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Moutier will von Bern zum Kanton Jura wechseln

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Die Projurassier freuen sich über das Abstimmungsergebnis.
Keystone

Das bernische Moutier will eine jurassische Stadt werden. Die Stimmberechtigten haben sich am Sonntag mit 2114 Ja gegen 1740 Nein-Stimmen für den Kantonswechsel entschieden.

Das Resultat des historischen Urnengangs wurde punkt 18.00 Uhr in Moutier verkündet. 374 Stimmen machten den Unterschied für den Kantonswechsel, deutlich mehr als beim ersten Urnengang von 2017.

Das sei ein erstaunlich klares Resultat, sagte Jean-Christophe Geiser vom Bundesamt für Justiz in einer ersten Reaktion. Das Ergebnis sei demnach demokratisch sicher einfacher zu akzeptieren.

Die Stimmung im projurassischen Lager war nach der Resultatverkündung entsprechend ausgelassen. Die Leute feierten, Knallpetarden wurden gezündet.

Bereits 2017 hatten sich die Stimmberechtigten knapp für einen Kantonswechsel ausgesprochen, doch wurde der Urnengang später von der Berner Justiz wegen Unregelmässigkeiten für ungültig erklärt.

Für die Wiederholung der Abstimmung an diesem Sonntag wurde ein beispielloser Aufwand betrieben. Der Bund spielte dabei eine Schlüsselrolle. Er verschickte die fälschungssicheren Abstimmungsunterlagen und überwachte am Sonntag die Auszählung vor Ort.

Ob das Abstimmungsresultat diesmal Bestand haben wird, ist noch offen. Bis zuletzt gab es eine Polemik um das Stimmregister, nachdem bereits 2017 Vorwürfe zu Abstimmungstourismus laut geworden waren.

Urnengang in Corona-Zeiten

Wegen Corona fand der Abstimmungskampf diesmal vor allem in den sozialen Medien statt. Die Argumente waren dieselben wie 2017: Die Separatisten warben für ein Ja zu Kantonswechsel, weil der Jura der Stadt die bessere Perspektive biete. Die Proberner warnten vor jahrelanger Unsicherheit wegen der nötigen Güteraufteilung.

Die Pandemie prägte auch den Abstimmungssonntag in Moutier. Der Gemeinderat hatte Kundgebungen vorsorglich verboten und die Stadt in zwei Zonen eingeteilt, in denen sich Separatisten und Berntreue örtlich getrennt aufhielten. Die Polizei war mit einem grösseren Aufgebot präsent.

Die Gewinner der Abstimmung durften nach der Verkündung des Resultats die Altstadt in Beschlag nehmen. Die Stadtbehörden hatten sie aber aufgerufen, die Maskenpflicht zu respektieren und in Gruppen von maximal 15 Personen zu feiern. Die Maskenpflicht wurde aber schon am Nachmittag nur mässig eingehalten.

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