Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Neben dem schützenswerten Ortsbild soll ein moderner Neubau entstehen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit dem Hafen, den Sandsteinhöhlen und den Rebenhängen gebe das Dorf Môtier in der Gemeinde Mont-Vully noch ein traditionelles Bild ab. Da sei das geplante Neubauprojekt an der Ruelle du Vieux-Moulin – die parallel zur Hauptstrasse am Murtensee verläuft – ein «Fremdkörper», beklagt sich der Anwohner Lukas Vogelsang. Gemäss Baugesuch, das noch bis Freitag bei der Gemeindeverwaltung aufliegt, sind zwei moderne Häuser mit Flachdächern geplant. «Eines mit drei 3,5-Zimmer-Wohnungen, das andere mit drei 4,5-Zimmer-Wohnungen», sagt die Bauherrin Fanny Montani auf Anfrage. Auf jedem Stockwerk wird sich eine Wohnung befinden, auf der untersten Ebene sind Autostellplätze vorgesehen.

In einer E-Mail, die Vogelsang an den gesamten Gemeinderat von Mont-Vully, den Staatsrat Jean-François Steiert, das kantonale Amt für Archäologie, den Schweizer Heimatschutz, die «Freiburger Nachrichten» und die Lokalzeitung «Murtenbieter» geschickt hat, schreibt er von einem «Affront gegen all die Bemühungen, die letzten schönen, alten Dorfteile, die Gegend, die Weinhänge erhalten zu wollen». Der Bau sei «so massiv überdimensioniert, als würde man unsere Fenster zumauern».

Dazu sagt Fanny Montani: «Mein Ziel ist es, ein schönes Projekt umzusetzen. Ich will attraktiven und zeitgemässen Wohnraum schaffen.» Sie habe Anfang Monat an einer Veranstaltung den benachbarten Grundeigentümern ihr Projekt vorgestellt: «Die anwesenden Personen reagierten positiv.»

Verkehrszunahme befürchtet

Gemäss dem Zonenplan von Mont-Vully wird der Neubau unmittelbar an der Grenze zum Perimeter des schützenswerten Ortsbildes errichtet werden. Für Vogelsang steht das Projekt am falschen Ort: «Vor dem Dorf Môtier werden schon Mehrfamilienhäuser gebaut. Dort stehen die Gebäude aber nicht im Kontrast mit dem historischen Kern.» Im Dorf selbst, also in der direkten Nachbarschaft des Neubaus, gebe es weder Arbeit für die zukünftigen Bewohner, noch eine Schule oder Läden.

Zudem macht sich Vogelsang Sorgen über die mögliche Zunahme des Verkehrs und Parkierprobleme. «Weil es keine gute ÖV-Erschliessung gibt, haben hier alle zwei Autos», sagt der Anwohner. Doch die Ruelle du Vieux-Moulin – «eine knapp zwei Meter breite Velo- oder Wanderstrasse» – sei dafür nicht ausgelegt. «Nicht mal die Kehrichtabfuhr fährt diese kleine, enge Strasse entlang», berichtet er. «Man muss den Abfall rund 150 Meter weiter weg deponieren oder selber bringen.» Vogelsang kündigt gegenüber den FN an, Einsprache machen zu wollen. Seit der öffentlichen Auflage «versuchen wir herauszufinden, wie man dies überhaupt angehen kann. Ich bin weder Architekt, noch habe ich neben meinem Beruf viel Zeit, solche Abklärungen zu machen». Die Frist für Einsprachen sei zu kurz.

Bauprojekte

Auch in Murten und Fräschels gab es Empörung

Erneut sorgt ein Bauprojekt im Seebezirk für einen Aufschrei bei den Nachbarn. Dieses Mal in Môtier – die Parallelen zu den geplanten Mehrfamilienhäusern in der Prehlstrasse in Murten und am Bahnhof von Fräschels (die FN berichteten) sind augenfällig.

Wie in Môtier grenzen auch die geplanten zwei Mehrfamilienhäuser in Fräschels unmittelbar an einen Ortsbildschutzperimeter. Die hohen Gebäude würden die benachbarten Häuser erschlagen und passten nicht zum Ortsbild, kritisierten Anwohner.

In Murten sorgten sich einige Bewohner wegen der Beeinträchtigung des Ortsbildes: Die geplanten neun Mehrfamilien­häuser an der Prehlstrasse würden die Sicht auf die Altstadt verdecken. Zudem warnten sie vor einer Zunahme der Verkehrsbelastung durch die neuen Wohnhäuser – eine weitere Parallele zu Môtier.

jmw

Mehr zum Thema