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Mario Gomez als Matchwinner zurück auf die Deutsche Ersatzbank?

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Endlich, so schien es, war Mario Gomez in der deutschen Nationalmannschaft angekommen. Endlich hatte er für Deutschland an einem Turnier einen wichtigen Treffer erzielt. Und endlich hatte Joachim Löw einmal auf ihn gesetzt, nachdem der Bundestrainer immer Miroslav Klose dem Bayern-Stürmer vorgezogen hatte. Nach hinten springend drückte Gomez gegen Portugal in der 72. Minute eine abgefälschte Flanke von Sami Khedira mit dem Kopf in die lange Torecke.

Im dritten Anlauf

Als «sensationell» bezeichnete Mats Hummels den Treffer seines Teamkollegen. Für Gomez selbst war der 22. Treffer in seinem 53. Länderspiel das «gefühlsmässig schönste und wichtigste Tor im DFB-Dress». Der Treffer fiel just in jenem Moment, als Gomez’ Konkurrent Klose an der Seitenlinie zum Wechsel bereitstand.

Gomez und die deutsche Nationalmannschaft war lange Zeit keine Symbiose. Von Gomez’ Auftritten an der EM 2008 blieb vor allem seine vergebene Grosschance in der Vorrundenpartie gegen Österreich in Erinnerung, als er den Ball aus zwei Metern Entfernung nicht ins leere Tor brachte. An der WM 2010 war er in der brillant aufspielenden deutschen Offensive in der K.o.-Phase kein Faktor und blieb ebenfalls ohne Torerfolg. Nun schien die Zeit reif, dass der 26-Jährige auch in der DFB-Auswahl entscheidende Akzente zu setzen vermag.

Kritik an Gomez

Doch Gomez’ Glückseligkeit wurde nach dem Spiel in Charkiw schnell getrübt. Wenige Minuten nach dem Abpfiff kritisierte «ARD»-Experte Mehmet Scholl vor mehr als 20 Millionen TV-Zuschauern den Auftritt von Gomez mit markigen Worten: «Er hatte zwei, drei Aktionen – das war es dann aber auch.» Und: «Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss.»

Mit seinen Aussagen löste Scholl in Fussball-Deutschland eine heftige Debatte aus. Gomez wahrte gegenüber den Medien zwar die Contenance, doch ihm war anzumerken, dass ihn Scholls Kritik doch mehr traf, als er zugeben wollte. Dass die kritischen Worte aus dem eigenen Haus kamen – Scholl wird in der nächsten Saison die Amateur-Mannschaft der Bayern trainieren – dürfte Gomez besonders genervt haben. «Mia san mia, wir sind eine grosse Familie», sagte er mit ironischem Unterton und fügte an, dass es zwischen den beiden bereits am letzten Oktoberfest in München zu Diskussionen gekommen war.

Die Signale des Bundestrainers

Zweifel an sich hat Gomez trotz Scholls Kritik keine: «Ich bin der erfolgreichste deutsche Torschütze der letzten zwei Jahre und in der Champions League hinter Messi der beste Torschütze, warum sollte ich mich da ändern?» 54 Tore hat er für die Bayern in den letzten zwei Bundesliga-Saisons geschossen, zwölf in der abgelaufenen Champions League. Dass gegen Portugal nicht alles gut war, weiss auch Gomez. «Es ist doch schön, wenn man das erste Spiel gewinnt, auch wenn man noch nicht bei 100 Prozent war», so Gomez. «Holland und viele andere Teams wären froh, hätten sie das erste Spiel gewonnen.» Für den heutigen Gegner von Deutschland geht es nach der Auftaktpleite gegen Dänemark (0:1) bereits um alles oder nichts. Gomez geht fest davon aus, dass er auch gegen Holland in der Startaufstellung stehen wird.

Klose als einzige Spitze?

Dabei könnte er sich allerdings irren. Viele Zeichen deuten darauf hin, dass es eher früher als später zu einem Wechsel im deutschen Sturmzentrum kommen wird. Bundestrainer Löw sprach von einer «ansprechenden Leistung» von Gomez. Wechsel in der Startaufstellung für heute schliesst er nicht aus: «Ich sage nicht, never change a winning team.» Dem Schwaben ist nicht entgangen, dass die Offensive gegen Portugal bei weitem noch nicht so gut funktionierte, wie erhofft.

Ein entscheidender Faktor im 4-2-3-1-System Löws spielt die einzige Sturmspitze, von der nicht nur Skorerqualitäten gefordert sind. Klose ist spielstärker als Gomez und hat bewiesen, dass er mit Thomas Müller, Mesut Özil und Lukas Podolski blendend harmoniert. Zudem hat der Lazio-Stürmer, der die Schlussphase der Saison wegen einer Verletzung verpasst hatte, in Länderspielen die bessere Torquote (0,54 Tore) als Gomez (0,43 Tore) und verfügt über eine immense internationale Erfahrung (117 Länderspiele). «Klose ist so weit, dass er von Anfang an spielen kann. Wenn er topfit ist, ist er ein Weltklassestürmer», so Löw. Die Signale des Bundestrainers sind deutlich.Si

Steht trotz seines entscheidenden Treffers gegen Portugal in der Kritik: Mario Gomez.Bild Keystone

«Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss.»

Autor: Mehmet Scholl

Autor: «ARD»-Fussballexperte

«Ich bin der erfolgreichste deutsche Torschütze der letzten zwei Jahre, warum sollte ich mich da ändern?»

Autor: Mario Gomez

Autor: Nationalspieler Deutschland

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