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Mit mehr Personal in eine neue Ära des Freiburger Strafvollzugs

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Nach 119 Jahren sind die Anstalten Bellechasse Anfang 2018 in eine aktualisierte Rechtsform der öffentlich-rechtlichen Körperschaft «Freiburger Strafanstalt» übergegangen. Mit dem neuen Gesetz über den Straf- und Massnahmenvollzug haben sich die Anstalten mit dem Zentralgefängnis zusammengeschlossen. Diese Übergangsarbeiten haben das letzte Betriebsjahr in Bellechasse geprägt, wie aus dem nun vorliegenden Tätigkeitsbericht 2017 hervorgeht.

Am meisten Sorgen bereitete den Verantwortlichen der Personalmangel. Wie der Präsident der Verwaltungskommission, Staatsrat Maurice Ropraz (FDP), im Bericht hervorhebt, hätten gleich zwei Expertisen im letzten Jahr die personelle Unterbesetzung klar identifiziert. Auf dieser Grundlage habe der Staatsrat im Dezember 2017 beschlossen, den Justizvollzug im Budget 2018 angesichts der Notsituation mit 8,5 Vollzeitäquivalenten aufzustocken. Drei Vollzeitäquivalente wurden den Anstalten Bellechasse zugeteilt.

Gemäss Anstaltsdirektor Franz Walter werde das den Druck auf das Personal etwas lindern. Die heutige Situation liege aber immer noch weit unter dem erforderlichen Bestand, so Walter im Tätigkeitsbericht. «Die Risiken für Personal und Öffentlichkeit steigen jedes Jahr an», schreibt er. Dazu zählen die Übertragung infektiöser Krankheiten, gewaltsame Übergriffe sowie eine zunehmende Problematik der Radikalisierung junger Muslime.

Ende letztes Jahr registrierte Bellechasse 193 Gefangene, fast gleich viele wie die Jahre zuvor. Die durchschnittliche Belegung in den einzelnen Gebäuden betrug zwischen 90 und 100 Prozent. Von den total 71 210 Hafttagen wurden 76,4 Prozent durch ausländische Insassen verbracht. Die meisten Haftstrafen dauerten weniger als sechs Monate.

Wie der Präsident der Subkommission Strafvollzug, Kantonsrichter Adrian Urwyler, schreibt, wurden ab 2018 kurze Freiheitsstrafen wieder eingeführt, was den Aufwand mit Eintritten und Austritten erhöhen dürfte. Die Betriebsrechnung von Bellechasse schloss bei einem Aufwand von 28,22 Millionen Franken mit einem Ausgabenüberschuss von 2,27 Millionen Franken.

Bei den Investitionen wird das Projekt der Vergrösserung von Bellechasse vorangetrieben. 2016 hatte der Grosse Rat einen Studienkredit von 1,55 Millionen Franken genehmigt. Nun wurden Investitionskosten von 19,85 Millionen Franken errechnet, von denen der Kanton 13,9 Millionen wird tragen müssen.

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