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Lügen haben kurze Beine

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ratgeber Erziehung

Schon im Kindergarten hat unsere Tochter (7 Jahre) häufig Geschichten erzählt, die so nicht stattgefunden haben. Damals haben wir uns nicht viel dabei gedacht und es als Fantasie akzeptiert. In letzter Zeit aber ist mir aufgefallen, wie meine Tochter gelogen hat, gerade wenn sie sich vor Hausaufgaben oder Ämtlis drücken wollte. Ich möchte Sie nicht zum Lügen erziehen. Was kann ich tun?

 

 Wie Sie schon ganz richtig bemerkt haben: Im Kindergartenalter sind Halbwahrheiten noch in Ordnung, denn die Kinder können noch nicht zwischen Realität und Fantasie unterscheiden. Ab zirka sechs Jahren ist diese Fähigkeit jedoch vorhanden. Dann wird es Zeit zu lernen, dass Lügen kurze Beine haben und sich nicht lohnen.

Es gibt viele Gründe, warum Kinder lügen. Sie möchten sich im Freundeskreis beliebter machen, versuchen etwas zu vertuschen, oder sie möchten sich eben vor etwas Unangenehmen drücken.

Was auch immer der Grund sein mag: Reagieren Sie darauf, suchen Sie das Gespräch und erklären Sie Ihrer Tochter, dass Lügen Wahrheiten verschleiern und dies Unrecht bedeutet. Machen Sie ihr klar, dass Lügen üble Folgen haben können. Sagen Sie ihr zum Beispiel, dass Sie ihr nicht mehr vertrauen können, wenn sie lügt und ihr dann nichts mehr glauben, selbst wenn sie ehrlich ist. Verzichten Sie auf Moralpredigten, sondern fragen Sie Ihre Tochter eher, weshalb sie gelogen hat und geben Sie ihr die Möglichkeit, sich zu erklären.

Wenn Ihre Tochter weiterhin lügt, überlegen Sie sich geeignete Konsequenzen, wie zum Beispiel ein Musikverbot für den Tag. Sie soll lernen, dass sich Lügen nicht auszahlen und nicht akzeptiert werden.

Geben Sie Ihrer Tochter auch bewusst die Möglichkeit, die Wahrheit zu sagen. Fragen Sie nach Dingen, die Sie schon wissen, wie: «Hast du dein Zimmer aufgeräumt?» So kann sie üben, die Wahrheit zu sagen. Loben Sie sie für ihre Ehrlichkeit, unabhängig davon, was sie gemacht hat.

Kinder haben ein feines Gespür für Ehrlichkeit. Mit den oben genannten Tipps unterstützen Sie Ihre Tochter dabei, dieses Grundgefühl wieder in den Vordergrund zu rücken und zu festigen.

M. Sc.Susanne Kurzist Psychologin und Mitarbeiterin des Familieninstituts der Uni Freiburg sowie der Fachstelle Triple P Schweiz, die ein Erziehungsprogramm für Eltern anbietet. Telefonberatung für Kinder, Jugendliche, Eltern, Paare und Einzelpersonen: Fr., 14 bis 16 Uhr: 026 300 73 57. Die Telefonberatung ist ein kostenloses Angebot vom Familieninstitut der Uni Freiburg.

«Verzichten Sie auf Moralpredigten.»

 

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