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Masken

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Pflicht

Bis zum Obligatorium im öffentlichen Verkehr, über das die FN am 2. Juli berichteten, gab es in der Schweiz keine behördlich verordnete Maskenpflicht. Die Pflicht bei den Coiffeuren beispielsweise beruht auf deren Schutzkonzept.

Nach dem ÖV-Obligatorium wurde an immer mehr Orten die Maske Pflicht. Am 14.  Juli berichteten die FN, dass an der Uni Freiburg ab dem Herbst Masken obligatorisch seien. Am 11.  August kamen im Kanton Freiburg die Gymnasien sowie die Fach- und Handelsmittelschule dazu. Als erster Deutschschweizer Kanton führte am 24. August Basel-Stadt die Maskenpflicht ein, genauso wie Novartis als erstes grosses Unternehmen in allen Gebäuden, hiess es in den FN vom 22. August. Und heute lesen Sie auf Seite 3, dass ab morgen auch in den Freiburger Läden eine Maske getragen werden muss.

Auch im Flugverkehr muss die Maske aufgesetzt werden. Seit dem 28. Juli auf dem Flughafen Genf, seit Mitte August auch in allen Flugzeugen. Übrigens: In Paris muss man seit kurzem sogar im Freien eine Maske tragen.

Tragen? Oder nicht?

«Nein. Momentan nicht. Wenn sich das Virus auch bei uns ausbreitet, sollten zuerst besonders gefährdete Leute eine Maske tragen. Zum Beispiel Kranke oder ältere Menschen, die ein schwächeres Immunsystem haben. Aber natürlich auch Ärzte und das Pflegepersonal im Spital sollten sich damit schützen, weil sie am ehesten mit dem Erreger in Kontakt kommen könnten», antwortete die Direktorin des In­stituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich, Alexandra Trkola, am 25.  Februar in einem Interview mit den FN auf die Frage, ob nun jeder eine Maske kaufen müsse.

Und auch die Behörden wiederholten mantramässig: «Das Tragen von Hygienemasken wird generell nicht empfohlen. Die Ausnahme sind Personen, die Kontakt zu einem Virus-Fall haben.» (FN vom 26. und 28.  Fe­bruar, 2. März). Und nicht einmal bei den Spitexorganisationen im Kanton war man sich einig: Im Seebezirk waren sie gemäss FN vom 19. März nur bei Besuchen bei Risikopatienten Pflicht, im Sensebezirk immer.

Gesunde müssten keine Maske tragen, wurde Alain Berset am 17. April zum Thema Maskenpflicht im ÖV zitiert. Und auch noch nicht viel anders tönte es am 23. April, als eine Maskenempfehlung für den ÖV herausgegeben wurde: Eine Maske könne verhindern, dass eine bereits infizierte Person andere anstecke. Die Hygienemaske schütze aber nur in geringem Mass die Person, die sie trage.

Leute

Am 3. März war Magdalena Martullo-Blocher in den FN auf einem Bild mit Maske zu sehen. «Globi im Bundeshaus», twitterte Komiker Victor Giacobbo später dazu. Was er wohl heute schreiben würde?

Am 28. März gab der FC Barcelona bekannt, dass er der katalanischen Regierung 30 000 Schutzmasken geliefert habe, wie den FN vom 30. März zu entnehmen war. Woher der Fussballclub die Masken hatte, stand nicht im Artikel.

Am 25. Mai berichteten die FN, dass der in Texas geborene und dort lebende Schauspieler Matthew McConaughey und seine Frau 110 000 Schutzmasken in Land­spitälern in Texas abgeliefert hätten. Nur geliefert. Bezahlt hatte sie der Autohersteller Lincoln.

Die Sängerin Pink zieht gemäss FN vom 17. Juli zwei Masken übereinander an: eine blaue Hygienemaske und ein schwarzes Stoffexemplar mit floralem Muster. Dazu schrieb sie: «Ich habe Asthma und ich trage zwei Masken. Ich atme trotzdem gut.

Mangel

Obwohl der Bund immer wieder betonte, dass Masken keinen Schutz für den Träger böten, waren diese lange Zeit Mangelware. Einerseits gab es in den Läden zu wenige, aber auch bei den Kantonen und beim Bund herrschte Flaute. Am 9.  März schrieben die FN zum ersten Mal, der Bund habe 2016 festgestellt, dass die Kantone nur gerade zwei Drittel des Schutzmaskenbestandes vorrätig hätten, der für eine Grippe-Epidemie nötig wäre.

