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Licht und Schatten an den Börsen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Während die Corona-Pandemie unverändert die Perspektiven für die Weltwirtschaft und zu einem Grossteil auch die Anlegerstimmung stark beeinflusst, können die Aktienmärkte weiterhin auf die Unterstützung der grossen Zentralbanken und weitere staatliche Konjunkturprogramme setzen. Die Volatilität nimmt aber zu, und Anleger bewegen sich seit langem in einem äusserst herausfordernden Börsenumfeld.

Mit dem jüngst verkündeten Strategiewechsel der amerikanischen Notenbank (Federal Reserve) dürften die Leitzinsen in den USA auf noch längere Sicht auf rekordtiefem Niveau verharren. Dies hat einerseits Signalwirkung für die Zinsen weltweit und unterstützt andererseits die Nachfrage nach Aktien.

Im Zentrum stehen hier seit längerem die Technologiewerte wie Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft (GAFAM), deren Geschäftsmodelle sich insbesondere in der Corona-Krisensituation als äusserst erfolgreich bewiesen haben. Bis letzte Woche beeindruckten sie mit einer atemberaubenden Kursrally.

Die kombinierte Marktkapitalisierung der oben genannten fünf Aktien machte zeitweise mehr als ein Viertel des S&P-500-Index aus. Dies stellt den höchsten bisher erzielten Wert dieser Aktien im marktbreiten Index dar.

Die Rally bei den Technologieaktien sorgte an der Wall Street bis vor einer Woche für eine regelrechte Rekordjagd. Angesichts erfolgreicher Geschäftsmodelle dürften die Tech-Aktien trotz der teilweise hohen Bewertung attraktiv bleiben.

Entscheidender Arbeitsmarkt?

In den USA wurden im August mit 1371 Millionen Dollar neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit scheint sich die Erholung fortzusetzen, jedoch sind trotz der starken Zuwächse in den letzten Monaten immer noch weniger als die Hälfte der im März und April verloren gegangenen 22 Millionen Arbeitsplätze wieder «zurückerobert» worden.

Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenquote den vierten Monat in Folge und im August eindrucksvoll von 10,2 auf 8,4 Prozent. Im April hatte die Arbeitslosenquote während des Lockdown mit 14,7 Prozent den bisherigen Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht.

Ob die Erholung am amerikanischen Arbeitsmarkt angesichts der nach wie vor höchst unsicheren Pandemielage nachhaltig ist, bleibt aber fraglich. Zudem haben bereits stark betroffene Branchen, wie beispielsweise verschiedene Fluggesellschaften, einen bevorstehenden gross angelegten Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt wird auch im Rennen um das Weisse Haus ein entscheidender Faktor sein. Sollte sich die Erholung fortsetzen, könnte Präsident Donald Trump bei vielen Wählern durchaus punkten, insbesondere bei dem Heer der Unentschlossenen, die in einer Krisensituation nicht gewillt sein könnten, den Kapitän am 3. November von der Brücke zu beordern.

Dollarschwäche irritiert Europa

Die Europäische Zentralbank (EZB) scheint mit sorgenvollem Blick auf die anhaltende Schwäche des US-Dollars, respektive die Aufwertung des Euros, zu blicken. Sollte die Aufwertung anhalten, steigt einerseits der Druck auf die EZB, ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern, andererseits dämpft der starke Euro die Konjunkturaussichten für die Eurozone – Stichwort: Exporte. Vorerst hält die EZB an ihrem geldpolitischen Kurs fest. Der US-Dollar bleibt aber nachhaltig angeschlagen, nicht zuletzt durch die jüngst beschlossene Strategieanpassung der US-Notenbank. Diese hat zur Folge, dass die US-Leitzinsen noch für absehbare Zeit (und länger) auf rekordtiefem Niveau verharren werden, was für den Greenback einen schwerwiegenden Negativfaktor darstellt.

Der Autor

Denis Reiser ist Direktor und Finanzberater der LGT Bank (Schweiz) AG in Bern. Er wohnt in Ried bei Kerzers.

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