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Musikalisches Erbe grandios verwaltet

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Den Anfang machte eine zeitgenössische Komposition des Wieners Thomas Daniel Schlee, der persönlich den Beifall des Publikums entgegennahm.

Gut 30 Jahre ist das Orchester nun alt und hat es durch tüchtige Dirigenten wie Guschlbauer, Welser-Most und seit acht Jahren Sieghart zu einem qualitätsvollen Namen gebracht. Grossen Anteil an der erstaunlichen Entwicklung hatte 1974 auch der Bau des imposanten Kulturzentrums, des Brucknerhauses Linz an den Ufern der Donau. Hier hat das Orchester Heimat gefunden, hier finden jedes Jahr im September die international bekannten Bruckner-Festspiele statt.
Was Wunder, dass die Österreicher mit ihrem «Hauskomponisten» der Schweizer Tournee ihren Stempel aufdrückten. Mit Bruckners 4. Sinfonie Es-Dur, der «Romantischen», stellten sie überzeugend vor, um was diese tiefe, widersprüchlichste Künstlerpersönlichkeit in langen Arbeitsprozessen gerungen hat – endlose Dimensionen, unvermittelte Brüche, grandiose Steigerungen.
Bruckner verlangt eine Bläserbesetzung, die an Hörgrenzen stösst. Er balanciert sie mit grossem Streicherapparat aus, der besonders in den Tiefen ein sicheres Fundament bilden muss.

Abgründe und Ruhepunkte

Wie aus dem Nichts entstand die Musik. Im ersten Satz prägte der Hornruf mit unbestimmter Quint das geheimnisvolle Geschehen. Sieghart, auswendig dirigierend, entwickelte den Aufbau mit grossem Atem und feinsten Nuancen. Umso massiver brachen mit unerbittlichem Blech gewaltige Entladungen aus, kaum verhüllte Gewalttätigkeiten. Der breit angelegte zweite Satz wurde zu einer feierlich gesammelten, melancholischen Betrachtung, die immer wieder ins Monumentale gesteigert wurde. Ein unwiderstehlich überbordendes Halali prägte das Scherzo, eine plastische Meisterleistung der Blechbläser. Gewaltige architektonische Räume eröffnete der Finalsatz in grossen Intervallstürzen. Sieghart verstand, den Wechsel zwischen Abgründen und Ruhepunkten mit ausgeprägtem Formgefühl zu gestalten.

Seine Vielfältigkeit hatte das Orchester in grosser Besetzung zuvor unter Beweis gestellt. «Orchesterspiele» von Schlee war eine anregende Suite von musikalischen Gedanken in dissonanter Form. Auf feine nachdenkliche Einleitung folgten quirlige Passagen mit einprägsamen Rhythmen. Spannend die Zurücknahmen und Verdichtungen der überlagerten Klänge.
Auch Mozart hat mit seiner Sinfonie C-Dur KV 425, der «Linzer», den Namen der Stadt musikalisch geadelt. Mozarts Affinität für den Gegensatz von Charakteren, sein Hell, durch das immer wieder dunkler Untergrund schimmert, bestimmt aufs Schönste den Charakter dieses gehaltvollen Werkes. Es erfuhr eine erfrischende, unsentimentale Wiedergabe von grosser Musikalität.

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