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«Lieber aktiv als apathisch»

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«Lieber aktiv als apathisch»

Zwei Freiburger als Vertreter der Schweizer Jugend bei der Uno

Drei junge Erwachsene verleihen der Schweizer Jugend bei der UNO eine Stimme. Mit dabei sind auch der Düdinger Beni Rindlisbacher und die in Freiburg wohnhafte Marie Bacher.

Autor: Von MATTHIAS FASEL

«Als Jugendlicher fühle ich mich betroffen von den Geschehnissen auf dieser Welt. Es ist schön zu versuchen, das mitzubestimmen», nennt Beni Rindlisbacher aus Düdingen als Grund für sein Engagement beim Projekt Youth Rep (vgl. Kasten).Seit einem halben Jahr ist er einer von drei Schweizern, die die Schweizer Jugend bei der Uno repräsentieren. Ein durchaus aufwendiges Mandat. Rindlisbacher vergleicht sein Pensum mit einer 20-Prozent-Stelle. Es lasse sich aber mit seinem Praktikum bei Amnesty International vereinbaren.

Vortrag in New York

Der Grossteil der Arbeit besteht aus Sitzungen und Büroarbeit. Dem jungen Projekt soll noch eine klare Richtung gegeben werden. Ausserdem braucht es auch Lobbyarbeit. Dafür muss zunächst einmal ein Netzwerk geschaffen werden. Geld gibt es dafür nicht. Aber immerhin einige Zückerchen. Marie Bacher, die ebenfalls in Freiburg wohnt, wird im November in Zypern an einem internationalen Jugendforum der Unesco teilnehmen können. Die Reise- und Unterkunftskosten werden vom EDA und von Unesco International übernommen.Maja Rüegg, die Dritte im Bunde, konnte Mitte Oktober sogar als Mitglied der Schweizer Delegation die Uno-Generalversammlung in New York mitverfolgen und sogar einen Vortrag halten. Leider nicht vor der Hauptversammlung.Bei der Uno gibt es sechs Ausschüsse. Einer davon ist der Ausschuss Soziales und Kulturelles. Darin ist ein Agendapunkt die soziale Entwicklung. Dazu gibt es wiederum einen Ausschuss Jugend. «Dort durfte ich den Vortrag halten.» Maja Rüegg schmunzelt, wenn sie das erzählt. Die drei jungen Erwachsenen machen sich keine Illusionen über ihren Einfluss auf die Weltpolitik. «Ich habe mit dieser Rede bestimmt nicht die Welt verändert», sagt die in Genf wohnhafte Baslerin. Aber immerhin habe ihr der irakische Botschafter nach der Versammlung erzählt, der Vortrag habe ihn dazu inspiriert, über die Jugend im eigenen Land nachzudenken.Direkt könne man aber nur wenig Einfluss nehmen, erklärt Rindlisbacher. Mit Lobbyarbeit versuchen sie deshalb, indirekt Inputs zu geben. Das sei im Moment aber sowieso nur sekundär. «Wichtig ist es, vor allem Erfahrungen zu sammeln, wie das Konstrukt Uno funktioniert, um das den Jugendlichen in der Schweiz zu vermitteln.»Besteht nicht die Gefahr, dass Projekte wie das Youth Rep zu Alibi-Übungen werden? Diese Gefahr sieht auch Marie Bacher, relativiert aber gleichzeitig: «Wir nehmen unsere Aufgabe sehr ernst und kommunizieren das auch gegenüber dem EDA.» Sie ist überzeugt, dass mit engagierter und fokussierter Arbeit der Youth Rep erreicht werden kann, dass die drei Amtsträger auch konkret mehr Einfluss erhalten. «Auf jeden Fall bin ich lieber aktiv als apathisch», fügt sie an.In den eineinhalb Jahren, die den drei noch bleiben, werden sie noch vermehrt den Kontakt mit Jugendlichen suchen. Mit Vorträgen in Schulen werden sie über die Uno informieren und gleichzeitig die Anliegen der Schweizer Jugend aufnehmen.

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