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Mensch, reg’ Dich bitte auf !

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Der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl sprach über Geschwisterkonflikte

«Die Welt des Lebendigen ist ein ständiger Konflikt», sagt der Konfliktforscher Kurt Spielmann, und so meint es auch der Jugendpsychologe und Buchautor Allan Guggenbühl. Am Donnerstagabend waren die rund 55 Anwesenden guten Mutes. Denn nicht alles, was zuhause schief läuft, geht auf das Konto der Eltern.

Die Kinder kommen mit eigenem Charakter, mit eigenen Fähigkeiten auf die Welt. Geschwisterkonstellation, das Umfeld bestimmen den Lauf der Dinge und die Konflikte. So hörten die 45 Mütter und 10 Väter vom erfahrenen Jugendpsychologen die wohltuende Aussage, dass Konflikte die Chance des Lebens und unter keinen Umständen zu vermeiden sind.
Eine Lebensschule: «In der Auseinandersetzung suchen die Geschwister ihren Weg und können ihre Schattenbereiche ausleben.»
Wehe, wenn Eltern nicht mitmachen und etwa gar die kühle Schulter zeigen. Nein. Lieber Vater und liebe Mutter lässt Euch um Gotteswillen aufregen! So die Botschaft Guggenbühls! «Die Eltern ärgern heisst mit ihnen verbunden sein.» Eltern haben die Aufgabe, Emotionen aufzufangen. Es ist ein Zeichnen der Geborgenheit, wenn Kinder Spannungen von draussen nach innen tragen. Doch mit dem Ärger ist es nicht getan. Agieren sollen die Eltern, wenn sich Geschwister in die Haare geraten. Agieren und keine Moralpredigt halten: «Jeder ab in sein Zimmer, in einer Viertelstunde reden wir wieder», so oder ähnlich könnte der Befehl lauten.

«Der grösste Horror sind
zufriedene Eltern»

Zufriedene Eltern seien das grösste Ärgernis, wagte Allan Guggenbühl zu verkünden. Und siehe da, nicht nur einer und eine – nein, fast alle freuten sich im Saal. «Wenn die Mutter den Vater (umgekehrt auch möglich!) hie und da ins Pfefferland wünscht, dann wird das Kind von einer Riesenlast befreit.» Es kann sagen «Ich bin mit meiner Wut nicht allein.»

«Überhaupt», fährt Guggenbühl weiter «dieser unerträgliche Harmonieterror in unseren Familien. Dieser Zwang nach Konsens, der jegliche Entwicklung verhindert. Wo denn sonst als in der Familie können die Kinder «drauflosdonnern.»? Darum, wer kann, sorge für Auseinandersetzung! Ein gutes Zeugnis wird in Aussicht gestellt. «Nur wenn die Familie gut , gibt es Streit und Kampf!»

Was sich liebt, zankt sich

«Es gibt nichts Gefährlicheres als
heiraten»

Allan Guggenbühl zeichnete in seinem Vortrag ebenfalls die Entwicklung der Familie in den letzten 40 Jahren nach. «Früher, da war das Territorium klar abgegrenzt.» Die Küche das Reich der Mutter, das Büro dasjenige des Vaters. Der Zutritt der Kinder in die «gute Stube» nur in Ausnahmefällen toleriert. Allan Guggenbühl erinnert sich an den Besuch bei seinen Grosseltern: «Kaum ins Haus getreten, hiess es für uns Kinder rechts runter, ab in den Keller. Da war Raum fürs Spiel. Vater und Mutter hingegen, die sassen oben im Wohnzimmer…»

«Heute hingegen haben wir ein ganz anderes Bild.» Wo gibt es noch die Privatsphäre für den einzelnen. Alles ist Allgemeingut. Man geht gemeinsam auf Velotour, in die Berge, in die Ferien. Folgerichtig nehmen Konfliktsituationen zu. Darum «Die Familie ist absolut ein unmögliches Gefäss.» Jeder kennt jeden, weiss um dessen Schwächen und lernt ja gar, diese im richtigen Moment auszuspielen. In der Ehe sei es nicht viel anders und so meint der Jugendpsychologe: «Es gibt nichts Gefährlicheres als zu heiraten!»

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