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Lehnstuhl für Murtnerin

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Emma Elisabeth Girsberger trat gestern in ihr 100. Lebensjahr ein

«Ich habe bei Ihnen noch Klavierunterricht genommen. Mögen Sie sich noch erinnern?» fragte Christiane Feldmann die 99-Jährige. Emma Elisabeth Girsberger vermochte sich nicht zu erinnern. Offenbar hatte Christiane Feldmann als Musikschülerin nicht so einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen wie jetzt als Stadtpräsidentin.

Tatsächlich hat die Jubilarin als Musiklehrerin hunderte von Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Emma Elisabeth Girsberger war am 16. Februar 1901 bereits in ein sehr musikalisches Zürcher Haus geboren worden. Sie studierte Geige und Klavier, und in ihrem gastfreundlichen Haus wurde oft mit der Familie und mit Freunden Musik gespielt.

Gründungsmitglied eines Tennisclubs

Nach der Heirat ihrer Geschwister zog die Jubilarin mit ihren Eltern nach Klosters, wo sie Musikunterricht erteilte. Ein Diplom in ihrem Zimmer im Alterszentrum an der Meylandstrasse erinnert zudem daran, dass sie in Klosters auch zu den Gründungsmitgliedern des dortigen Tennisclubs gehörte.

Nach dem Tod des Vaters zog Emma Elisabeth Girsberger bei Kriegsausbruch mit ihrer Mutter nach Murten, wo sie auch näher bei ihrem Bruder und ihrer Schwester wohnte.
Die Schwester wohnte in Bern, der Bruder in Lausanne, und mit beiden hatte sie immer ein sehr gutes Verhältnis. Auch für ihre Nichte, Verena Schorer, war sie immer wie eine zweite Mutter.

In Murten Musiklehrerin

Auch in Murten baute sich Emma Elisabeth Girsberger schon bald eine Karriere als Musiklehrerin auf. Ihre Mutter, die sie nach einem Schlaganfall 1944 aufopfernd gepflegt hatte, starb 1958, doch Emma Elisabeth Girsberger wohnte noch rund 20 Jahre an der Bubenbergstrasse. 1975 zog sie an die Meylandstrasse.

Aber auch da spielte sie noch einmal wöchentlich in einem Orchester, reiste viel herum und war allgemein sehr unternehmungslustig. Vor zwei Jahren machten sich zwar Altersbeschwerden bemerkbar, doch den Humor behielt sie bis heute.

Ein besonderes Auge
auf den Staatsweibel

Gestern konnte Emma Elisabeth Girsberger nebst der Delegation der Stadt Murten auch Staatsratspräsidentin Ruth Lüthi und den Weibel bei sich empfangen. Das Gebäudedepartement hatte schon vorgängig den traditionellen Lehnstuhl mit entsprechender Metallplatte geliefert, so dass die Staatsratspräsidentin sich als erstes erkundigte, ob man bequem darin sitze.

Die Seniorin fühlte sich durch den grossen Besuch geschmeichelt – es waren alleine sechs Pressevertreter zugegen -, es war ihr gar etwas unheimlich, doch der Staatsweibel hatte es ihr besonders angetan.
Zwar ohne Musik, dafür aber mit Blumen, Glückwunschkarten, Geschenken und einem Gläschen Weisswein feierte die Jubilarin so gestern ihren Jubeltag würdig.

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