Betrag von rund 4,3 Milliarden Franken in den baulichen Lärmschutz investiert.

km

 

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