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Michelle Cueni gibt Visitenkarte ab

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Autor: frank stettler

Michelle Cueni, Lea Sprunger, Ellen Sprunger und Marisa Lavanchy nutzten am vergangenen Samstag die perfekten Bedingungen in Genf: Sie verbesserten den vor rund einem Jahr in Lausanne aufgestellten Schweizer Rekord von 43,90 Sekunden – damals gelaufen von Mujinga Kambundji, Jacqueline Gasser, Clélia Reuse und Lea Sprunger – um neun Hundertstel auf 43,81 Sekunden. In Europa liegt die Schweizer Sprintstaffel damit im Moment auf Platz vier.

Neu an Position 16

Den Durchschnitt ihrer zwei besten Zeiten (dieser Wert zählt für die Olympia-Qualifikation) senkten die Schweizerinnen von 43,97 auf 43,855 Sekunden. Mit dieser Zeit stossen sie in der Weltrangliste von Position 18 auf 16 vor, nachdem sie unter anderem die Bahamas (43,88) überholt haben. Die 16 weltbesten Nationen qualifizieren sich für die Olympischen Spiele in London. Stichtag ist der 2. Juli. Geschlagen wurde die Schweiz in Genf einzig von den Holländerinnen, die ebenfalls Landesrekord liefen und mit 42,90 Sekunden zur Nummer 3 der Weltjahresbestenliste aufstiegen.

«Wir haben gewusst, dass wir einen Schweizer Rekord laufen müssen, wollen wir die Chance haben, in London mit dabei zu sein», sagt die 28-jährige Michelle Cueni, die für den LC Zürich startet. Überraschend sei diese schnelle Zeit insofern gewesen, als Marisa Lavanchy kurzfristig für Jacqueline Gasser eingesprungen sei, weil sich diese nach einer leichten Verletzung noch nicht voll einsatzfähig gefühlt habe. Doch just diese Flexibilität mache eben die Stärke der Schweizer Staffel aus, streicht Michelle Cueni hervor. «Wir sind rund ein Dutzend Athletinnen, die mehr oder weniger gleich schnell laufen können. Diese Ausgeglichenheit kommt uns zugute. Zudem haben wir jede zweite Woche ein gemeinsames Staffeltraining in Bern, was ein grosser Vorteil gegenüber anderen Nationen ist, deren Läuferinnen sich fast nie sehen.»

Keine Olympia-Garantie

Dank diesem Training klappt bei der Schweizer Equipe die mitunter entscheidende Stabübergabe trotz den vielen Wechseln ganz gut, auch wenn die ehemalige Athletin des TV Bösingen einräumt, dass es selbstredend optimaler wäre, wenn ein eingespieltes Quartett laufen würde. So aber ist der Nationaltrainer Laurent Meuwly nach wie vor auf der Suche nach der idealen Kombination. Dabei spielen die unmittelbaren Leistungen sowie die Staffelerfahrung eine zentrale Rolle für den Freiburger Coach.

Michelle Cueni, die in Genf ihren ersten nationalen Rekord bei den Aktiven lief, kam mit ihrer Position als Startläuferin gut zurecht. «Normalerweise komme ich eher als zweite Läuferin zum Zug, manchmal auch als Schlussläuferin. Als Starterin hatte ich aber keine Probleme, da ich dies bereits aus der U20 kenne.» Sie freue sich nun einfach, momentan unter den besten vier der Staffel zu sein. Der Landesrekord ist für Cueni indes noch keine Garantie, bei einer allfälligen Olympia-Qualifikation der Schweiz in London mit von der Partie zu sein. «Ich kann meine Chancen nicht in Prozenten ausdrücken», so die Sprinterin, die als Assistentin der Chefredaktion bei der Zeitschrift «Bilanz» arbeitet und sich nebenher im Bereich der chinesischen Medizin (Akupunktur) ausbilden lässt. «Dass ich zuletzt dreimal gelaufen bin, ist sicher ein gutes Zeichen. Ich muss nun einfach gesund bleiben und mich über die 100 und die 200 Meter weiter verbessern. Die anderen schlafen schliesslich auch nicht.» Gesetzt scheinen Lea Sprunger und Jacqueline Gasser. Dahinter ist alles offen.

Nächstes Ziel: EM

Damit es für die Schweizer Frauenstaffel aber überhaupt für London 2012 reicht, müssen weitere Spitzenzeiten her. «Unser Coach Laurent Meuwly hält gar eine Zeit von 43,40 Sekunden für möglich», so Michelle Cueni. «Sicher ist jedenfalls, dass wir Ende Juni an der Europameisterschaft in Helsinki weitere gute Zeiten laufen müssen.» Ob die Freiburgerin in Finnland ihr Können ein weiteres Mal unter Beweis stellen kann, steht noch in den Sternen. Eine Visitenkarte hat sie Laurent Meuwly allemal abgegeben.

Gestern konnte das tags zuvor erfolgreiche Quartett seinen Coup nicht wiederholen. Bei einem Meeting in La Chaux-de-Fonds reichte es nur für eine Zeit von 45,22 Sekunden. «Es war windig und kalt, zudem hat es geregnet», erklärt Michelle Cueni, deren nächster Start am Wochenende bei den Schweizer Vereinsmeisterschaften in Bern vorgesehen ist. Die Schweizer Staffel wird erst in Helsinki wieder auf Rekordjagd gehen. Am 17. Juni wird sich entscheiden, ob mit oder ohne Michelle Cueni.

Die Freiburger Startläuferin Michelle Cueni schickt Lea Sprunger auf die Reise.Bild Keystone

«Wir haben gewusst, dass wir Schweizer Rekord laufen müssen.»

«Dass ich zuletzt dreimal mit der Staffel gelaufen bin, ist sicher ein gutes Zeichen.»

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