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Lehrer befürchten Pensionswelle

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Ein Nein zur Reform hätte für den Kanton Freiburg gravierende negative Folgen. Davon ist der Dachverband Fede, dem über die angeschlossenen Personalverbänden über 5000 Staatsangestellte angehören, überzeugt. An der gestrigen Pressekonferenz plädierten Fede-Vertreter entsprechend für ein Ja zu dieser Reform. «Es ist eine ausgewogene Reform, ein Nein würde sehr gefährliche Auswirkungen für den Kanton Freiburg haben», betonte Fede-Präsident Bernard Fragnière. Es könne passieren, dass die heute hervorragende Qualität der Dienstleistungen des Staats infrage gestellt würde.

Einbussen ja, aber …

Den 19 000 Staatsangestellten sei bewusst, dass eine Sanierung der Pensionskasse des Staatspersonals dringend notwendig sei und dass sie Einbussen in Kauf nehmen müssten, etwa eine Erhöhung der Beiträge an die Pensionskasse ab 2022 um ein Prozent, wie dies auch der Staat als Arbeitgeber tun werde. Und der Staat würde bei einem Ja auch 330 Millionen Franken zur Sanierung beitragen, die Gemeinden 50 Millionen Franken. «Der Staat hat die notwendigen Mittel dazu. Es gibt keinen Plan B in dieser Sache. Bei einem Nein würden die Staatsangestellten eine Renteneinbusse von bis zu 25 Prozent erleiden statt der 9,5 Prozent ab dem 45. Altersjahr», betonte Gaétan Emonet, Präsident der heilpädagogischen Gesellschaft des welschen Kantonsteils. «Der Staatsrat wird nach einem Nein keine bessere Reform präsentieren», gab er sich überzeugt.

Wie die negativen Folgen eines Nein aussehen könnten, schilderte Nadine Thalmann als Präsidentin der Lehrerinnen und Lehrer Deutschfreiburgs. «Aufgrund des Baby-Booms stehen wir ohnehin vor einer Pensionierungswelle. Wir haben schon heute Mühe, die frei werdenden Lehrerstellen zu besetzen. Ein Nein zur Reform würde eine zusätzliche Frühpensionierungswelle auslösen», mahnte sie. Das würde unweigerlich zu einem Lehrermangel führen. «Ja, es gibt Lehrerinnen und Lehrer, die den Ausgang der Abstimmung vom 29. November abwarten, um zu entscheiden, ob sie vorzeitig in Pension gehen wollen oder nicht», sagte sie.

Ein Ja als Anerkennung

Präsident Fragnière erinnerte daran, dass der Personaldachverband Fede hart mit dem Staatsrat für eine gute Lösung verhandelt habe, auch mit Aktionen wie einer Arbeitsniederlegung. «Wir sagen heute Ja zu einer Kompromisslösung, wenn auch ohne grosse Begeisterung», sagte er. Grégoire Seitert, Präsident der Vereinigung der höhren Kader und Magistratspersonen, erinnerte daran, was der Staat während der Corona-Pandemie alles für die Bevölkerung getan habe. «Noch nie waren wir so nahe an der Bevölkerung», hielt er fest. Auch Nadine Thalmann würde ein Ja als ein Zeichen der Anerkennung der Bevölkerung für die Lehrerschaft betrachten.

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