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Leeres Versprechen des Sekulic-Turniers

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Seit bald 60 Jahren ist das Mémorial-Sekulic-Turnier ein fester Bestandteil in der Fussballsaison von jungen Kickern im Kanton. Diesen Sommer fand das Turnier in Plaffeien statt und lockte rund 5000 Kinder aus 514 Mannschaften in das Sense-Oberland. Beim Grossanlass standen 25 000 Zuschauer an der Seitenlinie und feuerten die Teams an. «Das Turnier war ein voller Erfolg», sagte OK-Präsident Hanspeter Piller nach Abschluss der drei Turniertage Ende Juni gegenüber den FN. Noch ahnte er wohl nicht, dass das Sekulic-Turnier bis Mitte November für Gesprächsstoff und Unmut sorgen wird.

Reisen wurden verschoben

Am Anfang des Unmuts stand ein Versprechen: Jede Mannschaft in Begleitung eines Erwachsenen kann gratis einen Tag im Europapark Rust verbringen. Weitere Begleitpersonen können gegen Bezahlung ebenfalls mitreisen. Von den 5000 Kindern nahmen 1360 das Angebot an. Im August fuhr dann auch die erste Reisegruppe, rund 400 Kinder plus Begleitpersonen, in den Freizeitpark in Rust. Für die restlichen Kinder aber kam dann die Hiobsbotschaft: Die Termine für die nächste Reise im Sommer wurden annulliert. «Uns fehlen die Paten», erklärte Arnold Krattinger, Verantwortlicher für Marketing und Sponsoring vom OK, Ende August den FN. Während der Sommerferien sei es dem OK nicht möglich gewesen, genügend Geldgeber zu finden, um die offerierten Reisen für die Kinder zu finanzieren. Zudem hätten sich zu wenig zahlungswillige Begleitpersonen gemeldet, sagte Krattinger. Gemäss einem Trainer des FC Ueberstorf kostete die Reise für zusätzliche Begleitpersonen 105 Franken. Kinder, die zusätzlich zur Mannschaft mitreisen wollten, zahlten 95 Franken. Die Kosten hätten die Fahrt, einen Lunch sowie den Eintritt beinhaltet. Die Mannschaft des Trainers vom FC Ueberstorf habe allein 990 Franken einbezahlt. Bereits im August war also klar: Für die Durchführung der versprochenen Reisen war die Finanzierung nicht zum Vornherein gesichert. Krattinger gab sich jedoch zu diesem Zeitpunkt zuversichtlich. Er glaubte daran, dass die Reise in den Herbstferien Ende Oktober durchgeführt werden könnten.

Forderung nach Geld

Anfang Herbst kamen Gerüchte auf, dass auch die Reisen im Oktober möglicherweise abgesagt würden. Auch dem Trainer des FC Ueberstorf kam dies zu Ohren, und er informierte sich bei Krattinger über den Stand der Dinge. In einem Brief an die Plaffeier Sekulic-Verantwortlichen, der den FN vorliegt, beschreibt er diese Kontaktaufnahme, aber auch die Forderung von Krattinger. Der FC ­Ueberstorf solle drei Göttis finden, die je 500 Franken organisieren, damit die Reise durchgeführt werden könne. Den Rest würde Krattinger selber übernehmen. Diese Forderung ging dem FC Ueberstorf zu weit. «Das geht gar nicht», schrieb der Trainer im Brief.

Fehlende Kommunikation

Der Tag der Abfahrt in den Europapark rückte näher, doch seitens der Organisation kamen keine weiteren Informationen. So hat sich Fabrice Scherwey aus Heitenried über die Abfahrtszeiten direkt beim Reiseveranstalter informiert. Vom Reiseunternehmen Bu­chard Voyages kam dann die Absage des Europaparktrips. «Sich mit vorgeschossenen Lorbeeren zu schmücken, war für das OK kein Problem, den Fehler aber einzugestehen und die Mannschaften und die Teilnehmer zu informieren, war dann aber doch zu umständlich», schrieb Fabrice Scherwey in einem Leserbrief an die FN.

