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Mit Besuchen Vertrauen geschafft

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Mit Besuchen Vertrauen geschafft

Am 1. Januar tritt die neue Spitex-Organisation Sense/Flamatt ihre Aufgabe an

Ab dem 1. Januar 2004 werden die Spitex-Dienste für das Sense-Mittelland vom Stützpunkt Flamatt aus organisiert. Um einen möglichst schonenden Übergang zu gewährleisten, hat die Spitex-Leiterin Kathrin Brunner in den vergangenen Tagen jeden Patienten persönlich besucht.

Mit KATHRIN BRUNNER und
BEAT BUCHELI (Präsident des Spitex-Vereins) sprach ANTON JUNGO

Die Spitex-Dienste sind eine Vertrauensangelegenheit. Wie haben Sie die Patienten des Sense-Mittellandes darauf vorbereitet, dass sie in Zukunft von Flamatt aus betreut werden?

Beat Bucheli (B.B.): Die Patienten wurden in den jeweiligen Gemeindeblättern über die Neuerungen bei der Spitex informiert. Wir haben vom Verein aus auch direkt ein Schreiben an die Patienten gerichtet.
Kathrin Brunner (K.B.): In den vergangenen Tagen habe ich jeden Patienten persönlich besucht und mich vorgestellt. Es ging mir einerseits darum, jeden Patienten persönlich kennen zu lernen, um die notwendige Pflege entsprechend organisieren zu können. Andererseits wollte ich Vertrauen schaffen und ihnen eventuelle Ängste vor den Neuerungen nehmen. Ich habe das Gefühl, dass diese Besuche sehr geschätzt wurden.

Müssen viele Patienten mit neuen Betreuungspersonen rechnen?

B.B.: Wir haben allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bisherigen Spitex-Organisation des Sense-Mittellandes das Angebot gemacht, bei uns weiterzuarbeiten. Alle hatten die Möglichkeit, unsere Organisation kennen zu lernen. Wir stellen keine Bedingungen.
K.B.: Von den bisherigen diplomierten Pflegerinnen und Pflegern hat sich niemand bei uns beworben. Ich musste deshalb neues Pflegepersonal anstellen. Bis sich wieder alle aneinander gewöhnt haben, gibt es deshalb schon ein wenig Unruhe. Ich bin aber darum bemüht, ein neues Pflegeteam aufzubauen. Persönliche Kontakte sind dabei sehr wichtig, denn nicht alle haben schon einmal in einem Spitex-Betrieb gearbeitet.
B.B.: Die beiden bisherigen Hauspflegerinnen arbeiten auch in der neuen Organisation weiter. Auch ein Teil des Rotkreuzpersonals arbeitet bei uns weiter.

Bedeutet die grössere Organisation viele Umstellungen für das Spitex-Personal?

K.B.: Das Personal schaut der neuen Situation gelassen entgegen. Ich spüre zwar schon, dass einzelne Mitarbeiterinnen ein wenig Angst haben, ich hätte in Zukunft nicht mehr so viel Zeit für sie. Persönlich erlebe ich eine sehr intensive Zeit. Sei es mit den Patientenbesuchen oder mit dem Aufbau eines neuen Teams für das Sense-Mittelland. Erleichtert wird die Aufgabe dadurch, dass ich sehr motivierte Mitarbeiterinnen habe.

Der Hauptgrund für den Zusammenschluss der beiden Spitex-Organisationen (Bösingen, Wünnewil-Flamatt und Überstorf einerseits und Sense-Mittelland andererseits) war, dass das Sense-Mittelland über keine professionelle Organisation verfügte.

B.B.: Ich glaube, dass mit dem Zusammenschluss der beiden Organisationen auch ein Generationenwechsel verbunden ist. Der Druck auf die Spitex-Organisationen wird, was sowohl die eigentlichen Dienstleistungen, aber auch die Administration betrifft, immer grösser.

Die Leute werden immer früher aus dem Spital entlassen und der Eintritt in ein Pflegeheim erfolgt immer später. Das stellt höhere Anforderungen an die Spitex-Dienste und an die Qualität der Pflege. Ich bin überzeugt, dass unsere Organisation die Qualitätskontrolle und -sicherung garantieren kann.

Aber auch die Bestimmungen von Bund, Kanton und Krankenkassen für die Spitex werden immer strenger; der administrative Aufwand nimmt zu. Die ganze Administration läuft in Zukunft ebenfalls im Stützpunkt in Flamatt ab. Hier werden auch alle Patienten-Dossiers verwaltet.

Wie fühlen Sie sich angesichts der grossen Aufgaben, die auf Sie zukommen?

K.B.: Ich bin zuversichtlich, dass die neue Organisation klappen wird. Davon war ich schon im Moment überzeugt, als ich mich bereit erklärte, die zusätzlichen Aufgaben, die mit der Integration der Spitex Sense-Mittelland verbunden sind, zu übernehmen. Ich hoffe, dass die Patienten von den Veränderungen, die nun in Gang kommen, so wenig wie möglich spüren.
Spitex-Verein Sense/Flamatt

Am 1. Oktober 2003 wurde in St. Antoni der «Spitex-Verein Sense/Flamatt» gegründet. Der Spitexverein Bösingen, Überstorf und Wünnewil-Flamatt hat damit den Weg frei gemacht für die Integration des Spitexvereins Sense-Mittelland. Die Versammlung genehmigte die neuen Statuten und wählte einen neuen Vorstand mit Beat Bucheli als Präsidenten. In der Zwischenzeit hat sich der Vorstand konstituiert und wählte Regula Schwaller aus Tafers zur Vizepräsidentin.

Im Vorfeld hatte die Generalversammlung des Spitexvereins Sense-Mittelland am 25. März in Heitenried nach über 30-jähriger Tätigkeit seine Auflösung beschlossen. Der Spitexverein Bösingen, Überstorf und Wünnewil-Flamatt hatte seinerseits am 9. April an der Generalversammlung in Wünnewil einer Gebietserweiterung seiner Tätigkeit auf das Sense-Mittelland zugestimmt.

Der Spitex-Verein Sense/Flamatt ist zuständig für die rund 19 000 Einwohner der Gemeinden Alterswil, Bösingen, Heitenried, St. Antoni, St. Ursen, Tafers, Überstorf sowie Wünnewil-Flamatt.

Kathrin Brunner, diplomierte Krankenschwester, mit Zusatzausbildung in Führungsaufgaben, leitet ein Team von 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 34 Personen sind in der Pflege und im Hausdienst tätig; die übrigen betreuen den Notruf und den Mahlzeitendienst. Zurzeit werden rund 180 Patienten (inklusive Haushaltshilfe) betreut.

Auch der Mahlzeitendienst wird weiterhin von der Spitex organisiert. Neu ist, dass sie für alle Gemeinden das Defizit aus dem Mahlzeitendienst übernimmt. Die Defizite werden aus den Mitgliederbeiträgen des Vereins bestritten. ja

Spitex Sense/Flamatt, Freiburgstrasse 10, 3175 Flamatt; Tel. 031 741 96 46, Montag bis Freitag von 9 bis 11 und 14 bis 16.30 Uhr.

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