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Mit gespitzten Bleistiften und Ohren

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Mit gespitzten Bleistiften und Ohren

Gestern hat für meine beiden Kinder (sie gehen neu in die dritte und fünfte Primarklasse) die Schule wieder angefangen.

Für einmal war das Aufstehen keine Qual. Viel zu früh sind beide am Frühstückstisch erschienen. Und los ging die Diskussion über den kommenden Schultag: Ob die neue Lehrerin und der neue Lehrer wohl auch so nett seien, wie die Lehrpersonen vom letzten Jahr? Ob Abwart Paul das Fussballgoal repariert und das Netz des Basketballkorbs ersetzt habe?

Erstaunlicherweise gaben neue Unterrichtsfächer – bis Ende des letzten Schuljahres waren eindeutig Turnen, Zeichnen und Pause die Renner – herzlich wenig zu reden. Mit prall gefüllten Schulsäcken, vor Aufregung fast leeren Mägen und gespannten Gesichtern sind beide Richtung Schule aufgebrochen.Viel zu früh.

Beide waren sich einig, dass es am ersten Tag besonders viel zu erzählen gebe. Auch habe man schon lange nicht mehr ausgiebig mit den Kameraden auf dem Schulhausplatz spielen können.
Am Vorabend hatten sie sich für den ersten Schultag vorbereitet: Fleissig stumpfe Farb- und Bleistifte gespitzt, die Stifte nach Grösse und Farbe in Farbschachtel und Etui geordnet, die Bastel- und Malschürze gefaltet und sie zusammen mit Pantoffeln, Schreibunterlagen und Lineal im Schulsack verstaut.
Am gleichen Tag hatten wir in einem zweistündigen Einkaufsmarathon das fehlende Schulmaterial besorgt: Schnell hatten wir Ersatz für eingetrocknete Filzstifte, Farbstift-, Bleistift- und Neocolorstummel, verlorene Gummis und aufgebrauchte Leimstifte gefunden. Der Kauf eines neuen Schulsacks erwiessich als bedeutend schwieriger. Meine Tochter hatte mir erklärt, dass heute Rucksäcke – wenn möglich von einem bekannten Markenhersteller – «mega-in» seien. Nach kurzem Hin und Her konnten wir uns einigen. Dann fehlten nur noch die Pantoffeln.
Anscheinend waren wir nicht die einzigen, die für dieses Schuljahr noch neue «Finken» brauchten. In den Verkaufsregalen lagen nur noch wenige Modelle. Wir mussten lange suchen, um Schuhe zu finden, die sowohl den Füssen wie den Köpfen passten.
Ungewohnte Ruhe kehrte gestern ins Haus ein, nachdem sich die Türe hinter den fröhlich plaudernden Kindern geschlossen hatte. Ein biss-
chen wehmütig erinnerte ich mich an die schönen und erholsamen Sommerferien. Doch der Schulrhythmus hat auch seine guten Seiten. Er bringt jedes Jahr Ordnung in den Tagesablauf und beschert mir wieder mehr Zeit. Zeit für mich, für Haus und Garten und natürlich unseren Hund. Der stand gestern bereits erwartungsvoll und schwanzwedelnd neben mir, bereit für einen ausgedehnten Spaziergang.

Von CHRISTINE CARON-WICKLI

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