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Münchner Traumlandschaft

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Gegen 1,2 Millionen Anhänger von Bayern und Chelsea bewarben sich für eines der 62500 Finaltickets. Die unerhörte Zahl dokumentiert das gewaltige Interesse an diesem Endspiel, mit dem in dieser Zusammensetzung kaum ein Experte gerechnet hätte. Die Vertreter aus der Bundesliga und der Premier League stoppten die Ikonen aus Madrid und Barcelona. Statt den «Super-Clásico» zelebrieren die Gastgeber das «Finale dahoam».

«Jugend» vs. «alte Garde»

Das Duell mit den Londonern haben die höchsten Münchner Fussballinstanzen unisono zum wichtigsten Heimspiel der ruhmreichen Klubgeschichte erklärt. Uli Hoeness will mit der von ihm aufgebauten Organisation im eigenen Stadion einen lange gehegten Traum verwirklichen. Eine gute Saison könnte als grandiose enden. Die Generation um Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger könnte unmittelbar vor der EM ein Signal der neuen deutschen Fussball-Stärke senden.

Auf der Seite des Herausforderers steht der junge Italo-Schweizer Roberto Di Matteo mit den ergrauten «Blues» vor dem ersten Triumph im europäischen Wettbewerb der Champions. Vier Jahre nach dem fatalen Penaltyfehlschuss von John Terry greift die alte Chelsea-Garde um Didier Drogba (34), Frank Lampard (33) und Petr Cech (30) nach der weltweit wichtigsten Klub-Trophäe überhaupt.

Alles wäre relativiert

Vor einer Woche liess sich der FC Bayern im Cupfinal von Dortmund erniedrigen. Das 2:5 und die Degradierung zur nationalen Nummer 2 hinter dem entrückten BVB lässt sich nur mit einem europäischen Coup relativieren. Einen möglichen zweiten Triumph in der Champions League seit der magischen Münchner Nacht in Mailand 2001 (5:4 n.P. gegen Valencia) ordnen die Bayern selbstredend weitaus höher ein als die schweren Enttäuschungen im profanen Business.

Für Hoeness und Co. ist die internationale Wahrnehmung für einmal absolut prioritär. Schon Wochen vor dem ersten Qualifikationsspiel gegen den FC Zürich hatte der deutsche Branchenleader den 19. Mai zum wichtigsten Programmpunkt seiner Agenda erklärt. Mit dem Engagement des Wunsch-Keepers Manuel Neuer signalisierte der Bundesliga-Koloss: Wir haben die Nummer 1 im Tor und wollen die Nummer 1 in Europa sein.

Die Krisen und die Schwererziehbaren

«The Road to Munich» verlief indes nicht ohne Turbulenzen und hausgemachte Krisen. Die teils unerklärlichen Aussetzer im eigenen Land und in Basel (0:1) vergifteten das Klima innerhalb der Kabine nicht zur einmal. In der sportlichen Not entzog auch die präsidiale Abteilung dem Team vorübergehend die Zuneigung. Die spektakuläre Selbstzerfleischung der Genies drohte.

Der Verein produzierte phasenweise in alter «FC-Hollywood-Manier» deftige Schlagzeilen. Jupp Heynckes, der Gentleman unter den Coaches in Deutschland, wurde vom Boulevard mehrfach angezählt. Hoeness hingegen zweifelte keine Sekunde an seinem Trainer-Freund – und der «Mister Bayern» behielt recht. Der besonnene Heynckes einte die charakterlich schwierige Equipe immer wieder. Ihm gelang das Kunststück, die beiden Einzeldarsteller Franck Ribéry und Arjen Robben ohne Sach- und weiteren Personenschaden zu führen.

Di Matteos Dernière?

Brennpunkte gibts an der Stamford Bridge mindestens so viele wie im fernen München. Im noblen Quartier der englischen Metropole herrscht nie Ruhe. Roman Abramowitsch wird von der Sehnsucht getrieben, endlich zuoberst auf dem CL-Podium zu stehen. Der russische Klubeigner verbrannte seit seinem Einstieg 2003 über eine Milliarde Franken. Zu mehr als der temporären Spitzenstellung in der Liga führte die sagenhafte Geldflut nicht.

Abramowitsch schuf Trainer-Denkmäler und stürzte sie wieder. José Mourinho genügte seinen Ansprüchen 2007 nach drei Saisons nicht mehr. Weitere Hochlohnbezüger kamen und wurden entlassen. Im März musste André Villas-Boas seinen Posten räumen. Seit dem 1:3 in Napoli steht Roberto Di Matteo in der Verantwortung. Bis jetzt nahm er sie erfolgreich wahr. Der 41-Jährige mit Wurzeln in Schaffhausen führte das Team zum Erfolg im FA-Cup.

Nun könnte ausgerechnet ein vormaliger Assistent, der im Trainer-Metier noch am Namen feilt, seinem ungestümen Boss zum grösstmöglichen sportlichen Glücksmoment verhelfen. Dass die mittlerweile zehnwöchige Amtszeit Di Matteos dann verlängert wird, gilt als eher unwahrscheinlich. Si

Champions League

Die letzten 15 Sieger

2011: Barcelona – ManU 3:1

2010:Inter Mailand – Bayern 2:0

2009: Barcelona – ManU 2:0

2008: ManU – Chelsea 6:5 n.P.

2007: AC Milan – Liverpool 2:1

2006: Barcelona – Arsenal 2:1

2005: Liverpool – AC Milan 3:2 n.P.

2004: Porto – Monaco 3:0

2003: AC Milan – Turin 3:2 n.P.

2002 Madrid – Leverkusen 2:1.

2001:Bayern – Valencia 5:4 n.P.

2000: Madrid – Valencia 3:0

1999: ManU – Bayern 2:1

1998: Real Madrid – Turin 1:0

1997: Dortmund – Turin 3:1

Torschützenliste

1. Lionel Messi (Barcelona) 14

2. Mario Gomez (Bayern) 12

3. Cristiano Ronaldo (Real) 10

4. Karim Benzema (Real) 7

5. José Callejón (Real) 5

Roberto Soldado (Valencia)

Bafétimbi Gomis (Lyon)

Didier Drogba (Chelsea)

Alex Frei (Basel)

Seydou Doumbia (Moskau)

Roman Schirokow (Zenit)

Edinson Cavani (Napoli)

Zlatan Ibrahimovic (Milan)

Im Münchner Olympiastadion wollen sich die Bayern heute Abend unsterblich machen.Bild Keystone

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