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«Lothar» macht Schafen zu schaffen

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400 Schafe, 2 Esel, 2 Hunde und 1 Schäfer auf dem Weg durch den Oberen Seebezirk

Seit 13 Jahren zieht er mit seinen Schafherden jeden Winter zwischen Romont und Murten hin und her; Ende Februar sei er immer im Raum Murten und mache sich dann auf den Rückweg nach Autafond. Im Herbst zählte dieHerde etwa 600 Schafe, jetzt noch rund 400.

Während sich die Schafe unterhalb von Kleinguschelmuth den Magen füllen, ist vom Schäfer zu erfahren, was für ein Fehler dies ist:Die fettesten landen nämlich in der unweit gelegenen Micarna. «Immer wenn dort Bedarf ist, liefere ich.»
Zurzeit ist der Schäfer mit seinen Tieren, zu denen auch zwei Hunde und zwei Esel gehören, allein in der Natur. Einsam? «Nein, ich liebe die Natur», sagt der ehemalige Landwirt. Bis vor ein paar Tagen, im strengsten Teil des Winters, habe er einen Begleiter gehabt. Überall, wo er durchziehe, kenne er Leute, speziell die Bauern. «Ausserdem sind wir, vor allem für die Kinder, immer eine Attraktion. Da herrscht manchmal gar zu viel Trubel.» Für eine Freundin habe man als Schäfer durchaus Zeit, sagt er.
Man müsse dieses Leben draussen aber schon lieben. Es sei nicht jedermanns Sache, etwa in der Natur zu übernachten. An die Kälte gewöhne man sich. «Manchmal muss man aber schon kämpfen», schränkt er ein.
Dieser Winter sei angenehm gewesen. Im Herbst habe es noch viel Gras gegeben. «Da schätzten die Landwirte es sogar, dass wir aufgeräumt haben.» Es gebe nur vereinzelt Leute, die an den gefrässigen Schafen Anstoss nähmen. «Aber die kennt man und geht ihnen aus dem Weg.»

Flucht vor dem Sturm

Nur der Sturm Ende Jahr sei schlimm gewesen, sagt der Schäfer. Oft führe der Weg der Herde nämlich durch Waldstücke. In den letzten Wochen habe er manchen Umweg machen müssen, weil der Durchgang durch die Wälder versperrt war. Und am Sturm-Tag habe die Herde aus dem Wald eilen müssen, als die Bäume reihenweise umfielen, erzählt er.

Besondere Hindernisse sind Strassen. Zu zweit sei die Überquerung noch ziemlich einfach. Es gehe auch allein. Die Kantonsstrasse zwischen Jeuss und Grissach/Cressier etwa habe er frühmorgens überquert.
Die Technik hat auch beim Schäfer Einzug gehalten: Wenn er die Herde mal verlässt, etwa in der Mittagspause, zäunt er die Schafe schnell ein, wobei er sicherheitshalber den Zaun unter Strom setzt. Und seit diesem Jahr habe er auch ein Handy. «Vorher war ich ein wahrer Handy-Gegner.» Ganz überzeugt ist er nicht von seiner Anschaffung. Es sei jetzt nicht mehr ganz die gleiche Freiheit, meint er. Zur Freiheit gehört auch, dass er seinen Namen nicht genannt haben will. Aber wirklich frei sei man auch als Schäfer nicht: «Man muss sich ja um die Tiere kümmern.»

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