Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Milchmarkt: Zusammenrücken ist angesagt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Josef Jungo

FreiburgMit der Aufhebung der Milchkontingentierung übergebe der Bund die Verantwortung der Branche, stellte Alexander Briw, Präsident des Vereins Schweizer Milch (VSM), am Weiterbildungsseminar der Vereinigung landwirtschaftlicher Betriebsleiter der 14 Strafvollzugsanstalten, fest (siehe Kasten). Jetzt müsse sich die Produzentenseite für eine strategische Ausrichtung entscheiden: Entweder wird der Kuhbestand um zehn bis 15 Prozent reduziert, oder die Preise passen sich den Marktmöglichkeiten an.

Der Zeitpunkt sei auch gekommen, dass «man aus der kollektiven Mittelmässigkeit zum Erfolg findet», führte Briw aus. Das System des VSM sieht die vertragliche Regelung der Produktion zwischen dem Produzenten und dem Verwerter vor. Ein Teil der Menge wird über eine Börse zu einem tieferen Preis gehandelt. «Die Milchwirtschaft Schweiz hat gute Chancen, aber sie muss sich den Erfolg erarbeiten», schloss er.

Für Peter Gfeller, Präsident der Schweizer Milchproduzenten SMP, muss eine Mengensteuerung mittels einer Marktsegmentierung erreicht werden. Die SMP sehen die Bündelung des Angebotes in drei Phasen. Die Hauptverantwortung für die operative Ausgestaltung der strukturellen Bündelung liege bei den Produzenten-Organisationen und Produzenten/Milchverarbeiter-Organisationen.

Gfeller ist überzeugt, dass es eine Branchenorganisation Milch brauche, denn letztlich gehe es darum, die Wertschöpfung aus der Milchproduktion zu verbessern. Alle Akteure seien aufgerufen, sich auf eine tragfähige Lösung zu einigen.

Mit befristeten Massnahmen helfe der Bund, den schweizerischen Milchmarkt von Altlasten zu befreien, so Niklaus Neuenschwander vom Bundesamt für Landwirtschaft (BWL). Aufgrund des Artikels 13 des Landwirtschaftsgesetzes hat der Bund für den Export von Rahm und die Förderung des Butterabsatzes 14 Mio. Franken bewilligt. «Die Wettbewerbsfähigkeit der Milchwirtschaft muss ohne Grenzschutz und Stützungsmassnahmen erreicht werden», unterstrich Nationalrätin Hildegard Fässler.

Mehr zum Thema