Auf der Website des Turniers wurde die Absage der Europaparkreisen schliesslich offiziell: «Mit schwerem Herzen und grossem Bedauern kündigen wir die Annullierung der Abfahrten für den Europapark an. Tatsächlich ist es der Sekulic-Organisation nicht möglich, diese Fahrten zu finanzieren.» Begleitpersonen, die bereits Geld bezahlt hätten, werde das Geld zurückerstattet. Diese Information leitete das OK Anfang November auch via den Freiburger Fussballverband an alle Fussballklubs weiter. «Eine Begründung erhielten wir aber nicht», sagte der Trainer des FC ­Ueberstorf, der auch keine direkte Antwort auf sein Schreiben an die Verantwortlichen erhielt.

FC Plaffeien bezieht Stellung

Der FC Plaffeien war als Gastgeber zwar Teil des OK, die Klubführung distanziert sich aber vom weitgehend misslungenen Reiseprojekt. «Die Organisation der Reisen war vom Turnier abgekoppelt im Bereich Marketing und Sponsoring und lief nicht über das eigentliche Turnier-OK», erklärte der Präsident des FC Plaffeien, Andreas Schrag, den FN auf Anfrage. Daher sei die Finanzierung zu wenig intensiv kontrolliert worden. «Als dann die ersten Rückstände bemerkt wurden, war es für eine folgenlose Absage leider schon zu spät», so Schrag. Ansonsten wäre es zu einem grossen, irreparablen finanziellen Schaden für den Verein ge­kommen.

Das OK schweigt

Die FN haben seit Bekanntgabe der Absage im Oktober versucht, die verantwortlichen OK-Mitglieder zu den Hintergründen des Reiseversprechens zu befragen. Eine Stellungnahme wurde zunächst auf Anfang November in Aussicht gestellt, blieb aber aus. Nach erneutem Nachfragen sagte Hanspeter Piller, OK-Präsident, gegenüber den FN, dass man die Sache für den Moment Ruhen lassen wolle und im Dezember ein offizielles Statement formulieren werde. Ohne die Antwort seitens des Marketingverantwortlichen Krattinger bleibt es also unklar, warum die Reisen versprochen wurden, ohne die nötigen finanziellen Mittel im Vorfeld bereitzustellen.

Gerüchteküche

Verschuldung und Autoverlosung

Zum Wirbel um die nicht zustande gekommenen Reisen in den Europapark kamen in den letzten Wochen verschiedene Gerüchte auf. So habe etwa der FC Plaffeien wegen des Turniers hohe Schulden angehäuft. Klubpräsident Andreas Schrag dementiert dies. Sämtliche Ausgaben seien ohne Schulden finanziert worden. «Fakt ist aber, dass wir noch auf Zahlungen von Schuldnern warten, die für einen positiven Finanzabschluss durchaus benötigt werden.» In Gang kam die Gerüchteküche auch wegen angeblich nicht ausgelieferter Tombola- und Lottogewinne. FC-Präsident Schrag sagte dazu den FN, dass ein Auto wegen der Absage der Europapark-Reisen nicht verlost werden konnte. Zwei Autos seien hingegen als Tombola- und als Lottopreis an die glücklichen Gewinner übergeben worden. Ein weiteres Auto sei als Hauptgewinn einer zweiten Tombola zwar bereitgestanden, bis zum Ablauf der Abholfrist aber nicht eingelöst worden.

Gerüchteküche

Verschuldung und nicht übergebene Tombolapreise?

Zum Wirbel um die nicht zustande gekommenen Reisen in den Europapark kamen in den letzten Wochen verschiedene Gerüchte auf. So habe etwa der FC Plaffeien wegen des Turniers hohe Schulden angehäuft. Klubpräsident An­dre­as Schrag dementiert dies. Sämtliche Ausgaben seien ohne Schulden finanziert worden. «Fakt ist aber, dass wir noch auf Zahlungen von Schuldnern warten, die für einen positiven Finanzabschluss durchaus benötigt werden.» In Gang kam die Gerüchteküche auch wegen angeblich nicht ausgelieferter Tombola- und Lottogewinne. FC-Präsident Schrag sagte dazu den FN, dass ein Auto wegen der Absage der Europapark-Reisen nicht verlost werden konnte. Zwei Autos seien hingegen als Tombola- und als Lottopreis an die glücklichen Gewinner übergeben worden. Ein weiteres Auto sei als Hauptgewinn einer zweiten Tombola zwar bereitgestanden, bis zum Ablauf der Abholfrist aber nicht eingelöst worden.

 

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