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Mensen leiden unter Homeoffice

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Homeoffice – ein Anglizismus, der sich in den vergangenen Monaten in ­unseren Sprachgebrauch geschlichen hat. Die Zahl der ­Beschäftigten, die von zu Hause aus arbeiten, ist seit Beginn der Corona-Krise rasant angestiegen: Laut einer Studie der Beratungsfirma Deloitte Schweiz verdoppelte sich der Anteil der Personen im Home­office. Dass die Arbeit so doch weitergeführt werden konnte, mag die Wirtschaft zwar teilweise geschont haben. Für einige Firmen war aber genau dieser Umschwung zum Homeoffice ein grosses Pro­blem. Eines dieser Unternehmen ist die Gas­tronomiefirma Eldora SA, die das Personal­restaurant des Kantons Freiburg betreibt. «Es war eine sehr schwierige Zeit für uns», sagt Generaldirektor Andrew Gordon den FN.

Während des Lockdown war das Personalrestaurant, das sonst das ganze Jahr über geöffnet ist, geschlossen. Da der Grossteil der Staatsangestellten von zu Hause aus arbeite, sei die Nachfrage nach einer Mahlzeit am Arbeitsplatz ex­trem gesunken. Am 17. August hat das Personalrestaurant im Gebäude der Finanzdirektion Freiburg nun wieder mit einem kleineren Angebot geöffnet. «Uns ist wichtig, dass wir einen Minimalservice bieten können», sagt Gordon dazu. «Die Kunden sind froh, dass wir überhaupt wieder geöffnet ­haben.» Viele seiner Mitarbeiter befinden sich in Kurzarbeit, da das Unternehmen im Moment nicht alle seine Arbeitskräfte einsetzen kann.

Umsatzverlust

Finanziell bedeutet die geringe Nachfrage einen grossen Verlust: Gordon schätzt in einer ersten Prognose, dass die Eldora SA im Vergleich zum Vorjahr 140 Millionen Franken weniger Umsatz macht. Auch für die Umsetzung eines Schutzkonzeptes hat das Unternehmen viel Geld ausgegeben. «Das war es uns aber wert», betont Gordon, «wir wollen kein Risiko eingehen.» Zu den Schutzmassnahmen gehört unter anderem, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Masken tragen, Plexiglas die Kundschaft vom Personal trennt und die Räumlichkeiten regelmässig desinfiziert werden.

Weniger problematisch sehe die Situation der Kantinen von Alters- und Pflegeheimen und Spitälern aus, sagt Gordon. Die Eldora SA betreibt auch in diesem Bereich Mensen. Dort sei fast kein Umsatz verloren gegangen, da diese während der ganzen Zeit geöffnet hatten.

Kleineres Platzangebot

Auch die Schulkantinen öffnen gemeinsam mit den Schulen diese Woche wieder. So auch die Mensa an der Fachmittelschule (FMS) in Freiburg und dem Kollegium Gambach. «Wir öffnen in Absprache mit den Schulen mit einem verringerten Platzangebot», sagt Laurent Eltschinger, Leiter der Fachabteilung am Zentrum der beruflichen und sozialen Ausbildung Seedorf, das die Mensen der beiden Schulen betreibt. So können neu nur noch etwa die Hälfte der verfüg­baren Plätze besetzt werden, weshalb auch dieses Unternehmen mit einem geringeren Umsatz rechnet. Es dürfen vier bis sechs Personen an einem Tisch sitzen, und sie müssen jeweils ihren Namen und die Klasse, die sie besuchen, angeben, sagt Eltschinger. Es gebe auch keine Selbstbedienung oder Salatbuffets mehr. Ob viele Schüler das Angebot nutzen werden, sei schwierig zu sagen.

Mahlzeiten für zu Hause

Die Eldora SA hat sich ein neues System überlegt, um ihre Kunden auch im Home­office gastronomisch versorgen zu können. Mitte September lanciert die Firma das Konzept «Eldora@home», bei dem man Mahlzeiten für mehrere Tage an den Arbeitsplatz bestellen und von dort aus mit nach Hause nehmen kann. Die meisten Angestellten kämen trotz der Teleheimarbeit einmal in der Woche an ihren Arbeitsort. Dort könnten sie das Essen dann abholen. «Es wird sich zeigen, ob das Angebot genutzt wird», sagt Andrew Gordon.

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