Am 14. April gingen sie in einem grossen Artikel der Sache genauer nach. Der Bund hatte trotz fehlender Schutzmasken 2016 den Kantonen keine Vorschriften gemacht, nur Empfehlungen herausgegeben. Grund: Pflichtlager wären den Kantonen zu teuer gewesen. Der Bund überwachte aber nicht einmal die Einhaltung der Empfehlungen. Weil der Pandemieplan des Bundes auf der Basis einer Grippe und nicht aufgrund eines neuartigen Virus berechnet worden war, war das während der Corona-Pandemie auch egal. Wenn man den aktuellen täglichen Maskenverbrauch von 1 bis 2 Millionen nur schon für das medizinische Personal auf das Grippe-Szenario umrechnet, hätte man damals einen Maskenvorrat für fünf Jahre anlegen müssen, wie die FN schrieben. Und das wäre definitiv jedem Kanton viel zu teuer gewesen.

Schutz

Die Frage, ob Schutzmasken schützen und wenn ja welche und wie, war immer wieder Teil von Artikeln in den FN – und wird es wohl auch bleiben. Zum ersten Mal erwähnt wurden Masken bereits am 28.  Januar: Sie waren ausverkauft, «obwohl Fachleute an ihrer Wirksamkeit zweifeln». Einen Monat später sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich, Alexandra Trkola, in einem Interview, wenn man für Viren geprüfte Masken trage, «gibt es einen hohen Schutz. Aber man muss sie auch richtig tragen, damit man die Luft durch den Filter der Maske und nicht von den nicht abgedichteten Stellen ansaugt».

Im Pandemieplan des Bundes von 2018, den die FN am 17. März zitierten, ging man von einem doppelten Schutz aus. Einerseits könnten Masken bei bereits Infizierten die Ausbreitung der Keime durch Tröpfcheninfektion reduzieren, andererseits gesunde Personen bis zu einem gewissen Grad vor einer Ansteckung schützen.

Nachdem Bundesrat und Beamte lange kommuniziert hatten, dass Masken für Gesunde keinen Sinn machten, haben sie dann diesen Plan offenbar noch gelesen. Vor der Einführung der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr wurde in den FN vom 4. Juli der Leiter der Gesundheitsexpertengruppe der bundesrätlichen Task Force, Marcel Tanner, so zitiert: «Masken können überall dort Übertragungen verhindern, wo die Grundmassnahme des Distanzhaltens nicht eingehalten werden kann.»

Wenigstens durchgehend klar war die Kommunikation des Bundes bezüglich selbst hergestellter Masken aus Stoff: Sie «böten keinen Schutz vor einer Ansteckung oder erhöhten sogar das Risiko», stand etwa in den FN vom 23. April und vom 11. Juli.

Relativ neu ist die Erkenntnis, dass auch Visiere schlecht schützen, wie die FN am 15. Juli berichteten. Überraschend ist das allerdings nicht, denn wenn Viren an schlecht angepassten Masken vorbeischweben können, dann doch sicher auch unter ein bei Weitem offeneres Visier.

Produktion

Vor Corona gab es in der Schweiz niemanden, der Schutzmasken produzierte, weil für die rund 10 Rappen, die eine Maske damals kostete, nicht kosten­deckend produziert werden konnte, wie die FN am 17.  März berichteten. Die Firma Wernli in Rothrist bekam aber so viele Anfragen von Spitälern, dass sie in China Produktionsmaschinen bestellt hat, um Mitte April die Maskenproduktion aufzunehmen. Bereits Ende März wollte die Flawa in Flawil gemäss dem FN-Bericht beginnen. Seither haben die FN weder über Wernli noch Flawa berichtet, beide haben aber die Produktion tatsächlich aufgenommen, und die Flawa-Maske wurde am 16.  Juli als Corona-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA) zertifiziert.

Immer wieder ein Thema in den FN war auch die Produktion von Stoffmasken. Das erste Mal am 17.  April als berichtet wurde, dass die im brasilianischen Nova Friburgo liegende Textilfabrik ihre Produktion auf Stoffmasken umstellen musste. Ende April kündigte das Ostschweizer Modeunternehmen Forster-Rohner Stoffmasken an, die heute tatsächlich erhältlich sind. Auch Steiger Textil ist in die Produktion eingestiegen, genauso wie drei Freiburgerinnen unterschiedlichen Alters, von denen die FN am 8. Mai berichteten.

Corona-Graphie

Die FN haben seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 2800 Artikel publiziert, die sich mit Fallzahlen, Auswirkungen, Absagen, Lockerungsmassnahmen und vielem mehr beschäftigten. In einer losen Serie blicken wir zurück.

Konzeption und Umsetzung: Yves Bertrand und Caroline Bürgy Poffet

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