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Lebendige Freiburger Kunst

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Lange habe man der Freiburger Kunstszene vorgeworfen, sie sei langweilig und überaltert, sagt der Maler Woj­tek Klakla. Doch das stimme überhaupt nicht: «Es gibt hier viele junge Künstlerinnen und Künstler, die aktiv und innovativ sind und sich gegenseitig inspirieren.» Wie lebendig diese junge Freiburger Szene ist, zeigt die Kunsthalle Fri Art jetzt mit einer Kollektivausstellung und einem Performance-Abend in Zusammenarbeit mit dem Festival Perform Perform (siehe auch Kasten). Unter dem Titel «Fribi White Card» geben insgesamt neunzehn Künstlerinnen und Künstler Einblick in ihr Schaffen.

«Jung» bezeichne dabei weniger den Jahrgang der Teilnehmenden als vielmehr einen jungen, frischen Blick, betont Balthazar Lovay, Direktor der Kunsthalle. Viele der Ausstellenden sind unter dreissig Jahre alt, aber auch Künstler wie der 50-jährige Wojtek Klakla oder die 34-jährige Stéphanie Baechler haben in der Schau ihren Platz. «Seit ich vor vier Jahren im Fri Art angefangen habe, habe ich viele Freiburger Künstler kennengelernt», so Lovay. «Junge Kollektive wie das Festival Perform Perform oder der Kunstraum WallRiss beleben die Szene. Das wollen wir mit ‹Fribi White Card› zeigen.» Der Titel der Ausstellung sei im Übrigen ein Zufallsprodukt: «Plötzlich tauchte er auf unserem Werbematerial auf. Die Grafiker sagten, er sei so in unseren Dokumenten gestanden. Wir wussten zwar nicht, woher er kam, aber er gefiel uns, und so haben wir ihn beibehalten.»

Überraschender Dialog

Die Ausstellung, die sich über beide Etagen des Fri Art erstreckt, zeigt sehr unterschiedliche Werke, die in einen überraschenden Dialog miteinander treten. So ist der grosse Saal im Erdgeschoss geprägt von Schwarz-, Weiss- und Grautönen und von Linien und Kurven, die in Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen auftauchen. An einer Wand sind sechs Bilder von Wojtek Kla­kla zu sehen, die Teil einer 2011 begonnenen Serie sind. Basis sind Abbildungen, die Klakla in den Kalendern von Kunstmagazinen findet, meist kleinformatig und schwarz-weiss. Diese Abbildungen vergrössert der Künstler und überträgt sie auf Leinwände. Die unscheinbaren Miniaturen erhalten so eine neue Bedeutung. «Es ist eine Auseinandersetzung mit den Bildkompositionen und gleichzeitig mit der Malerei als Medium», so Klakla.

Direkt an der gegenüberliegenden Wand finden sich drei skulpturale Objekte von Stéphanie Baechler; weitere Arbeiten zeigt die ausgebildete Modedesignerin aus Courtaman im hinteren Raum des Erdgeschosses. Sie freue sich, ihre Werke in Freiburg zeigen zu dürfen, sagt Baechler, die soeben von einem einjährigen Aufenthalt in Paris zurückgekehrt ist. Dort nutzte sie das vom Kanton Freiburg betriebene Künstleratelier «Jean Tinguely», um ihre von der Textilwelt inspirierten Keramikarbeiten weiterzuführen. Die in Paris entstandenen Werke, die gleichzeitig organisch und abstrakt wirken, sind im Fri Art erstmals öffentlich zu sehen. «Ich sehe meine Arbeit als Dekonstruktion der Mode und stelle die schnelllebige Modewelt bewusst den bewegungslosen Skulpturen gegenüber», so Baechler.

«Ein subjektiver Einblick»

Nebst Gemälden und Skulpturen sind in der Ausstellung auch Zeichnungen, Fotografien, Installationen und Videos zu sehen. «Es ist ein breiter, wenn auch subjektiver Einblick in die aktuelle Freiburger Kunst», sagt Fri-Art-Direktor Balthazar Lovay. Ein Einblick jedenfalls, der so gar nichts mit einer überalterten Szene zu tun hat.

Programm

Eine Ausstellung und ein Performance-Abend

«Fribi White Card» ist ein zweiteiliges Kunstprojekt, bestehend aus der Ausstellung im Fri Art und einem Performance-Abend in der Blue Factory:

Ausstellung: Bis zum 22. Oktober in der Kunsthalle Fri Art in Freiburg. Öffnungszeiten: Mi. bis Fr. 12 bis 18 Uhr, Sa. und So. 13 bis 18 Uhr. Teilnehmende Künstler: Stéphanie Baechler, Arunà Canevascini, Laurence Cotting, Diane Deschenaux, Wojtek Klakla, Johan Kokoff, Johan Renevey, Rustre, Bastien Schmid, Alma Cecilia Suarez und Grégory Sugnaux.

Performance-Abend: Sa., 14. Oktober, ab 16 Uhr in der Blue Factory in Freiburg, in Zusammenarbeit mit Perform Perform. Teilnehmende Künstler: Mélanie Gobet, Manuela Luterbacher, Gio­nata Morganti, Lucile Pochon, Nathalie Stirnimann & Stefan Stojanovic, Sébastien Rück, Jony Valado und Joséphine de Weck.

cs

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